19. Mai 2019

Neues Schlumpfenland soll Kneipp Kita werden

Wandspielzeug im Kindergarten Rappelkiste in Neu Zittau.                                           
   (Foto: Anja Grabs)

Lustiger Wasserhahn am Kinderwaschbecken im Kindergarten Rappelkiste in Neu Zittau.
(Foto: Anja Grabs)

von Anja Grabs


GOSEN - 2,1 Mio. Euro sind für den Kita Neubau in Gosen im Haushalt eingestellt. Während Amtsdirektor Schröder in diesem Jahr vor allem mit einzuholenden Genehmigungen rechnet, könnte es vielleicht nächstes Jahr schon mit dem Bau losgehen. Der momentan genutzte Kindergarten "Schlumpfenland" wird in Zukunft nicht mehr die Kapazitäten erfüllen. Das Haus wurde ursprünglich nicht als Kindergarten gebaut, was sich in dem vielleicht größten Nachteil widerspiegelt: der Flur mit Garderoben für die Kinder ist zu eng. Ein Containerbau, der "Bungalow" genannt wird, bietet zudem keine Dauerlösung für die Zukunft. Im Moment ist das Schlumpfenland trotzdem allseits beliebt bei den Kindern, Eltern und Erzieherinnen. Es ist mit nur 33 Kitaplätzen sehr familiär gehalten. Der größte Pluspunkt bietet die zentrale Küche im Hauptgebäude, in der noch selbst alles frisch gekocht wird. Die Erzieherinnen haben bereits viele Jahre Erfahrungen im Beruf gesammelt und legen Wert auf ein gutes Miteinander im Team. Die Arbeitsatmosphäre ist angenehm, was man auch als Eltern merkt. Da stört dann auch kein enger Flur mehr, denn das wichtigste für die Kinder werden immer die lieben Erzieherinnen sein, die sich täglich viel Mühe geben, allen eine schöne Zeit zu gestalten, in der sich die Kinder optimal entwickeln können.

Der neue Kindergarten wird direkt in den Ortskern, hinter dem Bauhof der Gemeinde gebaut. Laut Konzeptentwurf soll es im Außengelände Bäume und Sträucher geben. Sandkisten, Matschanlage, Schaukeln, Rutschen, Dreiräder, Roller und viele Sandspielsachen kommen dazu. Zum Toben ist eine große Spiel- und Liegewiese für die Kinder vorgesehen, auf der man Kinderzelte aufstellen könnte. Ein Barfußpfad bietet besondere motorische und erlebbare Naturerfahrungen für die Kinder. Kräuter- und Obstgärtchen als Riech- und Schmeckbeet sowie ein Minibiotop sollen den Garten ergänzen.

Ein separates Saunahaus sowie ein Bad mit Kneippbecken für Kinder sollen Wohlbefinden stärken und die Anfälligkeit der Kinder gegenüber Infektionskrankheiten senken.

Mit 60 Kindergartenplätzen ist Gosen dann auch in Zukunft gut aufgestellt.

Das Konzept lehnt sich an die Arbeitsweise des "Lebensbezogenen Ansatzes" von Norbert Huppertz. Der "lebensbezogene Ansatz" ist ein Bildungsansatz, in dessen Zentrum das Leben des Kindes steht und die zentrale Methode dieses Ansatzes ist: "Das Erleben von Bildung mit allen Sinnen unseres Körpers."

Weitere pädagogische Ansätze, wie Situationsansatz, Fröbelpädagogik und Gesunde Kita, werden in den Alltag einbezogen. Das Freispiel, gezielte pädagogische Angebote und die Projektarbeit werden als pädagogische Mittel eingesetzt.

Eine eigene Küche wird es im neuen Kindergarten nicht geben, das Essen wird dann immer geliefert. Es gilt dann einen guten Lieferdienst zu finden. Es gibt Lieferdienste, die das Essen in Töpfen statt in nicht wiederverwendbaren Assietten anliefern und bei denen es Fleisch einmal die Woche, statt fast jeden Tag, gibt. Bezahlbare Qualität muss hier an oberster Priorität stehen.

Der Kindergartenbau wird das größte und wichtigste Bauprojekt der Gemeinde Gosen-Neu Zittau in den kommenden fünf Jahren sein. Es liegt an der neu gewählten Gemeindevertretung daraus etwas Großartiges für die Kinder zu machen und dementsprechend Gelder für den Kindergarten in die kommenden Haushalte einzustellen. Hier darf nicht am falschen Ende gespart werden.

Falls ich in die Gemeindevertretung gewählt werde, werde ich mich kontinuierlich für die Kinder der ganzen Gemeinde stark machen. 


9. Mai 2019

Diese Baumarten sind im Land Brandenburg bedroht

Vogel-Kirsche (Prunus avium)
Foto: JMK

Laut Roter Liste der Gefäßpflanzen Brandenburgs (die aktuellste Liste stammt leider bereits aus dem Jahr 2006) sind die folgenden Baumarten in Brandenburg bedroht. Ziel für Brandenburger Kommunen und dem Land Brandenburg sollte daher sein, die zu pflanzenden Bäume vorwiegend bis ausschließlich aus dieser Liste auszuwählen.

Abies alba - Weißtanne - Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht)
bildet im Süden Brandenburgs die natürliche, nördliche Verbreitungsgrenze

Acer campestre - Feldahorn - Kategorie G (gefährdet ohne Kategorie)

Juniperus communis - Gemeiner Walcholder - Kategorie 3 (gefährdet)

Malus sylvestries - Holzapfel - Kategorie G (gefährdet ohne Kategorie)
Keine wirtschaftliche Bedeutung, durch die Verbreitung des Kulturapfels. Der Saft eignet sich dennoch in geringer Menge zum Beimischen von Kultur-Apfelsäften.

Picea abies - Gemeine Fichte - Kategorie 2 (stark gefährdet)

Populus nigra - Schwarz-Pappel - Kategorie 2 (stark gefährdet)

Prunus avium - Vogel-Kirsche - Kategorie 2 (stark gefährdet)
Von ihr stammen unsere kultivierten Kirschbäume ab.

Quercus pubescens - Flaumeiche - Kategorie G (gefährdet ohne Kategorie)
Wärmeliebender Baum. Kommt evtl. gut mit dem Klimawandel in Deutschland zurecht.

Salix alba - Silber-Weide - Vorwarnstufe
Gut für das Heranziehen von Kopfweiden geeignet. Kopfweiden müssen alle 3 bis 10 Jahre geschnitten werden und bieten guten Unterschlupf für Fledermäuse und Lebensraum für zahlreiche Insektenarten.

Salix aurita - Ohr-Weide - Kategorie 3 (gefährdet)

Salix fragilis - Bruch-Weide -  Kategorie G (gefährdet ohne Kategorie)

Salix myrsinifolia - Schwarz-Weide - Kategorie 3 (gefährdet)

Salix pentandra - Lorbeer-Weide - Vorwarnstufe

Salix repens - Kriech-Weide - Kategorie 3 (gefährdet)

Salix repens L. subsp. dunensis - Dünen-Kriech-Weide - Kategorie G (gefährdet ohne Kategorie)

Salix rosmarinifolia - Rosmarin-Weide - Kategorie 2 (stark gefährdet)

Ulmus glabra - Bergulme - Kategorie 3 (gefährdet)

Ulmus laevis - Flatterulme - Vorwarnstufe

Ulmus minor - Feldulme - Kategorie 2 (gefährdet)

6. Mai 2019

Frauen in die Politik!

Kreistagabgeordnete Anja Grabs zur Ausstellungseröffnung "Frauenalltag – Frauenarbeit – Frauenrechte" in Beeskow



Anja Grabs, Abgeordnete im Kreistag Oder-Spree für Bündnis 90/Die Grünen begrüßt Initiativen wie die vom Gleichstellungsbüro initiierte Ausstellung. "Es ist wichtig, auf das Engagement und die Rechte von Frauen hinzuweisen. Doch es geht am Ende um Taten! Leider sieht die Realität in der politischen Arbeit noch ganz anders aus: Der Frauenanteil der aktuellen Kandidatinnen für den Kreistag liegt bei knapp 27% - Dabei stellen Frauen 50% der Bevölkerung. Das kann so nicht bleiben!"

Kreissprecher Stefan Brandes freut sich: "Wir Bündnisgrünen sind mit einem Frauenanteil von 40% schon deutlich dichter an unserem Ziel „Die Hälfte der Macht den Frauen“ als alle anderen." Linke, SPD und CDU folgen mit 28%, Schlusslicht ist die Liste Bauern, Jäger, Angler mit einer reinen Männerliste. 
Eine Quotenregelung ist das eine, um den Frauenanteil zu erhöhen. Andere Maßnahmen sind außerdem wichtig. "Unser Landesverband unterstützt das Engagement von Frauen vorbildlich mit einem jährlich stattfindenden Mentoring-Programm", berichtet Erdmute Scheufele, die dieses Jahr erstmals zur Kommunalwahl antritt. Die Vernetzung und Coachingangebote haben ihr für die Gründung eines Ortsverbands in Erkner maßgeblich den Rücken gestärkt.
Außerdem müssen die Rahmenbedingungen in den Blick genommen werden, unter denen politische Arbeit heute stattfindet. Anja Grabs meint dazu, der Kreistag könnte noch mütterfreundlicher werden. "Mit Wickeltischen und Stillraum, zum Beispiel. Ich werde mich in der kommenden Legislatur dafür einsetzen."

3. Mai 2019

30. April 2019

Alle warten auf Grün - Kleine Anfrage zum Ampelchaos in Neu Zittau

Seit mehreren Wochen ist der Verkehr in Neu Zittau, durch den Neubau der Salvador Allende Brücke in Köpenick, überaus belastet. Es kommt zu Staus, die mitunter eine halbe Stunde dauern, wenn man von Erkner oder von Wernsdorf mit dem Auto fährt. Den Bau der Ampel hatte ich damals abgelehnt. Besser wäre das Aufkaufen des unbebauten Eckgrundstückes gewesen, um so einen Kreisverkehr installieren zu können, der einen besseren Verkehrsfluss bieten würde.

Zusätzlich zu diesem erhöhten Verkehrsaufkommen, kam jetzt in den vergangenen Tagen eine zusätzliche Verkehrsbelastung, durch eine Baustellenampel zwischen Neu Zittau und Erkner, die zu einem Verkehrskollaps führte. Ein bis zwei Stunden benötigte man nun, um von Gosen nach Erkner zu kommen. Bei einem Telefonat mit André Organiska (CDU), erklärte er, dass er den Landesbetrieb Straßenwesen mal anrufen werde, bezüglich der Baustellenampel. Mittlerweile hat sich dieses Verkehrschaos wieder etwas beruhigt. 

Folgende Antwort  bekam ich auf meinen Kleine Anfrage am 7. März 2019:

Begründung meiner Kleinen Anfrage:
Im Feierabendverkehr steht man oftmals eine halbe Stunde im Stau, der sich von Erkner bis zur Ampel in Neu Zittau hinzieht. Dadurch wird die Feinstaubbelastung in Neu Zittau zu dieser Zeit extrem erhöht und gleichzeitig die Lebensqualität durch die Warterei verringert. Die Kreisverkehre in Erkner sind ein gutes Beispiel dafür, dass auch hoch aufkommender Verkehr relativ flüssig und ohne Stau voran gehen kann. Würde der Verkehr an diesen Stellen in Erkner mit Ampeln geregelt werden, käme es dort täglich zu einem Verkehrskollaps.


1. Wurde die Ampel in Neu Zittau anfangs "intelligent" geschaltet, also je nach Verkehrsaufkommen? Ist das immernoch der Fall und falls nein, warum nicht?


Die LSA ist verkehrsabhängig geschaltet.


2. Sogenannte Minikreisverkehre haben einen Durchmesser zwischen 13 und 22 Metern. Wäre der Bau eines Minikreisverkehres an dieser Kreuzung möglich?


Nein.

Die geometrischen Abmessungen würden zwar den Einsatz eines Minikreisverkehrs zulassen. Die geringste Fahrbahnbreite an diesem Knotenpunkt beträgt knapp 13,0 m. Jedoch ist weiterhin zu betrachten, dass Minikreisverkehre bei mehr als 18.000 Kfz/Tag ihre Kapazitätsgrenze erreichen. An diesem Knotenpunkt beträgt die Summe der im Jahr 2015 gezählten Verkehrsströme mehr als 25.000 Kfz/Tag. Die Anwendung von Minikreisverkehren erfordert zur Sicherung der Erkennbarkeit und zur sicheren Führung des Fußgängerverkehrs die Ausstattung aller Zu- und Ausfahrten mit Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen), die bisher von den Unteren Straßenverkehrsbehörden abgelehnt werden.


3. Sogenannte "Kleine Kreisverkehre" haben einen Durchmesser zwischen 26 und 50 Metern. Wäre der Bau eines Kleinen Kreisverkehres an dieser Kreuzung möglich?


Nein.

Die baulichen Gegebenheiten sprechen dagegen, d. h. es ist kein ausreichender Platz für einen Kleinen Kreisverkehr vorhanden. Die Kapazitätsgrenze bei der Gesamt-Verkehrsstärke an diesem Knotenpunkt ist mit 25.000 Kfz/Tag ebenfalls für Kleine Kreisverkehre erreicht.


4. Ist es möglich Grünpfeile anzubringen? Insbesondere von Erkner nach Neu Zittau kommend, aber auch von Wernsdorf nach Neu Zittau kommend, könnte der Verkehr damit erheblich entlastet werden.


Nein.

Es ist nicht möglich VZ 720 StVO (Grünpfeil) anzubringen. Auf Grund der Schleppkurven würde der Begegnungsverkehr von größeren Fahrzeugen nicht mehr funktionieren. Außerdem sind die Sichtbeziehungen nicht gegeben, die Bebauung ist zu eng.


5. Warum wurde die Ampel damals dort hingestellt?


Der Knotenpunkt war eine Unfallhäufungsstelle.


6. Wird die Ampel nachts abgeschaltet? Wenn ja, für welchen Zeitraum?


Die Ampel wird nachts nicht abgeschaltet. Laut VwV-StVO §37 Absatz 2 14 VI sollen LSA Anlagen i.d.R. auch nachts in Betrieb bleiben.

7. Ist es sinnvoll die Schaltzeiten zu verlängern, damit beim Stau nicht so viel Zeit für das Anfahren verbraucht wird? Jetzt können im Schnitt ca. 5 Autos fahren und dann ist schon wieder rot. 

Ob sich eine Veränderung der Schaltzeiten positiv auswirken würde, kann nicht ohne weiteres beantwortet werden. Die Äste des Knotenpunktes sind alle etwa gleichmäßig stark belastet. Würde man die Freigabe einer Fahrtrichtung verlängern, könnte das zu einen erheblichen Nachteil für die anderen Fahrtrichtungen werden bzw. könnten sich dann auch die Wartezeiten der Fußgänger verschlechtern.

8. Fällt Ihnen vielleicht noch etwas ein, wie man die Ampel optimieren kann, damit zum Feierabendverkehr der Verkehr etwas flüssiger wird?

In diesem Jahr ist durch den Landesbetrieb geplant, eine Verkehrsuntersuchung an diesem Knotenpunkt durchzuführen. Hierfür wird das aktuelle Unfallgeschehen ausgewertet und eine Verkehrszählung durchgeführt. Die Verkehrstechnischen Unterlagen der Lichtsignalanlage werden daraufhin geprüft und Vorschläge erarbeitet, die Schaltzeiten der einzelnen Fahrzeugströme zu optimieren.

Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Dienststätte Frankfurt (Oder)

Müllroser Chaussee 51
15236 Frankfurt (Oder)

27. April 2019

Kandidat*innen für die Kommunalwahl in Gosen-Neu Zittau und Europawahl am 26. Mai 2019

In diesem Amtsblatt:


sind alle Kandidat*innen für die Kommunalwahl in Gosen-Neu Zittau aufgelistet. Gewählt wird ein Bürgermeister oder Bürgermeisterin. Ortsbeiräte für jeweils Gosen und Neu Zittau sowie Gemeindevertreter*innen.

Die Kandidat*innen für die Kreistagswahl (Gosen-Neu Zittau liegt im Wahlkreis 1) sind in diesem Amtsblatt veröffentlicht:

https://www.landkreis-oder-spree.de/media/custom/2689_2251_1.PDF?1554379259

Die Kandidierenden zur Europawahl sind hier veröffentlicht:

https://www.europawahl-bw.de/kandidaten.html

Briefwahl ist auch möglich!

26. April 2019

Wildbienen Vortrag in Beeskow am 14. Mai 2019

Die Artenvielfalt schwindet – auch bei uns in Brandenburg. Die Zahl der Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer nimmt Jahr für Jahr ab. Die Insekten fehlen in der Nahrungskette vieler Tiere und uns als wichtige Bestäuber für unsere Kulturpflanzen. Mit einer Volksinitiative haben die Umweltverbände die Initiative ergriffen und fordern einen Politikwechsel in der Landwirtschaft – für die Insekten, für die Artenvielfalt, für gesundes Essen. Wir wollen diese Volksinitiative unterstützen, über Hintergründe informieren, mit Ihnen diskutieren und Unterschriften für die Artenvielfalt sammeln. 

Der Regionalverband Beeskow von Bündnis90/Die Grünen und der Kreisverband Beeskow des NABU laden deshalb ein zu einer gemeinsamen Veranstaltung 

am 14. Mai um 18.30 Uhr in die 
Stadtbibliothek (Kupferschmiede) in 
Beeskow, Mauerstraße 28.

Als Fachreferentin begrüßen wir Annelie Krämer von der Fachgruppe Entomologie des NABU Berlin zum Thema: „Unsere wilden Bestäuber – Wildbienen und andere Helfer im Garten“. 

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!