18. Januar 2019

Lückenbepflanzung auf dem Friedhof in Gosen

Aufgrund eines Vorschlags von Anja Grabs (Bündnis 90/Die Grünen), in der Gemeindevertretersitzung am 5. Dezember 2018, erklärte sich Bürgermeister Thomas Schwedowski (SPD) dafür bereit, dass eine Lückenbepflanzung mit einer Sommerlinde im Frühjahr 2019  auf dem Gosener Friedhof stattfinden wird. Ein Altbaum ist eingegangen und wurde daraufhin gefällt, so dass eine Lücke in der Lindenallee entstanden ist.

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14. Januar 2019

Unterstützer*innen für Kommunalwahl gesucht

Für die Kommunalwahl im Mai 2019, suche ich Unterstützer*innen aus Gosen-Neu Zittau. Bei der letzten Wahl zur Gemeindevertretung hatten mir 30 Stimmen gefehlt (also 10 Wähler*innen, weil jeder 3 Kreuze machen durfte), weil ich alleine auf der Liste stand. Wer mich und somit Bündnis 90/Die Grünen bei der Gemeindevertreterwahl unterstützen möchte, kann sich gerne bei mir melden. Man braucht dafür kein Parteimitglied zu sein.

Man erreicht mich via 

E-mail: kontakt@anja-grabs.de oder 
Facebook: Anja Grabs

Ich freue mich auf einen fairen Wahlkampf.

Verstümmelte Bäume entlang der Straße zwischen Gosen und Neu Zittau: Bündnisgrüne verlangen Einschreiten vom Landrat

Auf ältere, vermutlich gesunde Bäume, wurde bei dem Kahlschlag keine Rücksicht genommen. Dieses Foto zeigt nur einen kleinen Teilabschnitt.




GOSEN-NEU ZITTAU Die Kreisgrünen in Oder-Spree verlangen Aufklärung über die verstümmelten Bäume entlang der Straße zwischen Gosen und Neu Zittau. Zum Jahresbeginn hat eine Baumpflegefirma an zahlreichen Bäumen die Kronen gekappt. Auch wenn das Ergebnis „etwas seltsam“ aussehe, es war vom Umweltamt des Kreises so gewünscht worden, verteidigte sich Spreenhagens Amtsdirektor Joachim Schröder gegenüber der Märkischen Oderzeitung. Die Maßnahme sollte das Ziel haben, die Verkehrssicherheit an dem Straßenabschnitt zu erhöhen.

Kreistagsmitglied Anja Grabs (B90/Grüne) will sich damit nicht abfinden und hat jetzt Landrat Rolf Lindemann (SPD) zu einer Stellungnahme und zu einem unverzüglich Stopp der Maßnahmen aufgefordert: „Die Verkehrssicherheit ist ein hohes Gut, daher gibt es gegen einen professionellen Baumschnitts einsturzgefährdeter Bäume nichts einzuwenden. Das Abschneiden von Baumkronen führt allerdings dazu, dass von diesen Bäumen eine besondere Gefahr ausgeht, da die nachwachsenden Triebe an den meist faulenden Großwunden leicht abbrechen können. Es geht hier nicht um vereinzelte Bäume, welche die Verkehrssicherheit gefährdet haben, wir reden hier von einem absichtlichen Kahlschlag an vermutlich gesunden Bäumen, der dazu führen kann, dass die vorhandene Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet sein wird“, sagt Grabs. Ziel im Kreis Oder-Spree sollte sein, nur Firmen zu beauftragen, die in der "ZTV Baumpflege" (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen) geschult sind, welches als Standardregelwerk in der Baumpflege gilt. Die „ZTV Baumpflege“ lehnt Baumkappungen ab, da diese als baumzerstörend gelten. 

Bei einer Vorortbesichtigung mit Dipl. Ing. (FH) Markus Pichlmaier machte sich Anja Grabs ein Bild von der Lage. „Ich bin gelinde gesagt, erschüttert von dem Ergebnis. Das kann nicht im Sinne des Kreises sein“, stellt Grabs fest. Ob die Bäume sich von dem Eingriff noch einmal erholen, steht in den Sternen. Der Gartenbauwissenschaftler Pichlmaier meinte: „Man kann einen kranken Baum fällen oder gezielt einzelne Äste entfernen, um die Verkehrssicherheit herzustellen. Eine derartige Maßnahme – bei der die Krone auf halber Höhe gekappt wird, ist mir an Straßen nicht bekannt. Sollte es eine Fällung sein, so stellt sich die Frage nach dem verbleibenden Reststamm. So etwas kann mit Gehölzen wie Weiden oder Linden gemacht werden, um daraus Kopfbäume zu ziehen – jedoch kaum wie hier bei einem Kronenansatz verschiedener Baumarten von 3 bis 5 m.“

7. Dezember 2018

Kreistag Oder-Spree: Regionalmarke mit Massentierhaltung. CDU-SPD Mehrheit gegen Werbung für ökologische Landwirtschaft. Bündnisgrüne enttäuscht

Bildergebnis für massentierhaltung landkreis oder spree

Der Landkreis Oder-Spree will sich als sogenannte „Metropolregion“ weiterentwickeln. Dafür wurde am Donnerstag im Kreistag eine erste Umsetzung der Leitziele zur Entwicklung seines ländlichen Raumes beschlossen. Neben der Sicherung der Mobilität und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wurde auch die Entwicklung und Etablierung der Regionalmarke Oder-Spree beschlossen. Bei fast allen Punkten herrschte Einigkeit, allerdings entbrannte bei dem Thema „Landwirtschaft“ eine Debatte im Kreistag. Während sich die Mehrheit von CDU und SPD für die Aufnahme der konventionellen Landwirtschaft in die Regionalmarke stark machten, sprachen sich die Bündnisgrünen im Kreistag für mehr Engagement aus und warnten den Auswüchsen wie die Massentierhaltung. „Zur Umsetzung der Leitziele und Aufbau einer Regionalmarke gehören Nachhaltigkeit, Ökologie, Tourismus, regionale Vermarktung und Klimaschutz. Alles Eigenschaften, die wir ausschließlich der ökologischen Landwirtschaft zuschreiben können“, sagte Kreistagsmitglied Anja Grabs (B90/Grüne). Die Bündnisgrünen forderten daher die Ergänzung „ökologische Landwirtschaft“.

„36.000 Schweine leben in Oder-Spree lediglich in zehn Betrieben. Das hat mit Landwirtschaft in eigentlichen Sinn nichts mehr zu tun. Das ist eine Agrarindustrie“, kritisierte Grabs. Man könne sich gar nicht ausmalen, wieviel Antibiotika, CO2 oder Gülle dabei anfällt. Auch könne man mit dem Export von Billigfleisch nicht reich werden. “Wir in der Region haben keine Vorteile, denn das Geld wandert ab und unsere Flächen werden verbraucht. Uns bleibt nur der Dreck und Gestank und die Duldung von unvorstellbarem Tierleid vor unserer Haustür“, sagte Grabs: „Wir können es nicht wollen, dass unsere Region damit in einer Regionalmarke wirbt“. Dabei gibt es in Oder-Spree schon viele Lichtblicke. So ist der Hof Marienhöhe in Bad Saarow einer der ältesten Biobauernhof Deutschlands oder das beliebte Gut Hirschaue mit seinem Ausflugslokal. „Daran sollten wir uns messen“ forderte Grabs. Trotz des leidenschaftlichen Plädoyers, bleiben vorwiegend bei der CDU und SPD die Hände unten. „Der Antrag ist mehrheitlich abgelehnt“, hieß es vom Podium. Die Bündnisgrünen Anja Grabs, Bernd Saliter und Jeroen Kuiper zeigten sich enttäuscht. „Wir bedauern ausdrücklich die Entscheidung aber wir haben zumindest Denkprozesse angestoßen und konnte einige Abgeordnete gewinnen, die mit uns stimmten“, resümierte Grabs.

Positiv begrüßten die Kreisgrünen die Entschließung des Kreistages des Landkreises Oder-Spree: "Gleicher Lohn und gleiche Sozialleistungen für alle, die in Deutschland arbeiten!" Der Antrag fand insbesondere bei erzkonservativen und rechtsgerichteten Abgeordneten keine Freunde aber die überwiegende Mehrheit des Kreistages zeigte klare Haltung. „Als Holländer der in Oder-Spree lebt, bin ich davon betroffen. Aber wir sollte uns vor Augen führen, dass wir ein lange Grenze zu Polen haben und den Austausch von Fachkräften dringend benötigen. Und warum sollen wir alle schlechter gestellt werden“, sagt Kreistagsmitglied Jeroen Kuiper (B90/ Grüne). Wer in Deutschland arbeitet, Steuern zahlt und Sozialabgaben leistet, hat Anspruch auf gleichen Lohn und gleiche Sozialleistungen. Dafür gab es eine Mehrheit im Kreistag.

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Download „Beschlussfassung über die Umsetzung der Leitziele des LOS zur Entwicklung seines ländlichen Raumes“

30. November 2018

Vermeidung von Plastikmüll: Kreis Oder-Spree verzichtet auf Laubsäcke – Laubbläser sollen erneuert werden

Laubbläser im Einsatz                                                                                                                             Foto: Cbaile19


Bei der Entsorgung von Laub auf Schulhöfen, vor kreiseigener Bildungseinrichtungen und Verwaltungsgebäuden wie auch auf den dazugehörigen Gehwegen und Radwegen wird von der Kreisverwaltung grundsätzlich auf die Verwendung von Laubsäcken verzichtet. Das kündigte Landrat Rolf Lindemann auf eine Anfrage der bündnisgrünen Kreistagsabgeordneten Anja Grabs (Gosen-Neu Zittau) an. Das Laub werde demnach in Containern gesammelt und anschließend in Anlagen kompostiert.

„In Zeiten wo jede Gurke unsinnigerweise in Plastik eingewickelt wird, fängt die Vermeidung von Plastikmüll im Kleinen an. Dass der Kreis andere Wege gefunden hat, ist durchaus löblich“, sagt Anja Grabs. Allerdings werden neben Harken und Rasentraktoren auch umstrittene Laubbläser und Laubsauger verwendet.

„Harke und Besen sind natürlich immer einem Laubbläser- oder -sauger vorzuziehen“, meint Grabs: „Das der Kreis ankündigt, alte benzingetriebene Laubbläser gegen neue elektrische Akku-Modelle auszutauschen, ist erstmal ein guter Schritt“ .

Auf Schulhöfen sollte der Einsatz von Laubbläsern oder -saugern allerdings gar nicht stattfinden, mahnt die Grünenpolitikerin. Nach einer Untersuchung der TU München sollen durch die Laubbläser zehn Mal so viele Partikel aufgewirbelt werden, wie bei einem Einsatz durch Harken. In der Umgebungsluft fanden die Forscher Schimmelpilze, Sporen und pulverisierten Hundekot. Zumal das Umweltbundesamt nur bei großen und zusammenhängenden Flächen Laubbläser empfiehlt. Bei kleinen bis mittelgroßen Grundstücken sei hingegen keine Arbeitserleichterung zu erwarten. 

"In Privatgärten ist der Einsatz von Laubbläsern oder -saugern absoluter Nonsens. Diese Geräte sind unökonomisch, unökologisch und produzieren extremen Lärm. In den meisten Fällen kann man das Laub, auch auf öffentlichen Flächen, liegen lassen. Ich wundere mich immer wieder, welche Flächen überhaupt von Laub befreit werden. Laub ist und bleibt der beste Dünger für seine Bäume und Sträucher", so Grabs. 

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Mehr Informationen
Umweltbundesamt zum Einsatz von Laubbläser

27. November 2018

Dümmer geht immer: Dürrehilfen für Brandenburger Bauern

File:Drought Denmark 2018.png
Vertrocknungserscheinungen in Nord-Zentraleuropa am 24. Juli 2018 (rechts). Zum Vergleich: Dieselbe Region am 19. Juli 2017 (links)   
 (Bild: NASA)

Der Bund hat sich mit den Ländern auf das neueste Absurdum verständigt: Dürrehilfen.

Das ist so ein Blödsinn, dass ich es mal ganz einfach zusammenfassen möchte:

Dürre entsteht, wenn es lange nicht geregnet hat. Sie ist eine HÖHERE GEWALT, die wir nicht ändern können. Die Ursache (Klimawandel) ist dabei erst einmal irrelevant.

Lassen wir uns das einmal mit der Luftfahrt vergleichen. Dort spielt die Höhere Gewalt nämlich täglich eine Rolle:

Gewitter in Italien: - nach zwei Landeversuchen umgeleitet zu einem anderen Flughafen - es entstehen zwei Stunden Verspätung, die Airline muss u.a. die Hotelkosten für die Passagiere übernehmen - finanzieller Schaden für die Airline

Nebel: - man kann nicht landen, fliegt einen anderen Flughafen an - finanzieller Schaden für die Airline

Vogelschlag: - ein Techniker muss überprüfen ob die Maschine weiterfliegen kann, er hat aber gerade woanders zu tun, Verspätung - finanzieller Schaden für die Airline

Winter: - die Maschine muss enteist werden, Verspätung - finanzieller Schaden für die Airline

Man stelle sich vor, dass es Airlines schaffen, trotz Höherer Gewalt auf ihre Kosten zu kommen und sogar Gewinne einzufahren, obwohl sie tagtäglich mit Höherer Gewalt zu tun haben.

Seit wann ist es denn bitte etwas außergewöhliches, dass Landwirte mit Höherer Gewalt zu tun haben? Es heißt doch sogar BAUERNREGELN. Die Bauern haben sich schon IMMER mit Wetter und seiner höheren Gewalt herumschlagen müssen.

Konventionelle Landwirte mit ihren Monokulturen und Massentierhaltungen haben sich durch Subventionen zu Sklaven des Staates gemacht. Weil das aber nicht rentabel ist, sind sie bekannt für ihre Rumjammerei.

Aber selbst beim Thema Dürrehilfen, fragen die Bauern (Bauernbund und Bauernverband), was dieser Quatsch jetzt soll: Die Hilfen bekommen nicht nur die Bauern, die in den letzten Jahren Ernteverluste hatten, sondern zusätzlich müssen sie auch in einer finanziellen Notlage sein.

Ein normaler Betrieb in Deutschland macht bei einer finanziellen Notlage einfach dicht. Nicht so die Bauern, die werden mit Hilfe von solchen Steuergeldern so weit in die Konkursverschleppung getrieben, dass sie niemals auf die Idee kommen können, dass die konventionelle Landwirtschaft weder nachhaltig ist, noch genügend Geld einbringt.

Wie sollen diese Bauern lernen, dass sie zum Beispiel mit einer Permakultur keine Probleme mehr mit Klimawandel, Dürren und Höheren Gewalten haben? Richtig, niemals. Bis dahin werden in Brandenburg 46 Mio. Euro Steuergelder an Bauern ausgezahlt, die nicht in der Lage waren, nachhaltige Landwirtschaft mit Rücklagen zu betreiben.

17. November 2018

Imker werden niemals die Bienen retten können

Schlafende Männchen der Halictus sextinctus am Roggen, sehen der Honigbiene ähnlich, sind aber Wildbienen.                                           
(Foto: pd/NABU)

Liest man in den Medien oder auch in Wahlprogrammen vom Wildbienenschutz, werden im gleichen Atemzug auch immer die Imker mit ihren Bienen erwähnt. So erhalte ich dann auch Vorschläge aus der Bevölkerung, dass man doch einfach mehr Bienenvölker aufstellen kann, um so die Bienen zu fördern. Klar machen Bienen viel Arbeit, aber könne man sie nicht auch verwildern lassen? Und besonders positiv werden Bienenvölker wahrgenommen, die auf Parlamentsgebäuden gehalten werden. Dass muss man doch auch weiter ausbauen....oder?

Bei Bienen muss man ganz klar unterscheiden, zwischen Honigbienen und Wildbienen. Honigbienen sind Haustiere, während Wildbienen in der freien Natur wild leben.

Honigbienen
Die Natur benötigt keine Honigbienen zum Überleben, dafür sind Wildbienen da. Es gibt aus Sicht des Artenschutzes keinen Grund Honigbienen zu fördern. Der einzige Grund, warum wir Honig aus der Region kaufen sollten, liegt in der Einsparung von CO2 durch kurze Transportwege. Fahre ich mit dem Fahrrad zu meinem nächsten Imker und kaufe ihm direkt den Honig ab, habe ich alles nötige getan, was ich für Honigbienen erreichen kann. 
Möchte ich selbst anfangen zu imkern, könnte ich Dunkle Bienen züchten. Dazu gehören die Heidebiene, die Deutsche Braune Biene und die Schwarze (Alpenländische) Biene. Diese drei Arten stehen in Deutschland auf der Roten Liste alter und gefährdeter Haustierrassen. Denn die meisten Imker in Deutschland züchten die Westliche Honigbiene (Apis mellifera).

Wildbienen
In Deutschland gibt es 550 Wildbienenarten, wozu unter anderem auch die allgemein bekannten Hummeln gehören. Davon gelten 197 Arten als gefährdet und 31 Arten sind direkt vom Aussterben bedroht. Wie alle Wildtiere, haben es Wildbienen schwer, in der industriellen Landwirtschaft zu überleben. Sie benötigen Blühpflanzen, vor allem Wildkräuter und sind teilweise nur auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert. Verschwindet so eine Pflanze, verschwindet auch diese Wildbienenart.
In Monokulturen und auf Flächen mit Pestizideinsätzen wird es nie Wildbienen geben. In China sind sie teilweise so ausgerottet, dass Obstbäume von Menschen per Hand bestäubt werden müssen. Man stelle sich diese extremen Kosten dafür vor!
Die Wildbienen sind für das Überleben der Menschen die wichtigste Wildtierart. 
Die Umstellung von Monokultur auf Permakultur, wäre ein Idealfall, um Wildbienen zu fördern.
In Privatgärten ist es dafür unbedingt wichtig, NIEMALS Pestizide jeglicher Art einzusetzen. Wenn die Rosen im Garten krank sind, sollte man sie ersetzen und nicht mit Gift aus dem Baumarkt behandeln. 
Am allerwohlsten fühlen sich Wildbienen auf Wildblumenwiesen, gerne auch mit Trampelpfaden, da die meisten Arten in der Erde nisten.

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So legt man eine Blumenwiese an