24. August 2022

Kirchenacker in Neu Zittau kommt im Oktober 2022 in die Gemeindevertretung

Kirchenacker
(Foto: Anja Grabs)


24. August 2022
In der Gemeindevertretersitzung beschwerte sich der Ortsbeirat aus Neu Zittau darüber, dass er hier angehört werden sollte, obwohl er noch gar nicht getagt hat. Schließlich hat er die Unterlagen erst am 17. August erhalten. Nichtsdestotrotz gab es ein Statement von Sierakowski. Er sagt ein Bebauungsbeschluss wäre rechtswidrig. Zudem sprechen um die 700 Unterschriften gegen eine Bebauung.
Dahlke geht noch einen Schritt weiter und bezeichnet einen positiven Beschluss unsererseits als "Frechheit, Dummheit und Ignoranz". Es handelt sich immernoch um ein Landschafts- und Trinkwasserschutzgebiet. Eine Bebauung wäre "dumm", wenn man bedenkt wieviel CO2 der Wald bindet und der Wald als Erholungsgebiet und Sauerstoffproduzent dient. Letztendlich bringt eine Bebauung mehr Probleme als Nutzen. 
Aus meiner Sicht kommt der Beschlussvorschlag weiterhin nicht in Frage und ich werde ihn in der Sitzung ablehnen. Selbst für eine Weiterentwicklung des Schulstandortes Neu Zittau sind in dem Vorschlag nur 3.000 Quadratmeter für die Gemeindenutzung vorgesehen. Mindestens 10.000 Quadratmeter bedarf es aber für den potentiellen Bau einer Schule und einer Kita (die Kitas in Gosen-Neu Zittau sind bereits komplett ausgelastet). Für mich wäre ausschließlich die Erweiterung des Schulstandortes um ein bis zwei Gebäude kompromissfähig. Die nächste Gemeindevertretersitzung findet am 12. Oktober 2022 um 19 Uhr im Gemeindesaal Gosen statt.

11. Mai 2022
Über den Aufstellungsbeschluss zum Thema Kirchenacker wird im August 2022 in der Gemeindevertretung abgestimmt. Er wird im kommenden Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr sowie im Ortsbeirat Neu Zittau vorbesprochen. Die Fläche "Kirchenacker" in Neu Zittau soll zu 40 % bebaut werden. Das Gebiet ist u.a. Landschaftsschutz- sowie Trinkwasserschutzgebiet. 

4. Oktober 2021
Aufgrund vieler Gegenstimmen aus der Gemeindevertretung, hat die Firma BBF Projekt GmbH heute im Ausschuss für Bauen/Umwelt/Verkehr einen Kompromiss vorgeschlagen. Es sollen nun nicht mehr 10 Hektar, sondern 4 Hektar der Fläche bebaut werden. Dabei sollen 22 Baugrundstücke zwischen 765 und 1.387 Quadratmetern entstehen, sowie 7 straßenbegleitende Stadtvillen und 3 große potentielle Schulgebäude (anliegend am Schulgelände).
"Damit würde weiterhin fast die Hälfte des Waldes verschwinden, so dass ich mich erneut gegen solch ein Vorhaben ausgesprochen habe. Aus meiner Sicht wäre ein Kompromiss nur dann möglich, wenn wir ausschließlich das Schulgelände um ein bis zwei Gebäude erweitern, um den Schulstandort Neu Zittau qualitativ weiterzuentwickeln. Damit würde fast der komplette Wald als Erholungsort für die Neu Zittauer bestehen bleiben.", so Grabs.

Gosen-Neu Zittau: Investor will eine Wohnsiedlung im Trinkwasserschutzgebiet errichten und dafür einen Wald abholzen. Bündnisgrüne kündigt Gegenstimme an.
10. Juli 2020
Ein Investor plant im Waldgebiet „Kirchenacker“ in Neu Zittau (Landkreis Oder-Spree) eine neue Wohnsiedlung zu errichten. Das mitten im Trinkwasserschutzgebiet gelegene Areal, müsste für das Vorhaben großflächig abgeholzt werden. Dafür braucht es allerdings einen Bebauungsplan, deren Aufstellung die Gemeinde beschließen müsste. Auf der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr der Gemeindevertretung Gosen-Neu Zittau stellte der Investor Jesus Comesaña von der BBF Projekt GmbH am Donnerstagabend nun erstmalig öffentlich seine Pläne vor. Comesaña und seine Firma wollen etwa 40 bis 44 sogenannte Stadthäuser und etwa 18 Wohnungen errichten. Dazu sollen noch Grundstücke zum weiteren Verkauf entwickelt werden. Den Wald habe der Investor bereits von einer Gesellschaft gekauft. „Mich hat die Darstellung nicht überzeugt“, sagte die bündnisgrüne Gemeindevertreterin Anja Grabs im Anschluss: „Der Wald gehört als Naherholungsgebiet zu Neu Zittau. Das kann man nicht so einfach hergeben, nur weil ein Investor Rendite auf unsere Kosten wünscht."
Der redegewandte Comesaña lobte sein Projekt und versprach der Gemeinde Vorteile durch den Bau der neuen Wohnsiedlung für etwa 170 Personen. So soll sich später einmal das Satellitenbild von Gosen-Neu Zittau verbessern. Was die Anwohner davon konkret haben, blieb an dem Abend offen. Auch ein Ärztehaus, ein Haus für Senioren und ein Kinderspielplatz wurde versprochen. Konkreter wurde Comesaña an diesem Abend nicht. Dafür wurde der Investor nicht müde den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan durch die Gemeinde anzumahnen. Erst wenn der Beschluss da wäre, könne er Details sagen. Auch so mancher Vorteil – in der Sprache des Investors „Benefit“ genannt – entpuppte sich im Nachhinein als Luftnummer. So gibt es bereits schon heute einen Umweltpfad durch den Wald, der von den Schülern der angrenzenden Schule zur Umweltbildung genutzt wird.  Den wolle man abreißen und dann wieder neu bauen, wurde an dem Abend deutlich.

Auf Nachfrage von Anja Grabs musste der Investor eingestehen, dass es auch noch kein hydrogeologisches Gutachten für die Bautätigkeit im Trinkwasserschutzgebiet gibt. Die Untersuchung wolle Comesaña erst nach dem Aufstellungsbeschluss erstellen. „Mich hat verstört, dass er von der Aufwertung des Waldes zu einem Mischwald sprach. Er ließ sogar verlauten, dass die Artenvielfalt in einem Wohngebiet höher, als in einem Wald ist. Das ist vollkommen absurd.“, sagt Grabs. Man könne nicht für eine Wohnsiedlung einen Wald abholzen, einzelne Bäume stehen lassen, und womöglich ein paar neue Bäume pflanzen wollen und dann von einem Waldumbau sprechen, so die Umweltexpertin der Grünen Oder-Spree. Bereits schon heute sieht man in dem Wald, dass der Waldumbau voll im Gange ist. Von Ahorn bis Eichen, die bereits schon mehrere Meter hoch sind, geht der Waldumbau seinen natürlichen Weg. „Es entwickelt sich dort aktuell gerade ein natürlicher Mischwald.“, gibt Grabs zu denken. Entlarvend war auch die Ansage von Comesaña auf die Frage von Anwohnern, warum er denn auch ohne den Bau der Siedlung Waldumbau betreibt: Er könne seine dreißig Mitarbeiter nicht mit Holz bezahlen, erklärte der Investor.

„Ich werde dem Aufstellungsbeschluss nicht zustimmen“, sagt Grabs: „Damit werden unwiederbringlich Fakten geschaffen. Wenn wir in Gosen-Neu Zittau den Wald als unsere Naherholungsoase erhalten wollen, müssen wir von Anfang an dem Vorhaben einen Riegel vorschieben. Jegliche Verharmlosungen, dass wir in einer späteren Phase jederzeit das Projekt abblasen können und wir lediglich über den Aufstellungsbeschluss entscheiden, sind verheerend. Ohne Bebauungsplan, bleibt uns der Wald erhalten. Dafür werde ich mich einsetzen und ich hoffe, dass die anderen Gemeindevertreter, die in ihren Wahlprogrammen versprochen haben, sich für Natur und Umwelt einzusetzen, sich ebenfalls so entscheiden“, kündigt Grabs an.

18. August 2022

Fischsterben in der Oder - Unser Antrag im Kreistag Oder-Spree

Fischsterben in der Oder 2022
Fischsterben in der Oder 2022
(Foto: Hanno Böck)

 


Folgenden Antrag stellen wir im Kreistag Oder-Spree:

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Betreff: Errichtung einer Ölsperre im Falle von Fischsterben

Beschlussvorschlag:

Wird in Flüssen des Landkreises Oder-Spree ein Fischsterben beobachtet, errichtet der Landkreis innerhalb von 24 Stunden mindestens eine Ölsperre, um tote Fische abzufangen und zu entsorgen. Die Ölsperre sollte soweit flussaufwärts errichtet werden, wie es im Landkreis möglich ist. Die Ölsperre wird dann errichtet, wenn die Ursache des Fischsterbens unklar ist bzw. wenn die Ursache bekannt ist und es sich um Intoxikationen handelt.

Begründung:

Ende Juli 2022 wurden in der Oder vermehrt tote Fische gefunden. In den darauffolgenden zwei Wochen stieg die Anzahl toter Fische rasant an. Der BUND geht von 100 Tonnen verendeter Fische aus.

Mitte August ist die Ursache weiter unklar. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki geht von Chemie-Abfällen aus, die in den Fluss gekippt wurden.

Während nach Ursachen geforscht wird und auch Ölsperren von Landes- und Bundesebene geplant werden, hätte der Landkreis selbst nach Bekanntwerden eines Fischsterbens innerhalb von 24 Stunden eine Ölsperre errichten können, um unverzüglich tote und somit eventuell mit Chemikalien kontaminierte Fische abzufangen und fachgerecht zu entsorgen. Nur mit Hilfe einer Ölsperre ist eine maximale Entsorgung toter Fische möglich.

Fischt der Landkreis nur tote Fische vom Ufer oder von Booten aus dem Wasser, treiben zahlreiche tote Fische weiter flussabwärts und kontaminieren in weiteren Landkreisen das Flussbett sowie fisch- bzw. aasfressende Tierarten.


Update im September 2022:

Wir ziehen diesen Antrag zurück, weil sich der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Ordnung des Kreistages mehrheitlich gegen diesen Beschluss entschieden hat (6 dagegen / 1 dafür / 1 Enthaltung).


17. August 2022

Landkreis Oder-Spree: Fischsterben in der Oder

Fischsterben in der Oder 2022
(Foto: Hanno Böck)


Folgende Antworten habe ich auf meine Kleine Anfrage im Kreistag Oder-Spree am 16. August 2022 erhalten:

Was hat der Landkreis bisher unternommen und was ist noch geplant?

In Abstimmung mit den örtlichen Ordnungsbehörden der kreisangehörigen Kommunen an der Oder hat der Landkreis veranlasst, dass Fischkadaver an der Oder durch Haupt- und ehrenamtliche Kräfte geborgen werden. Hierfür wurden Entsorgungsbehälter und persönliche Schutzausrüstung bereitsgestellt. Die Entsorgung befindet sich aktuell in Klärung und erfolgt auch durch den Landkreis, wahrscheinlich als Sondermüll. Ferner wurde am Freitag eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der die landseitige Nutzung der Oder vorsorglich untersagt wurde.

Gestern habe ich zudem entschieden, den Verwaltungsstab einzuberufen, der heute erstmals getagt hat. In diesem wurden insbesondere Maßnahmen ergriffen, welche sich mit der Sicherheit von Brunnen, Lebensmitteln und Tierfutter befassen. 

Wie sieht der Austausch mit den polnischen Behörden aus? Gibt es Kooperationen mit Polen?

Der Landkreis arbeitet nicht mit polnischen Behörden zusammen. Die Zuständigkeit liegt hier bei Land und Bund. Auf dieser Ebene sind wohl unterdessen mehrere Arbeitsgruppen gegründet worden. Anfragen polnischer Stellen aller Hierarchieebenen werden - von unseren Partnerlandkreisen abgesehen - nur noch über das Land beantwortet.

Wie sieht die Vernetzung des Landkreises mit der Bundes-, Landes- und Gemeindeebene zu dem Thema aus?

Bereits in der vergangenen Woche haben die Stadt Eisenhüttenstadt und die Ämter Neuzelle und Brieskow-Finkenheerd intensiv mit dem Landkreis kooperiert. Nunmehr sind sie Mitglieder des einberufenen Verwaltungsstabes. Der Landkreis ist zudem Teilnehmer der Telefonkonferenzen des MLUK mit den betroffenen Kreisen, der kreisfreien Stadt Frankfurt/Oder und den zuständigen Stellen der Landesverwaltung sowie der Bundeswasserstraßenverwaltung.

Gibt es weitere Gremien in denen der Landkreis beteiligt wird?

In weiteren Gremien ist der Landkreis nicht beteiligt. 

7. August 2022

Feinstaub in Seoul, Südkorea

Seoul - Kein Dunst am Horizont, sondern Feinstaub.
(Foto: Anja Grabs)



SEOUL - Viele Koreaner*innen glauben, dass der Feinstaub aus China kommt. Zumindest im Frühling entspricht diese Aussage seit 2000 Jahren der Wahrheit. Der sogenannte “Yellow Dust”, also der “Gelbe Sand” kommt als Wetterphänomen regelmäßig im Frühling aus der Wüste Nordchinas nach Korea und färbt dann den Himmel und auch gewaschene Kleidung Gelb. Die Feinstaubbelastung kann dann so hoch sein, dass ein Verlassen des eigenen Zuhauses nicht mehr und wenn dann nur mit Feinstaubmaske möglich ist. Denn das Einatmen von Feinstaub ist für die Gesundheit kein Scherz. Es gibt Feinstaubpartikel, die sich in der Lunge absetzen und dann gibt es so kleine Feinstaubpartikel, die direkt in den Blutkreislauf eindringen. Krebs ist nur eine Krankheit, die dadurch verursacht werden kann. Die Sterblichkeitsrate bei Asthmatikern steigt in Zeiten des Gelben Sandes um 1,7 % an. Die Liste der Krankheiten kann sehr lang fortgesetzt werden, es sind u.a. auch Frühgeburten zu benennen.


Dazu kommen die wirtschaftlichen Folgen. Um einen Jumbo Jet vom Gelben Sand zu befreien, benötigt man 6000 Gallonen Wasser und 6 Stunden Arbeit (Quelle: The Korea Times). Die Sicht ist eingeschränkt, was zu Ausfällen im Flug- und Straßenverkehr kommt. 


Aufgrund von zahlreichen Ursachen wachsen die Wüsten weltweit jährlich an, so dass der Yellow Dust weiterhin ein großes Problem darstellt, womit die Koreaner*innen im Frühling zu kämpfen haben. 


Südkorea hatte den Fehler begangen, sich zu lange auf der Begründung auszuruhen, dass China Schuld hat. Niemanden muss gesagt werden, dass China darüber not amused ist und durch seine Minister verlauten ließ, dass sich Südkorea doch mal lieber mit seinen eigenen Feinstaub-Ursachen auseinandersetzen sollte. 


Wer Seoul besucht, sieht es auf den ersten Blick. Die Stadt liegt in einem Tal und ist von Bergen umgeben. Dazu kommen zahlreiche Wolkenkratzer. Die Stadt liegt somit in einem Kessel und der Feinstaub hat keine Möglichkeit mit Hilfen von Winden weggetrieben zu werden. Die Luft “steht” und wird weiter angereichert mit Abgasen. Die Abgase entstehen durch den Auto- und Motorradverkehr. Und wenn abends alle ihren Feierabend machen und die Autos eingeparkt sind, beginnen die Motorräder ihren Hauptbetrieb bis tief in die Nacht. Sie sind mit großen Kisten ausgestattet in denen Essenslieferungen transportiert werden. Koreaner*innen sind Weltmeister in Essenslieferungen und behaupten auch, dass sie es selbst erfunden haben. Trinkgeld gibt es in Korea nicht, so dass die Bestellungen online bezahlt werden. Dann wird an der Haustür geklingelt, das Essen dort abgestellt und der Fahrer verschwindet sofort wieder, um die nächsten Kunden zu beliefern, man bekommt die Fahrer*innen gar nicht zu Gesicht. 


Ich war 13 Tage lang in Seoul, in denen die Feinstaubbelastung an 12 Tagen über 50 und manchmal über 100 lag. Feinstaubmasken gibt es in den gleichen Regalen neben Corona-Masken überall zu kaufen. Der Normalbereich von Feinstaub liegt bei 0 bis 50. Zum Vergleich: In Deutschland ist gesetzlich geregelt, dass die Feinstaubbelastung in Städten an höchstens 35 Tagen pro Jahr über 50 sein darf. Stuttgart liegt ebenfalls in einem Tal und hatte das gleiche Problem wie Seoul: die Feinstaubbelastung war dauerhaft zu hoch. Durch zahlreiche Veränderungen hat es Stuttgart mittlerweile geschafft, dauerhaft saubere Luft zu haben. Radwegebau und Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs sind nur zwei von vielen Lösungen in Stuttgart.


Seoul scheint mittlerweile aufgewacht zu sein und fängt nun an gegen den Feinstaub etwas zu unternehmen. Parallel wurde die Stadt von 20 Student*innen verklagt, die aussagen, dass sie aufgrund der Feinstaubbelastung unter Konzentrationsstörungen leiden und somit nicht richtig in der Stadt studieren können. Dazu kommen 44.000 Mütter, die sich zusammengetan haben und “Dust Out” fordern: Sie fordern eine saubere Luft für ein gesundes Aufwachsen ihrer Kinder. 


Den richtigen Bürgermeister scheint es inzwischen dafür zu geben:


“Ich träume von einer Stadt, in der die Bürger*innen in Seoul in der Innenstadt spazieren gehen und Bäume und Wälder sehen. … Die Stadt wurde von Anfang an falsch geplant.”


Oh Se-hoon (Bürgermeister von Seoul mit 10 Mio. Einwohner*innen)


Was Seoul gegen den Feinstaub unternimmt:


  • Transparenz: Ausreichend Messstationen informieren die Seoulit*innen über die aktuellen Feinstaubwerte

  • Geplant sind Luftfilter in öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Schulen

  • An Tagen mit hoher Feinstaubbelastung gibt es ein Diesel-Fahrverbot

  • 2018: An drei Tagen war die Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel kostenfrei: ohne nennenswerten Effekt für die Luftwerte

  • Mehr Fußgängerzonen

  • Mehr Fahrradwege

  • Weniger Dieselfahrzeuge

  • Aufklärung von illegal verursachten Luftverschmutzungen mit Hilfe von unbemannten Fluggeräten

  • Mehr Elektrofahrzeuge: Busflotten werden aktuell auf Elektro umgestellt, Autos und Motorräder sollen zukünftig ebenfalls vor allem elektrisch unterwegs sein (dafür wird u.a. eine Infrastruktur geschaffen)


Was China gegen den Feinstaub unternimmt:

  • Grüne Mauer: Bis 2050 werden 350.000 Quadratkilometer Land zusätzlich bepflanzt (Die Fläche der Bundesrepublik Deutschlands / Kritik an dem Projekt: Es handelt sich um eine für Krankheiten anfällige Monokultur aus nichteinheimische Pappeln und Tannen, die den Grundwasserspiegel weiter absenken könnten. 5000 Quadratmeter werden jährlich durch den Asiatischen Laubbolzbockkäfer befallen.)


Was Seoul gemeinsam mit China unternimmt:

  • künstlicher Regen über dem Gelben Meer (Dies ist aus meiner Sicht ein riesiger Fehler. Dadurch wird die Ursache des Feinstaubes nicht bekämpft. Zudem wird dadurch eine künstliche Umweltkatastrophe ausgelöst, indem der giftige Staub das Leben im Meer abtötet.)


Was Seoul tun müsste:

  • ab spätestens 2030 keine Fahrzeuge, wie Busse, Autos und Motorräder neu zulassen, die nicht elektrisch sind

  • Neubauten nur genehmigen mit einer Kombination aus: Gründach mit Solarenergie 

  • Neubauten nur genehmigen mit Fassadenbegrünung in den unteren 15 Metern auf allen Seiten, ab 15 Meter bis zum Dach: mit Fassaden-Solarenergie auf der Südseite des Gebäudes

  • sich für einen raschen Kohleausstieg in der Republik Südkorea einsetzen

  • statt künstlichem Regen, sich gemeinsam mit China an der Aufforstung der Grünen Mauer in China beteiligen: mit einheimischen chinesischen Baumarten (Mischwald, keine Monokultur)

  • Für Indoor-Pflanzen werben, um die Luft in den Häusern zu reinigen und Sauerstoff zu produzieren. Viele Koreaner*innen verwenden elektrische Luftfilter, die zwar Schadstoffe aus der Luft holen, aber keinen Sauerstoff produzieren. (s. Nasa-Studie)

11. Juni 2022

Warum die Wildschweinjagd als Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest nicht wirkt - und Zäune eigentlich auch nicht

Herbst 2020 (Updates s. unten)
Die Afrikanische Schweinepest verbreitet sich mit Hilfe von Wildschweinen in einer Geschwindigkeit von 200 km pro Jahr. Demnach müsste sie im Landkreis Oder-Spree nächstes oder übernächstes Jahr aus Polen eindringen, wenn es keine Zäune zur Abwehr von Wildschweinen gäbe. Theoretisch.

Zäune
Der Landkreis Oder-Spree kontrolliert täglich 42 Kilometer lange Zäune, um Wildschweine aus Polen daran zu hindern in den Landkreis einzudringen. Diese Zäune sind eine gute ethische Lösung, um das Virus von Wildschweinen in Deutschland fernzuhalten.

Doch wie sicher sind diese Zäune? Schauen wir uns hierzu die Grenzübergänge an. Wenn nachts wenig Zugverkehr herrscht, schaffen es die Wildschweine über die Eisenbahnschienen nach Deutschland. Wildschweine aus Polen könnten den Weg somit in diese Richtungen wandern:

Tantow - Szczecin-Gumience
Küstrin-Kietz - Kostrzyn
Frankfurt (O) - Kunowice
Guben - Gubin
Forst - Zasieki

Schaffen es die Wildschweine nicht über die Schiene nach Deutschland, könnten sie dafür die Straße wählen. Dafür stehen ihnen zahlreiche Grenzübergänge alleine zwischen Brandenburg und Polen zur Verfügung:

Rosow
Mescherin 
Schwedt/Oder
Hohenwutzen
Küstrin/Kietz
Frankfurt Oder Stadtbrücke
Frankfurt Oder Autobahn
Neißemünde, Ortsteil Coschen, Grenzbrücke Neißewelle
Guben Stadtbrücke
Guben, Gubinchen
Forst
Forst Autobahn

Die Sinnhaftigkeit dieser Brücke aus EU-Geldern wurde heiß diskutiert: Die wenig befahrene Brücke von Coschen nach Polen. Auf deutscher Seite idyllisches Dorf. Auf polnischer Seite Natur. Ein bequemer Übergang für Wildschweine.
(Foto: Andreas Lippold)







Die Jagd auf gesunde Populationen, so wie sie im Landkreis Oder-Spree durchgeführt wird, ist unwirksam als Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest. Dadurch werden die Ressourcen in vermeintlich wildschweinfreien Zonen freigegeben, die zu überdurchschnittlichen Vermehrungsraten führen. Solche Gebiete werden schneller von Wildschweinen neu besiedelt, als ein Jäger schießen kann. Um ein von der Afrikanischen Schweinepest betroffenes Gebiet vom Virus zu befreien, muss es für 190 Tage durchgehend wildschweinfrei bleiben. 
Um diese subjektive Ohnmacht zu überwinden, dass der Mensch nicht mehr mit der Jagd hinterherkommt, denkt man sich immer neue Jagdmethoden aus. Aktuell werden Lebendfallen im Landkreis als neuestes Mittel eingesetzt werden, um noch mehr Wildschweine zu töten. 

Warum die Wildschweinpopulation in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen ist, hat mehrere Ursachen:

1. Im Jahr 2019 nahm der Maisanbau in Brandenburg um 7 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Es wurden 228.600 ha Mais angebaut. Ich denke mehr muss man über dieses Lieblingsfutter von Schweinen überhaupt nicht sagen. Vielleicht noch eins: Im Mais finden die Wildschweine ideale Rückzugsorte. Sie sind dort für den Jäger fast unsichtbar. 

2. Die Jagd wird vor allem mit Hilfe von Kirrungen (Lockfütterungen) durchgeführt. Theoretisch dienen Kirrungen nur als Lockmittel. Praktisch fressen Jungtiere davon und werden dadurch ein ganzes Jahr zu früh geschlechtsreif. Daher entsteht der Teufelskreis: vermehrte Jagd - vermehrte Kirrungen - verfrühte Geschlechtsreife - höhere Wildschweinvorkommen.

3. Wird durch die Jagd ein Revier frei, reagieren Wildschweine mit erhöhter Fruchtbarkeit. Sie bringen dann mehr Jungtiere zur Welt. Ein weiterer Teufelskreis entsteht: freie Reviere - erhöhte Fruchtbarkeit - mehr Jungtiere - höhere Wildschweinvorkommen.

4. Klimawandel: Durch die immer häufiger aussetzenden und milder werdenden Winter, erhalten Wildschweine optimale Nahrungs- und Deckungsmöglichkeiten. Eichen- und Buchenmastjahre treten klimabedingt immer häufiger auf. 

Die Liste könnte man hier noch viel weiter fortführen. Fakt ist, dass sich aktuell Wildschweine, aufgrund der menschengemachten Bedingungen, optimal ausbreiten können. Ein Ende der Ausbreitung ist derzeit nicht in Sicht. Subjektiv wird das aktuelle Vorkommen von Wildschweinen zumeist als zu hoch eingestuft. Die Landwirte klagen über Ernteausfälle. Gärtner über umgegrabene Gemüsebeete. 

Muss der Jäger die Wildschweinpopulation eindämmen?
Ganz klar: Nein! Die Natur reguliert sich von selbst. Wenn der Jäger nicht eingreift, wird es zu einer natürlichen Regulierung kommen. Die Anzahl der Wildschweine wird sinken, wenn sinnvolle präventive Maßnahmen stattfinden. 

Aktuelle präventive Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Wildschweinen:

1. Jagd. (seit Jahrzehnten ohne Erfolg)

2. Zäune an der Grenze zu Polen. (ohne Erfolg)

Als Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest im Landkreis Oder-Spree sind stattdessen folgende Maßnahmen sinnvoll:


- die Jagd muss auf ein absolutes Minimum reduziert werden, um gesunde Populationen zu erhalten, die durch den fehlenden Jagddruck an weniger Stress leiden und somit ein gutes Immunsystem aufbauen können. Grundsätzlich gilt, das Überlebende von Seuchen den genetischen Widerstand gegen ein Virus erhöhen. Durch ein geschwächtes Immunsystem jedoch, können sich die Tiere leichter infizieren. 

- Kirrungen sind im Landkreis komplett einzustellen oder zumindest nur auf einer Höhe von 70cm vorzunehmen (Bachentisch), so dass Frischlinge keinen Zugang dazu haben.

- Tests: bei Fall- und Unfallwild

- Aufklärung: Aufklärungsmaterial zum Thema: "Entsorgung von Schweinefleisch" für den Download im Online-Bereich des Landes und der Landkreise. 

- Aufklärende Beschilderung an Autobahnparkplätzen, damit Wildschweine nicht an infizierte Essensreste gelangen

- Elektrozäune beim Maisanbau

- Risikoampel der Universität Vechta: Regelmäßige Werbung bei Schweine-Betrieben dieses Hilfsmittel zu nutzen, um präventiv arbeiten zu können.

- Förderung der natürlichen Fressfeinde in Deutschland:
Wolf
Fuchs
Uhu
Wildkatze
Luchs

Impfstoff
Aktuell liefern sich einige Länder, darunter vor allem China und die USA ein Kopf-an-Kopf Rennen in der Impfstoffforschung. Erste Erfolge können in der Forschung zur Kenntnis genommen werden. Bis es zu einem kommerziellen Impfstoff kommt, werden noch einige Jahre vergehen. 

Zum Weiterlesen
Eine weiteres Epidemiethema, zu dem ich ein Buch veröffentlicht habe:
Der Fuchsbandwurm in Deutschland und wie wir ihn ausrotten können von Anja Grabs

Pressebericht vom 27.04.2020
MOZ: Oder-Spree setzt auf Lebendfallen zur Wildschweinjagd

Update am 5. Mai 2020
Bei Ratzdorf sind Wildschweinrotten unterwegs. Zwischen Kraftwerk und Mülldeponie in Fürstenberg, kommen Wildschweine über die Oder. Fürstenberg ist nicht eingezäunt in Richtung Oder. Dort wird aktuell mit Vergrämung gearbeitet. 

Update am 9. September 2020
Der 1. Fall der Afrikanischen Schweinepest wurde im Landkreis Spree-Neiße festgestellt. Am 10. September 2020 wird der Landkreis Oder-Spree eine Krisensitzung halten.

Update am 21. April 2021
Die ASP existiert im Landkreis Oder-Spree seit 224 Tagen. Es wurden 528 Ausbrüche im Landkreis amtlich bestätigt. 230 Quadratkilometer wurden in vier Gebieten eingezäunt. Im Land Brandenburg gelten 2.400 Quadratkilometer als gefährdetes Gebiet. 2021 wurden 32 Mio. Euro im Haushalt des Landes für Zäune und Unterstützung der betroffenen Landwirte eingestellt. Im Landkreis Oder-Spree gibt es 99 Schweinehalter mit 27.700 Tieren. Das Veterinäramt im Kreis Oder-Spree zeigt sich optimistisch und hofft auf eine Stagnation der Ausbreitung mit Hilfe von Zäunen, Jagd und Fallwildsuche. 

Update am 1. Juni 2022
Auf einem Sonderkreistag zum Thema Landwirtschaft des Landkreises Oder-Spree, meldeten sich ausschließlich konventionelle Landwirte zu Wort. Sie verwiesen überwiegend auf die globale Landwirtschaft ohne anzuerkennen, dass sich die Nachfrage nach Regionalität und Biolandwirtschaft in einem Dauertrend im starken Wachstum befinden. 

20. Mai 2022

Misteln - Eine Gefahr für die Bäume?

 

Bekämpft man Misteln, vernichtet man damit auch alle Arten, die unmittelbar von ihnen abhängig sind. Zum Beispiel den Mistel-Glasflügler (Syanthedon loranthi).
(Foto: Siga)


Der NABU Münster ließ verlauten, dass Misteln zunehmend die Streuobstbestände bedrohen und so kam auch im Landkreis Oder-Spree die Frage auf, ob es bei uns einen Handlungsbedarf gibt. Laut dem NABU Bundesfachausschuss Streuobst, gibt es in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland Pfalz massenhafte Ausbreitungen. Lokal kommen flächendeckende Befalle vor, welche die Streuobstwiesen in ihrem Bestand gefährden sollen. Und auch im Land Brandenburg beobachtet man eine zunehmende Verbreitung der Mistel, die vor wenigen Jahrzehnten noch seltener anzutreffen war. 

Ökologie der Misteln

Zunächst gilt es festzustellen, dass Misteln nicht jeden Baum zum absterben bringen. Sie ist ein Halbschmarotzer und gilt als Parasit. Parasiten verfolgen nicht das Ziel ihre Wirte zu töten, weil dies einem Suizid gleichkäme. Dies passiert eher ausversehen, weil die Bäume eh geschwächt sind. Es wäre also abzuklären, wie alt die Streuobstbestände, von denen berichtet wird, bereits sind. Handelt es sich um über 100 Jahre alte Apfelbäume, dann haben diese Bäume bereits ihr "Rentenalter" erreicht, da sie unter guten Bedingungen ca. 150 Jahre alt werden können. Streuobstbestände zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Bäume unterschiedlichen Alters haben. 

Blick auf die Misteln

Der Mensch sieht sich als hierarchisch höchstes Wesen an, welches die Natur einerseits beherrscht und andererseits die Natur auch beherrschen WILL. Dies geht soweit, dass er denkt, er muss die Natur vor der Natur selbst schützen. Bekämpft also die Natur (die Mistel) die Natur (den Baum), dann wird nach Lösungen gesucht. Diese Herangehensweise ist falsch. Der Mensch muss die Natur nicht vor der Natur bewahren oder retten. Das schafft die Natur auch ohne den Menschen. Wir gehen ja auch nicht nach Afrika, sperren alle Löwen in Käfige ein und füttern sie mit veganem Fleischersatz. Die Natur DARF die Natur bekämpfen und die Menschen müssen das aushalten (lernen). Somit sollten wir bei den Misteln niemals von einer "Plage" reden oder von einer "Gefahr". Wer Streuobstbestände pflegt, muss nun keine Ängste haben, dass seine ganzen Bestände jetzt von Misteln vernichtet werden. 

Misteln werden für viel Geld auf Weihnachtsmärkten verkauft. Da kostet ein einzelner Zweig gerne fünf bis zehn Euro. Warum nicht die Misteln verkaufen und sich damit Geld verdienen? Dieses saisonale Weihnachtsgeschäft könnte das Erntegeschäft von Obst im Sommer und im Herbst ergänzen. Es ist alles nur eine Frage der Ansicht. 

Bekämpfung

Eine Bekämpfung von Misteln ist nur dann notwendig, wenn es um finanzielle Einbußen geht. Beispiel: Lebt jemand von dem Verkauf von Obst, ist also finanziell davon abhängig und verfolgt das Ziel soviel Ernte-Erträge wie möglich zu haben, dann kann eine Bekämpfung der Mistel erfolgen (oder man sucht nach Alternativen). Die Bekämpfung ist äußerst einfach: Im Winter, wenn die Obstbäume beschnitten werden (meist Januar oder Februar), werden die Misteln einfach am Stamm abgebrochen. Danach treibt die Mistel neu aus, bildet aber in diesem Jahr noch keine Beeren und kann sich somit nicht auf andere Bäume ausbreiten. Dieser Vorgang muss jährlich wiederholt werden und wird die Mistel stark schwächen. Ein Zurückschneiden ins Holz, wie es oftmals empfohlen wird, schwächt den Baum vermutlich genauso stark, wie der Mistelbefall selbst. Zumal dem Baum dann ein Ast fehlt, der mit Obst abgeerntet werden könnte. 

Handelt es sich jedoch um eine Streuobstwiese, die ein Verein unterhält, um Artenschutz zu betreiben und dem es nicht so wichtig ist, wieviele Kilogramm Obst er jedes Jahr verkauft, dann ist die Bekämpfung unangebracht. Wird nämlich eine Streuobstwiese aus Artenschutzgründen angelegt, dann gehört die Mistel zum Artenerhalt dazu und sollte damit auch nicht bekämpft werden. Die Mistel ist ja nicht nur eine Art, sondern sie unterhält viele weitere Arten: die Vögel ernähren sich von ihren Beeren im Winter (während Obstbäume keine Nahrung mehr bieten) und die Insekten profitieren von ihrem Nektar. Zahlreiche Insektenarten, darunter eine Rüsselkäferart: der Mistel-Spitzmausrüssler, sind ausschließlich von Misteln abhängig und können daher in der Biodiversität der Misteln dazugerechnet werden. 

Zukunft

Die Natur ist nicht statisch. Wenn Obstbäume ständig und immer wieder von Misteln befallen werden, werden sie sich über die nächsten Jahrhunderte diesbezüglich etwas einfallen lassen. So sind bereits heute europäische Eichen und Rotbuchen "mistelfest" und können von diesen nicht befallen werden. Auch Birnen lassen sich nicht so gut von ihnen parasitieren, so dass bei Streuobstwiesen, die stark von Misteln befallen sind, vermehrt Birnenbäume zum Einsatz kommen könnten, um den Arbeitsaufwand des Mistelentfernens im Winter zu reduzieren.

5. Mai 2022

Kurzbericht vom Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr in Gosen-Neu Zittau

Autoreifen auf dem Spielplatz werden abgeschafft.
(Foto: Anja Grabs)


Waschbär im alten Gebäude der Kita Neu Zittau sorgt für Bauschäden und Gestank: Gemeinde wird sich darum kümmern.

Heimatmuseum in Neu Zittau weiterhin in desolatem Zustand: Geld für Sanierung ist da. Gemeinde kümmert sich.

Das Naturschutzgebiet Gosener Wiesen ist von Umweltverschmutzung betroffen. Verpackungsmüll von Baumaßnahmen und sonstiger Plastikmüll fliegt mit dem Wind im Bereich der Siedlung beim Fußballplatz in Gosen in das Naturschutzgebiet. Dazu kommen Zigarettenkippen, die dort überall rumliegen.

Am 24.5.22 findet ein Online Seminar zu Kinder- und Jugendbeteiligung statt.

29.6.22 um 19 Uhr findet eine Infoveranstaltung im Gemeindesaal Gosen statt: Umland im Dialog: BER Dialogforum: Emissionen, Lärmschutz etc. / Gäste sind willkommen.

Antrag der Gemeinde Gosen- Neu Zittau für Tempo 30 der ortsdurchführenden L 30 und L 39 vom Ortseingang Gosen aus Richtung Berlin-Müggelheim bis zum Ortsausgang Neu Zittau in Richtung Ortsausgang Erkner (ausgenommen ist die Strecke zwischen Gosen und Neu Zittau: dort befindet sich ein gesicherter Radweg).

Antrag der Gemeinde Gosen –Neu Zittau zur Herstellung eines sicheren Überweges im Bereich der L 39 Am Müggelpark in Höhe des Sportplatzes SV Müggelpark Gosen e.V. und der Hausnummer 9B in Richtung Einmündung Eichenweg sowie im Bereich des neu errichteten Wohngebietes auf Höhe des Autohauses” König”. Beantragt wird eine Bedarfsampel (beim Kappweg) sowie ein Fußgängerschutzweg (auf der Höhe des Autohauses „König“).

Spielplatz in Gosen:
Konzept wird erarbeitet und in einer der nächsten Gemeindevertretersitzungen beschlossen.
- alle Altersstufen sollen bedient werden (davon profitieren vor allem Familien mit mehreren Kindern)
- Idee: Seilrutsche wird um 90 Grad gedreht (frühestens im Herbst 2022), dann könnte dort ein eingezäunter Bereich zum Bolzen und Volleyball entstehen (Basketballkörbe kann man jederzeit nachrüsten), der abends bis 20 Uhr auch beleuchtet wird. Für die Finanzierung sind Sponsoring und Fördermittel angedacht.
- Autoreifen an kleiner Rutsche und Seilrutsche sollen abgeschafft werden (aufgrund von Unfallgefahr, Bodenverschmutzung und Ästhetik)

Paasche AG will den Spielplatz am Bergpark vergrößern.

Hinweis an Raucher*innen: Zigarettenkippen sind nicht biologisch abbaubar und haben daher nichts in der Natur zu suchen. Sie belasten den Boden und unser Grundwasser. Eine einzelne Kippe kann bis zu 60 Liter Grundwasser verunreinigen und das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen. Bitte gehen Sie verantwortungsbewusst mit unserer Natur um. Als Lösung bieten sich beispielsweise Taschenaschenbecher an.

Ortsränder von Gosen sind von Umweltverschmutzung betroffen (Naturschutzgebiet Gosener Wiesen an der Siedlung am Fußballplatz, hinter Aldi und Autowaschanlage sowie Naturschutzgebiet Wernsdorfer See). Ehrenamtliche Anwohner*innen sammeln bei Arbeitseinsätzen und auch immer wieder individuell Müll ein. Vielen Dank dafür!

Baumschutz in Gosen-Neu Zittau: Ideen für Baumpflanzungen werden laufend gesammelt. Bitte Vorschläge über das Kontaktformular an mich senden. Vielen Dank!