28. Dezember 2019

Wie ist es ökologisch zu bewerten, dass in der Grünheider Teslafabrik das Model Y produziert werden soll?

Tesla Model Y
Tesla Model Y
(Foto: Daniel Cardenas)
Tesla Model Y Heckansicht
(Foto: Daniel Cardenas)

Diskussionspapier von Ralf Schmilewski (21.12.2019)

Thema 
Oft wird insbesondere von Seiten von Umweltschützern kritisiert, dass Tesla in Grünheide SUVs (Sport Urban Vehicle) produzieren wird. Zumindest SUV-Verbrennungsautos gelten als umweltschädlich. 

Warum werden SUVs kritisiert? 
SUVs sind höher gebaut als herkömmliche Autos. Dadurch sind sie schwerer, haben eine größere Stirnfläche, einen höheren Windwiderstand und folglich einen höheren Verbrauch. Bei hohen Geschwindigkeiten wird der Verbrauch eines Autos hauptsächlich vom Windwiderstand bestimmt, deshalb ist es besonders problematisch, dass SUVs Spitzengeschwindigkeiten von 250 km/h und mehr erreichen und dass diese Fahrleistung auch genutzt wird (1)(2). SUVs haben in der Regel einen größeren Bedarf an Parkraum, warum sie als Stadtauto eher ungeeignet sind. Aufgrund ihrer Größe sind sie unübersichtlicher, erfordern sie ein höheres fahrerisches Können und tragen in der Stadt ein größeres Unfallrisiko. Gleichzeitig liefern sie im Vergleich zu herkömmlichen PKW wenig zusätzlichen Gebrauchswert. Es können oft nicht mehr Personen/Gepäckstücke als mit herkömmlichen Autos mit ihnen transportiert werden. (3)(4) Daraus könnte man ableiten, sie werden lediglich gekauft, weil sie in Mode sind und mehr Eindruck machen. Große Autos gab es schon vor den SUVs. Besonders in alternativen und auch ökologischen Szenen sind Kleinbusse beliebt, in denen man schlafen kann und die dadurch einen spontanen Lebensstil unterstützen. Familien fahren gerne Großraumlimousinen der „Sharan“-Klasse, weil damit auch der Kinderwagen und viel Gepäck transportiert werden kann. Im Gegensatz zu den SUVs steht bei diesen großen Autos bei der Anschaffung der erhöhte Gebrauchswert im Vordergrund. Gleichzeitig sind diese Autos ursprünglich mit weniger Leistung ausgestattet, so dass sie einen moderaten Verbrauch pro transportiertem kg bzw. pro transportierter Person haben. Neue Turbodiesel-Kleinbusse mit 250 km/h Spitze widersprechen diesem Grundsatz zunehmend. Ein Bully dagegen, der mit 9 Personen besetzt mit 90 km/h auf der Autobahn fährt, ist sehr energieeffizient.

Die Teslafabrik und das Model Y 
Mit der Entscheidung hauptsächlich das Model Y in der Grünheider Fabrik zu bauen, reagiert Tesla auf das Kaufverhalten der europäischen Bevölkerung, die aktuell sehr stark SUVs und auch PKW mit großem Raumangebot nachfragen. Damit sich Elektromobilität durchsetzt, muss Tesla ein Auto bauen, dass sich gegen die Verbrenner-Konkurrenz durchsetzt. Die Alternative zum Model Y ist folglich nicht das Model 3 oder der Elektro-Smart sondern z. B. der BMW X3 oder der VW Sharan. Jeder elektrische Neuwagen, der einen Verbrenner verdrängt, reduziert die CO2- und Schadstoffbelastung und sorgt für eine effizientere Energienutzung (5). 

Da das Model Y noch nicht ausgeliefert wurde, sind aktuell leider insbesondere noch keine Erfahrungswerte (wichtiger als theoretische und ggf. manipulierte Werte) bekannt. Anhand der Angaben kann man aber schon einige Aussagen treffen: 

Das Model Y ist ein Kompakt-SUV. Es liefert 7 Sitzplätze auf einer Fläche von 8,8 qm (6) und ist damit kleiner als z. B. ein Sharan der 7 Plätze auf 9,2 qm Fläche (7) bietet. Ein klassischer SUV (z. B. der Porsche Cayenne) hat einen ähnlichen Flächenbedarf (9,2 qm) (8) wie ein Sharan dabei aber nur 4 Sitze. Das ist natürlich Verschwendung. Beim Flächenverbrauch pro Person/Transportraum ist das Model Y also sehr effizient.

Tesla optimiert alle seine Autos auf den CW-Wert. Das ist der Luftwiderstand pro Stirnfläche. Die Kombination von beidem, bestimmt den Verbrauch bei schneller Fahrt. Das Model Y soll den selben sehr guten CW-Wert (0,23) wie das Model 3 (6) haben. Der Sharan hat mit 0,29 einen erheblich schlechteren Wert. (9). Zusätzlich hat er eine größere Stirnfläche (Sharan: 3,3 qm zu Model Y: 3 qm). Diese Vorteile des Model Y zeigen sich am Ende im Verbrauch, der beim Model Y wahrscheinlich vergleichbar mit dem des Model 3 sein wird. Dieser wiederum gilt aktuell als effizientestes verfügbares Mittelklassefahrzeug. Das das Model Y ähnlich effizient sein wird, kann man aus der von Tesla angegebenen Reichweite des Model Y schließen. Das Gewicht spielt wegen der heutzutage sehr effizienten Rekuperation von Elektroautos eine immer kleinere Rolle. Darüber hinaus ist es Tesla gelungen bei Model Y das Gewicht durch eine erhebliche Verkürzung der elektrischen Leitungen zu senken, so dass es kaum größer sein wird als beim Model 3. 

Das Model Y mit einem SUV zu vergleichen ist aus meiner Sicht unfair. Vielmehr sollte man es mit einer Familien-Großraumlimousine vergleichen. Bei diesem Vergleich schneidet das Model Y hervorragend hinsichtlich Raumangebot, Energie- und Flächenverbrauch ab. Das Model Y richtet sich nicht an Käufer*innen, die sich aufgrund von Status für ein SUV interessieren – diese würden eher ein Model X oder S kaufen. 

Zum Preis
Das Model Y ist – wie alle Tesla-Autos – kein Auto für kleine Einkommen. Aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, dass Menschen beim Autokauf ökonomisch denken müssen und sich nur so viel Auto kaufen, wie sie auch wirklich brauchen. Die kleineren Tesla Alternativen von Smart, Opel (Corsa), Peugeot, VW (Up) und Skoda (Mii) gibt es bereits. Sie enthalten Technik, die von Tesla-Autos abgeguckt wurde. 

Ohne Tesla würde es diese leistungsfähigen elektrischen Kleinwagen gar nicht geben. Tesla ist darüber hinaus Technologieführer beim Thema autonomes Fahren. Diese Technologie wird zukünftig flächendeckendes Carsharing und damit eine Reduzierung der Anzahl der PKW ermöglichen. Gleichzeitig wird es dadurch auch für kleinere Einkommen erschwinglich werden, sich bei Bedarf auch große PKW mit hohen Reichweiten zu mieten. Somit wir flächendeckendes Carsharing einen Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit leisten.

Nachhaltigkeit 
Für mich immer die wichtigste Frage: Ist das Model Y nachhaltig? Aus meiner Sicht weitgehend ja – allerdings besteht noch Entwicklungsbedarf. Ein Großteil der verbauten Materialien kommt aktuell schon aus dem Recycling bzw. ist recyclingfähig (auch die Batterien). Der Energiebedarf zur Herstellung und die Antriebsenergie könnte mit vertretbarem Ausbau von Windkraft und Photovoltaik erneuerbar gedeckt werden. Größte Schwierigkeit beim Energiebedarf ist die Stahlproduktion. Ungelöst sind auch die ökologischen Probleme durch den Abrieb der Reifen (Mikroplastik). Die verbleibenden Probleme halte ich aber für lösbar. 

Verschwendung 
Letzter Punkt: Natürlich wird es Fälle geben, in denen Menschen die hohe Leistung der Tesla-Autos zum Rasen missbrauchen – was dann wieder zu steigendem Energieverbrauch/-verschwendung führt. Dem stellen wir GRÜNEN die Forderung zur Einführung eines generellen Tempolimits entgegen.

Zum Autor
Ralf Schmilewski ist Verkehrs- und E-Mobilitätsexperte. Er lebt in Erkner und fährt selbst ein E-Auto. Zu erreichen ist er unter: ralf.schmilewski.gruene@gmx.de 

Quellen
(1) https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/6-BMW/37-3er.html?powerunit=2 
(2) https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/6-BMW/42-X3.html 
(3) https://de.automobiledimension.com/modelle/bmw/serie-3-2019 
(4) https://de.automobiledimension.com/modelle/bmw/x3-2017 
(5) https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-Auto/index.php 
(6) https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Model_Y 
(7) https://de.automobiledimension.com/modelle/volkswagen/sharan-2015 
(8) https://de.automobiledimension.com/modelle/porsche/cayenne-coupe-2019 
(9) https://www.autosieger.de/Der-neue-VW-Sharan-article20305.html

13. Dezember 2019

Tesla will Grundwasser abpumpen, obwohl Landkreis Oder-Spree ein Wasserproblem hat

Wasserretentionslandschaft nach Sepp Holzer in Portugal. 
(Foto: Simon du Vinage)

BEESKOW - In der gestrigen Sitzung der Arbeitsgruppe "Nachhaltige Entwicklung der Raum- und Siedlungsstruktur, Landwirtschaft, Klimaschutz und Energie", kam seitens der Verwaltung die Aussage, dass der Landkreis ein Wasserproblem hat und das Wasser immer weniger wird. Es wurden viele Sölle renaturiert, wovon allerdings in diesem Jahr viele davon trocken gefallen sind. Das wichtigste Ziel ist es, das Wasser in einem Gebiet zu halten.

Weltweit gibt es ca. 3 % Moorflächen. Deutschland verfügt über 4,2 % Moorflächen und vor 100 Jahren gab es in Brandenburg sogar 9 % Moorflächen. Durch die Melioration in der Landwirtschaft, existieren diese Moore nun nicht mehr, könnten aber teilweise wieder mit einfachen Maßnahmen renaturiert werden, wenn die Landwirte Interesse an einer naturverträglichen Landwirtschaft hätten. Finanzielle Verluste müssen sie dabei nicht machen, es geht um ein Miteinander und nicht um ein Gegeneinander mit der Umweltbehörde.

Die Verwaltung ist weiterhin auf der Suche nach Entsiegelungsflächen und wird diesbezüglich demnächst direkt auf die Kommunen zugehen. Wenn eine Fläche versiegelt wird, ist es immer die höchste Priorität eine Realkompensation durchzuführen. Bei einer Realkompensation wird eine andere Fläche dafür entsiegelt. 

Am sinnvollsten ist es, wenn Gemeinden Flächenpools anlegen, die ein Planungsbüro für sie anfertigen kann.

Um Wasser zu schützen, ist es auch wichtig, sich über Wasserretentionslandschaften Gedanken zu machen. Damit meine ich nicht die Verlegung von Deichen bzw. Vergrößerung von Überschwemmungsgebieten sondern die Neuanlage von Wasserlandschaften (nach Sepp Holzer). Auf meine Nachfrage, hat sich die Verwaltung bisher mit diesem Thema noch nicht auseinandersgesetzt. Ich denke da vor allem an abgebrannte Wälder, die statt Aufforstung auch in Wasserretentionslandschaften umgewandelt werden könnten, um das gesamte Gebiet aufzuwerten. Kiefern sollten generell als Nachpflanzungen tabu sein. Sie benötigen extrem viel Wasser und schaden dem Grundwasserhaushalt.

Weiterhin frage ich mich, in welchem Gebiet Tesla das Grundwasser abpumpen will. Zwei Drittel der Tesla-Fläche sind Trinkwasserschutzgebiet. Soll das Grundwasser in diesem hochsensiblen Gebiet abgepumpt werden, bleibt die Frage, wie groß die Akzeptanz in der Bevölkerung für Trinkwasserschutzgebiete in Zukunft sein wird und für welchen Preis (gerechnet in Anzahl der Angestellten) man bereit ist, die Natur auszubeuten. 

Anstatt immer nur über Aufforstungen als Kompensation von Tesla zu reden, wäre es noch sinnvoller, sich über die Neuanlage einer Wasserretentionslandschaft im Landkreis Oder-Spree Gedanken zu machen - in Anbetracht der riesigen Menge, die Tesla rund um die Uhr an Grundwasser abpumpen will. Dieser Raubbau am Grundwasser ist der Grund, warum es viele Flüsse weltweit nicht mehr ins Meer schaffen und gehört zu einem bisher unterschätzten Grund des Meeresspiegelanstieges.

Zum Weiterlesen:
Wo die Flüsse nicht ins Meer fließen

7. Dezember 2019

Tesla: GRÜNE fordern Trinkwasserschutz und gute ÖPNV-Anbindungen

Die Kreistagssitzung am 4. Dezember 2019 dauerte fünf Stunden mit zwei jeweils dreiminüten Pausen.
Die Bündnisgrünen: o.r.: Carolin Hilschenz, u.r.: Anja Grabs, o.l.: Oliver Schink, u.r.: Erdmute Scheufele. Der fünfte Bündnisgrüne Oliver Heisel sitzt im Präsidium.

Wirtschaftsminister Steinbach (SPD) war am 4. Dezember im Kreistag in Beeskow zu Gast, wo er sich den Fragen der Abgeordneten stellte und andeutete, dass der Landesentwicklungsplan (LEP HR) in der Region um Grünheide aufgemacht werden sollte, damit Kommunen zusätzliches Bauland für die ArbeitnehmerInnen von Tesla ausweisen können.
Für die Bündnisgrünen machte Anja Grabs deutlich, dass sie sich um das Trinkwasser in der Region Sorgen macht. „Das Fabriksgelände befindet sich in einem Trinkwasserschutzgebiet. Können Sie die Qualität des Trinkwassers gewährleisten?“, fragte sie den Minister. Der machte deutlich, dass Tesla ein `stinknormales` Genehmigungsverfahren zu untergehen hat, genauso wie andere Firmen, die sich im Land ansiedeln wollen.
Der Minister sprach auch über eine wünschenswerte Verlängerung der S-Bahn ab Erkner, Richtung Grünheide und eine höhere Taktung der Bahn aus Berlin Richtung Frankfurt/Oder. Der Landkreis hat mittlerweile eine eigene Arbeitsgruppe für Tesla installiert, die momentan auf die ersten Unterlagen des amerikanischen Unternehmens wartet. Diese sollten so schnell wie möglich geprüft werden können, damit sichergestellt werden kann, dass schon ab dem Frühling gebaut werden kann. Tesla hat vor, bis zu 8.000 Arbeitsstellen im Elektromobilitätssektor in Brandenburg und Berlin zu schaffen.

30. November 2019

Richtspruch zum Neubau der Kita Schlumpfenland in Gosen im November 2019

Bürgermeister Schwedowski mit Zimmermann, der den Richtspruch verlas.

"Ich wünsche diesem Gebäude, dieser Kita in Gosen, dass sie mindestens 100 Jahre besteht." - Bürgermeister Thomas Schwedowski

Vom Grund bis zum Fürste steht,
der Kita-Neubau, wie Ihr seht.
Der Maurer wie der Zimmermann
mit Stolz ihn nun betrachten kann.
Im Rechten Winkel und im Lot
mit Pfosten, Balken, Wand und Schlot.
Und selbst das Dach ist so gefügt,
dass es dem Schönheitssinn genügt.
Verbunden und verzapft sind auch,
die Balken, nach des Handwerks Brauch.
Und darum wird dem Dache jetzt,
der Baum, als Krone aufgesetzt. 

Wir stehen in des Himmels Schuld, 
weil er den Bau geschützt mit Huld.
Gefahren von uns abgewandt,
als wir daran gelegt die Hand.
Er wolle ihn auch ferner schützen,
vor Wassernöten, Sturm und Blitzen.
Und was ihm sonst noch schaden kann,
so wünsche ich als Zimmermann.

Den Kindern werde Glück und Heil,
mit den Bauherren stets zuteil.
Gesundheit, Heiterkeit und Frieden,
sei ihnen immerdar beschieden.

Den Herren, die den Bau geleitet
und alle, die dazu vorbereitet,
die uns beschäftigt und erklärt,
sei jetzt mein erstes Glas verehrt.
Sie sollen leben, hoch, hoch, hoch.

Das Leben ferne die den Kranz,
gebunden zu des Festes Glanz
und ihn mit bunten Band geziert,
wofür auch ihnen Dank gebührt.

Hoch lebe jeder Baugeselle,
der tätig war an dieser Stelle.
Mit Segel, Beil und Winkelmaß,
ihnen gilt mein Spruch und dieses Glas.
Die Gesellen sollen leben,
hoch, hoch, hoch.

Der letzte Schluck, er gilt der Ehre,
des Handwerks, dem ich angehöre.
Das Glas zersplittere im Grund,
geweiht sei dieses Haus zur Stund`.

27. November 2019

Artenschutz egal wegen Tesla? Thema: Straßenbau

Die Seidenbiene Colletes marginatus ist eine Rote Liste Art und kommt in den Gosener Wiesen vor. Das Naturschutzgebiet Gosener Wiesen ist deutschlandweit herausragend in seiner hohen Artenvielfalt der Wildbienen.
(Foto: Anja Grabs)

Im gestrigen Ausschuss für Bau, Umwelt und Verkehr der Gemeinde Gosen-Neu Zittau kam der Vorschlag, eine Straße durch das Naturschutzgebiet Gosener Wiesen zu bauen, um die Verbindung zwischen Gosen und Köpenick abzukürzen. 

Die Debatten zur Infrastruktur bezüglich Tesla haben gerade erst begonnen. Teilweise werden dafür auch solche alten Ideen aus Schubladen hervorgeholt, die nun Chancen auf Fördermittel haben. Ich bekomme waghalsige bemalte Karten, wie man nun die Straßen hier miteinander verbinden könnte, um den potentiellen Verkehr zu entlasten. 

Bisher haben noch keine Genehmigungsverfahren für Tesla begonnen. Es wurde noch kein Baum im potentiellen Tesla Gebiet gefällt. Wann der erste Spatenstich erfolgt, steht in den Sternen. Es ist noch völlig offen, wie Tesla selbst die Infrastruktur nutzen möchte. Alle Verkehrsmittel stehen dafür zur Verfügung: Schiene, Autobahn und selbst der Flughafen sind nicht weit entfernt. 

Zurück zur Idee eine Straße durch das Naturschutzgebiet Gosener Wiesen zu bauen. Es gibt de facto nie Stau zwischen Gosen und Müggelheim. Gosen verfügt bereits über eine Umgehungsstraße östlich vom Müggelpark. 

Der Verkehr ist zu Stoßzeiten besonders angespannt zwischen Erkner und Neu Zittau. Für wenige Minuten auch zwischen Gosen und Neu Zittau, aufgrund der Ampel an der Hauptkreuzung in Neu Zittau, die den Verkehr aus allen Richtungen ausbremst. Seitdem die Salvador-Allende-Brücke wieder genutzt werden kann, hat sich die Verkehrslage in Neu Zittau allerdings deutlich entspannt. Die Lösung die Einbahnstraße in der Petersstraße in Neu Zittau aufzuheben, um den Verkehr zwischen Wernsdorf und Gosen zu entlasten, fand in dem Ausschuss keinen Zuspruch.

Für Tesla wird es auch Alternativen zum Straßenbau geben. Das Unternehmen könnte eigene Shuttlebusse zwischen dem Bahnhof Erkner und der Teslafabrik sowie dem Bahnhof Fangschleuse und Tesla, einsetzen.

Das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet in Berlin, die Gosener Wiesen, überhaupt in Betracht zu ziehen, um dort eine Straße zu bauen, ist weit von jeglicher Vernunft. Naturschutzgebiete sollten selbstverständlich tabu sein. 

Die Fragen zur Infrastruktur lassen sich nicht alleine durch Straßenbau lösen. Kreativität ist hier gefragt und Vorschläge dafür müssen auch von Tesla selbst kommen.

24. November 2019

Besuch im potentiellen Tesla Gebiet

Ich habe mir das potentielle Tesla Gebiet zwischen dem Bahnhof Fangschleuse und der Autobahnabfahrt Freienbrink angesehen. Die Kiefernmonokulturen sind auf den ersten Blick noch weniger erhaltenswürdig, wie ich gedacht hätte. Sie sind nicht zu vergleichen mit den Berliner Forsten, wo der Mischwald optisch bereits sehr dominant ist. Hier gibt es vereinzelte wenige Laubarten, die aufgrund des jungen Alters noch nicht erhaltenswert sind. Außerdem gibt es auch künstlich angelegte Laubbaumanpflanzungen (vor allem Eiche) zwischen einzelnen Kiefernbeständen, die sich noch in einem sehr jungem Stadium befinden.

Kiefernmonokulturen im potentiellen Tesla Gebiet.

Die Infrastruktur vor Ort hat einiges zu bieten. Hier gibt es die Autobahnabfahrten Erkner und Freienbrink. Dazu kommt der Bahnhof Fangschleuse. Es sollen weit über 1.000 Fahrzeuge pro Tag hergestellt werden. Der Abtransport wird eine der größten Herausforderungen darstellen und der Fokus sollte hier auf die Schiene gelegt werden.

Woran Tesla vermutlich nicht gedacht hat, ist das Trinkwasserschutzgebiet, das auf dem Gelände liegt. Dort kann man eventuell Parkhäuser errichten. Ob man Fertigungshallen für den Fahrzeugbau über dem Trinkwasserschutzgebiet errichten darf, halte ich für fragwürdig.

Riesige Flächen sollen für die Parkplätze der Angestellten herhalten. Mir ist bisher nicht ersichtlich, ob es sich um freie Flächen handelt oder um Parkhäuser. Aus meiner Sicht wäre die Errichtung von Parkhäusern das Mittel der Wahl, um die zu versiegelnden Flächen kleiner zu halten. Diese Parkhäuser könnten zudem mit Photovoltaik ausgestattet werden. 

Mehrere Hundert Kubikmeter Wasser benötigt Tesla für den Autobau pro Stunde, rund um die Uhr. Es bleibt die Frage, ob die Grundwassergewinnung in dem Trinkwasserschutzgebiet überhaupt möglich ist. Nicht das ganze Gebiet befindet sich im Trinkwasserschutzbereich. Ein Umdenken seitens Teslas bezüglich der genauen Standorte der Fertigungshallen und eine Flexibilität sollten hier zu einer Lösung führen. 

Brücke über die A10.
Diese Brücke über die A10 bietet den einzigen Biotopverbund weit und breit für Wildtiere. Sie führt direkt in das potentielle Tesla-Gebiet. Daher wird es eine der wichtigsten Aufgaben sein, hier einen Ausgleich, z.B. nördlich vom Tesla-Gebiet, durch einen weiteren Brückenbau, zu schaffen. 

Grundsätzlich ist niemand, weder BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, noch die Naturschutzverbände gegen die Ansiedlung von Tesla. Derzeit gibt es auch noch keine Anzeichen von einer Gründung einer Bürgerinitiative. Dies hat zwei Gründe: Einerseits ist Tesla weltweit der Anführer der E-Mobilität und stößt damit auf große Zustimmung. Andererseits hat Tesla angekündigt, die dreifache Fläche der zu versiegelnden Fläche wieder an geeigneter Stelle aufzuforsten. Somit handelt es sich langfristig gesehen, um einen Gewinn für den Natur- und Artenschutz. 

Die Geschwindigkeit jedoch, in der das Tesla Projekt umgesetzt werden soll, könnte zwischen der deutschen Bürokratie und der amerikanischen Mentalität zu Konflikten führen, bei der beide Seiten gefragt sind, eine Flexibilität zu zeigen. Alleine die Beantragung von Fördergeldern, hier vermutlich auch auf EU-Ebene, dauert Monate. 

20. November 2019

Bündnisgrüne fordern einmalige Mahd an Radwegen

Böschungen sind oftmals mehrere Meter breit
(Bild: Sascha Pöschl)


Die Fraktionschefin der Bündnisgrünen in LOS, Anja Grabs, regt ein Pilotprojekt für Blühwiesen entlang Radwegen im Kreis an. Während der Sitzung des Kreisumweltausschusses am 13. November in Beeskow erteilte Grabs dem Amt für Straßenaufsicht den Auftrag, sich über ein Pilotprojekt Gedanken zu machen, die jährlich einmalige Mahd an einem Radweg durchzuführen, um die Artenvielfalt zu erhöhen. „Die Debatte, um die potentiell entstehende Mannshohe Wiese, die Wildtiere verdeckt, könnte dadurch beendet werden. Es geht im Landkreis um riesige Flächen, die kosteneinsparend für den Artenschutz zur Verfügung stehen.“
Grabs` Vorschlag war eine Debatte über den Sinn der Mahd entlang Kreisstraßen vorausgegangen. Laut Kreisverwaltung wurde die Mahd im vergangenen Jahr von zwei auf drei erhöht und hat dazu geführt, dass die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis von 114 in 2017 auf 91 im vergangenen Jahr gesunken ist. Grabs zweifelte den direkten Zusammenhang an. „Mehr Unfälle ausschließlich auf die Zahl der Mahd zu schieben halte ich für gewagt, zumal es im vergangenen Jahr sehr trocken war und die Pflanzen und Gräser überhaupt nicht so hoch gewachsen waren.“
Grundsätzlich stimmte Frau Schulz von der UNB mit einer Optimierung der Mahd überein. „Auch uns sind Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen sehr wichtig.“

17. November 2019

Giga-Fabrik verdrängt Nadelbäume in Grünheide

Elon Musk, 2015
(Foto: Steve Jurvetson)

ERKNER – „Grundsätzlich begrüßen wir die Pläne von Tesla, um in Freienbrink eine Fabrik für E-Wagen zu bauen. Wir sehen die E-Mobility als eine der Zukunftstechnologien im Mobilitätsbereich, obwohl es perspektivisch unser Ziel ist, den Individualverkehr massiv abzubauen. Aber die Fabrik wird mit bis zu 10.000 Arbeitnehmerinnen voraussichtlich mehr Arbeitsplätze als in der ganzen Braunkohle-Industrie in der Lausitz bringen. Darüber freuen wir uns“, meint die Fraktionschefin der Grünen im Kreistag, Anja Grabs. 

Auch Kreissprecher Stefan Brandes freut sich auf Tesla. „Wir bewerten die Investition aus mehreren Gründen positiv. Sie schafft eine große Zahl sauberer Arbeitsplätze für qualifizierte Menschen in einer strukturschwachen Region. Das ist eine gute Nachricht für die ganze Region, von Berlin bis Polen. Tesla möchte bei der Produktion offensichtlich Ökostrom nutzen und hat sich auch deshalb für Brandenburg entschieden, eine weitere gute Nachricht. Und die dritte ist, dass es in Freienbrink unweit des geplanten Geländes schon einen Schienenanschluss gibt, der nicht nur für die Arbeitskräfte, sondern auch für den Transport von Teilen und fertigen Fahrzeugen genutzt werden kann. Wir wünschen uns, dass das auch passiert. Hier ist auch die Landespolitik gefragt: Schon jetzt ist der RE1 rappelvoll. Wir fordern deswegen massive Verbesserungen der Taktung des ÖPNV in der Region und den Anschluss des Werks an das Schienennetz für den Güterverkehr. Auch eine Verlängerung der S-Bahn-Strecke ab Erkner sollte nicht ausgeschlossen werden.“ 

Tesla plant wohl nicht nur mit Arbeitnehmerinnen aus Deutschland, sondern auch aus dem nahgelegenen Polen. Brandes dazu: „Eine hervorragende Möglichkeit, die Grenzregion noch näher zusammen zu bringen! Aber auch hier gilt: die Zugtaktung Richtung Frankfurt/Oder muss verbessert werden.“ 

13. November 2019

Kreistagsfraktion legt Prioritäten für 2020 fest

v.l.n.r. Carolin Hilschenz, Christina Kampf (sachk. Einwohnerin), Erdmute Scheufele, Oliver Heisel und Anja Grabs
Anja Grabs


Erkner – Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum, Stärkung von Bus, Bahn und Radwegen, Bekämpfung von Müll und Klimakrise, Schutz der Biodiversität: die Liste der Aufgaben, die sich die bündnisgrüne Kreistagsfraktion für 2020 gestellt hat, ist reich an Inhalten.

„Im Raum Eisenhüttenstadt gibt es keinen Hausarzt oder Kinderarzt, der freie Kapazitäten hat. In den nächsten Jahren werden mehrere Ärzte in der Region in Rente gehen. Keiner weiß, wie es weitergehen soll. Da müssen wir Alternativen anbieten, wie zum Beispiel mobile Arztpraxen, so wie diese schon in Hessen funktionieren“, meint Kreistagsabgeordnete Carolin Hilschenz aus Ratzdorf. Hilschenz ist u.a. Mitglied im Kreisausschuss für ländliche Entwicklung.

Der Ärzte-Mangel war nur einer von vielen politischen Themen, die die Kreistagsfraktion der Bündnisgrünen am vergangenen Samstag während einer Klausurtagung in Erkner besprachen. Die Fraktion machte sich auch Gedanken über die Müllberge im Land. Erdmute Scheufele, Mitglied im KWU-Ausschuss, wünscht sich eine Überarbeitung der Müllgebührensatzung. Scheufele: „Es geht einerseits darum, durch gerechtere Müllgebühren die Bürger dazu zu ermuntern, weniger Müll zu produzieren. Andererseits sollten eventuell höhere Müllgebühren aber nicht dazu führen, dass Müll einfach illegal im Wald entsorgt wird, so wie jetzt noch oft der Fall ist.“ Scheufele regt eine Veranstaltung mit Bürgerbeteiligung gemeinsam mit dem KWU an, um das Thema weiter zu diskutieren und mehr Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen
Der stellvertretende Vorsitzende des Kreistages, Oliver Heisel, macht sich ebenfalls Gedanken über illegale Müllentsorgung, und zwar in Form von privaten Verbrennungsanlagen. „Ich erhalte regelmäßig Hinweise, dass immer mehr Menschen im ländlichen Raum sich Heizöfen genehmigen lassen, die dann dazu benutzt werden, aller Art von Müll illegal zu verheizen. Dagegen sollten wir aktiv werden."
Die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Kreis, Anja Grabs, schloss sich dem an. „Weniger Müll und mehr Biodiversität – das sind einige unserer Prioritäten“, meint Grabs, selbst Mitglied im Umweltausschuss. „Ich setze mich deswegen in meinem Ausschuss dafür ein, dass entlang den Landesstraßen nur dort gemäht wird, wo es zwingend erforderlich ist, damit wir die Biodiversität, insbesondere die Wildbienen, besser schützen.“
Insgesamt war Grabs mit der Klausurtagung sehr zufrieden. „Wir wollen nicht nur reagieren, sondern auch politisch gestalten. Deswegen haben wir vor, im kommenden Jahr mit eigenen Anträgen und Veranstaltungen im Bereich Müllverhinderung, Biodiversität und Entwicklung des ländlichen Raums präsent zu sein. Wir wollen auch Änderungen im Mobilitätsbereich: Einen Radschnellweg zwischen Fürstenwalde und Beeskow, ein Radwegekonzept, das nicht nur dem Tourismus dient und einen entsprechend gestalteten Nahverkehrsplan, Experimente mit Rufbussen, usw. Heute haben wir wichtige Fortschritte bei der Entwicklung unserer Ideen gemacht.“

1. November 2019

Die Frechheit der Bäume (Glosse up for grabs)

Autumn at IU
Auch Straßenbäume und Bäume in Parks benötigen ihr eigenes Laub als Langzeitdünger.
(Foto: StevenW.)


Im Herbst besitzen Bäume die unglaubliche Frechheit ihre Blätter abzuwerfen und die Menschen damit unnötig zu schikanieren, die sich nun genötigt fühlen nichts, aber auch gar nichts, zu unterlassen, um den Feind „das Laub“ zu beseitigen.

Denn das Statussymbol Garten erlebt nun seinen zweiten Höhepunkt im Jahr. Nachdem der englische Rasen auf deutschem Boden täglich gemäht wurde und jedes Kleeblatt, selbst wenn es vierblättrig war, per Pinzette entfernt und missmutig zerstört wurde, muss nach dem Feind „das Unkraut“ nun das Laub beseitigt werden. Je kleiner der Garten, desto größer erscheint jedes unerwünschte Laubblatt.

Es werden keine Kosten und Mühen gescheut, um nun Laubsäcke zu besorgen. Eine Urlaubswoche in den Herbst verlegt hilft den Gärtner nun, seine Arbeitswoche einzutauschen in eine Woche mit mindestens 50 Arbeitsstunden der Laubentsorgung. Die Gemeinden sind überfordert mit der Bestellung der Laubsäcke, denn wieviel Laub die Bäume jedes Jahr abwerfen und wieviele Säcke von den Bürgern abgeholt werden, ist nicht planbar. Und wie man Nachfrage im voraus plant, haben die Ostdeutschen mittlerweile verlernt (oder noch nie beherrscht). Bestellt die Gemeinde also Laubsäcke entweder zu spät oder gar nicht oder gehen ihr die Laubsäcke aus, ist das Drama bei den Bürgern vorprogrammiert. Bis in den ganzen Winter hinein wird sich nun aus den Gästereihen der Gemeindevertretersitzungen über die Laubsäcke aufgeregt. Und wann werden die vollen Säcke eigentlich abgeholt? Das sind alles Fragen, die immer wieder gestellt werden und somit zu den beliebten Dauerbrennern gehören.

Im demografischen Wandel passiert es immer wieder, dass der erfolgreiche Mittelstand aufs Land zieht, um seiner Karriere einen grünen Feierabend bieten zu können. Es kommt immer wieder vor, dass der neue Grundstücksbesitzer und Gartenneuling selbst jahrhundertealte Baumriesen illegal fällen lässt. Die Angst vor der Laub-Wildnis kann lähmend sein. Auf die Entsorgung von Laub hat Niemand Lust.

Aber Halt! Muss man denn Laub überhaupt entsorgen?

Seit über fünf Jahrzehnten versucht der Mensch die Natur zu beherrschen. Er bietet ihr die Stirn indem er alle natürlichen Abläufe unterbindet. Begleitet wird diese Unnatürlichkeit mit einer großen Angst vor Wildnis. Denn wenn das Laub in der Natur liegen bleibt, was passiert dann eigentlich? Die Folgen möchte man sich gar nicht erst ausmalen. Dafür hat man sich aber viele Erklärungen ausgedacht. Zum Beispiel dass es bestimmte Laubarten gibt „die nie verrotten.“ Den Satz „Laub vom Baum XY verrottet nie.“, habe ich schon sehr oft gehört. Dabei kann ich jedem Gärtner versichern, dass alle Laubarten verrotten. Es ist nur eine Frage der Zeit. Es kann ganz sicher ausgesagt werden, dass jedes Laub früher oder später verrottet. Zeit jedoch ist ein Luxus, den der Gärtner der Natur nicht einräumen will, deshalb besorgt er sich auch Schnellkompost und schnell wachsende Bäume.

Liebe Gärtner, fahren Sie im Herbst in den Urlaub! Lassen Sie das Laub liegen! Bäume und Sträucher brauchen es als Langzeitdünger! Laub zu beseitigen, um es dann mit gekauftem Rindenmulch zu ersetzen ist eine kostspielige Absurdität! Bäume können nur dann ihr Höchstalter erreichen, wenn ihr eigenes Laub an Ort und Stelle liegen bleibt! Seien Sie mutig, bieten Sie nicht der Natur die Stirn sondern leben Sie mit ihr und beobachten Sie den Kreislauf. Laub bietet Igeln und Insekten eine Möglichkeit der Überwinterung. Es stellt einen eigenen Lebensraum dar, der Nahrung für zahlreiche Mikroorganismen darstellt. Diese wandeln ihn in Humus um: Ein nährstoffreicher Bestandteil des Mutterbodens, der im Garten allseits beliebt ist. Wenn Ihre Angst vor bösen Nachbarsblicken dennoch überwiegt (denn die Angst als „fauler Gärtner“ abgestempelt zu werden, kann Einem schlaflose Nächte bereiten), dann greifen Sie trotzdem nicht zu Laubsäcken sondern verfrachten Sie das Laub unter die Hecke, wo es nun in Ruhe verrotten kann. Oder legen Sie einen Laubhaufen an (Besuch vom Igel nicht ausgeschlossen). Oder fügen Sie das Laub ihrem Kompost hinzu. Denken Sie daran: Früher oder später wird es verrotten. Geben Sie der Natur Zeit! Und geben Sie vor allem sich selbst im Herbst eine Auszeit!

Glosse up for what?

25. Oktober 2019

Gosen-Neu Zittau: Umweltausschuss fordert 20.000 Euro für Baumpflanzungen

Bildergebnis für gosen seestraße
Seestraße in Gosen. Aufgrund verfehlter Planung beim Straßenbau, existieren hier überhaupt keine Baumscheiben am Straßenrand, so dass es hier auf alle Zeit keine Straßenbäume geben wird. Läuft man hier im Sommer lang oder fährt mit Fahrrad, gibt es in der ganzen Straße keinen Schatten.
(Foto: www.booking.com)

blühende Vogelkirschen
Vogelkirschenallee in Deutschland
(Foto: Rainer Bäßler)


In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Verkehr habe ich den Vorschlag gemacht, in der Eichwalder Straße in Gosen, die 11 vorhandenen Baumscheiben mit Vogelkirsche (Prunus avium) zu bepflanzen. Die Vogelkirsche ist nicht zu verwechseln mit Vogelbeere oder mit unseren Kulturkirschen. Sie ist eine Wildart, die in Brandenburg unter der Kategorie 2, als stark gefährdet auf der Roten Liste der gefährdeten Baumarten steht. Derzeit wachsen in der Eichwalder Straße Sträucher, die regelmäßig beschnitten werden (sie sind ca. 1 Meter breit und 1,40 Meter hoch) und trotz immensen Pflegeaufwand kein ästhetisches Straßenbild abgeben und nicht die gewollten ökologischen Vorteile, wie Bäume, bieten. Diese Sträucher könnten mit Vogelkirschen ersetzt werden. Es würde sich dann um eine einseitige Baumreihe in der Straße handeln (vom Ortskern bis zur Kurve). Vogelkirschen blühen weiß, tragen dann sehr kleine Kirschen, die für uns Menschen relativ uninteressant sind (außer vielleicht für die Schnapsbrennung) und haben im Herbst eine wunderschöne feuerrote Herbstblattfärbung. Sie werden ca. 20 Meter groß.

Als erste GRÜNE aller Zeiten in der Gemeindevertretung bekam ich alle erdenklichen Gegenargumente, die man sich bei Bäumen einfallen lassen kann. Dabei ging es vor allem um Laub und Schatten. Schatten ist aus ökologischer Sicht für Menschen und Tiere etwas Positives. In unserer Gemeinde fehlt es fast überall an Schatten. Fahrradfahren im Sommer kann in der prallen Sonne zur Farce werden. 

Schatten wurde argumentativ aber als etwas Negatives dargestellt. Der Schatten könnte auf die anliegenden Häuser fallen und könnte eventuell so für Unbehagen bei den Anwohnern sorgen. Dieses Argument war mir vollkommen neu. Sind wir hier so naturfern geworden, dass Menschen Angst vor Baumschatten haben? Schon die deutsche Sprache verdeutlicht es: Bäume SPENDEN Schatten - Spenden ist ein durchweg positives Wort. Vogelkirschen tragen kein Laub in der kalten Jahreszeit, der Schattenwurf im Winter ist somit relativ schwach. Im Sommer, werfen die Bäume natürlich einen Schatten, also genau dann, wenn Schatten dringend benötigt wird.

Die Liste der positiven Eigenschaften von Bäumen ist so lang. Sie reduzieren Feinstaub, produzieren Sauerstoff und verbessern dabei deutlich die Luftwerte. Sie bieten Lebensraum für Tiere, Pilze etc. Eigentlich ist das Allgemeinwissen.

Kommen wir zum Laub. Grundsätzlich kann Laub von Straßenbäumen auf den Baumscheiben verbleiben. Man kann also das Laub von den Gehwegen ganz bequem auf die Baumscheiben fegen. Dort verbleibt es als Mulch und schützt den Boden, dient als Dünger für den Baum und als Lebensraum für Mikroorganismen und Kleinstlebewesen. 

Der Ausschuss hat sich immerhin darauf geeinigt, der Gemeindevertretung 20.000 Euro für Baumpflanzungen in der Gemeinde, für den Haushalt 2020, zu empfehlen. 

Diese 20.000 Euro könnten für die Eichwalder Straße genutzt werden oder auch für einen anderen Standort in Neu Zittau, Burig oder Steinfurt. Mein Vorschlag ist nicht statisch. Man kann über Standorte und Baumarten diskutieren. Aber dieses Budget würde helfen in der Gemeinde einen Anfang zu machen, um einen Baum- bzw. Alleenschutz zu starten, den es bisher so hier noch nie gab. Die Anzahl der Baumfällungen überwiegen seit Jahren den Neupflanzungen, so dass unsere Gemeinde langsam aber stetig immer kahler wird. 

Verglichen mit Berliner Stadtbezirken, wie z.B. Berlin-Marzahn oder mit umliegenden Gemeinden wie Schöneiche und Woltersdorf, die alle schöne alte Baumbestände aufweisen, sind wir noch sehr weit davon entfernt uns selbst eine grün bewachsene Gemeinde zu nennen.

2. September 2019

Vielen Dank!

Anja Grabs                                                                                                              (Foto: www.ideengruen.de)


Vielen Dank an alle meine Wählerinnen und Wähler für das entgegengebrachte Vertrauen! 
In Rauen erhielt ich 10,1 % und in Reichenwalde 10,5 % Erststimmen. Vielen Dank dafür! Und auch sonst bin ich mit dem Wahlergebnis zufrieden. Die Grünen Sitze erhöhen sich im Landtag von 6 auf 10 Sitzen. Aus unserer Region zieht Isabell Hiekel vom Regionalverband Beeskow in den Landtag ein. Sie ist Expertin im Moorschutz. Moorschutz gehört zu den wichtigsten Klimaschutzaufgaben des Landes und wurde bisher im Landtag noch zu sehr vernachlässigt. Ich habe große Hoffnung, dass sich in diesem Bereich jetzt etwas ändern wird.

Ergebnis der GRÜNEN im Wahlkreis 27:
Erststimme für Anja Grabs: 8,3% (3,7% Gewinn zu 2014)
Zweitstimme für die Landesliste der GRÜNEN: 9,6% (4,8% Gewinn zu 2014)

Wahlkreissieger ist Ludwig Scheetz von der SPD. Herzlichen Glückwunsch!

2. Juli 2019

Anja Grabs zieht als Direktkandidatin in den Landtagswahlkampf

Anja Grabs
(Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kurzeder)

Anja Grabs (38) lebt in Gosen-Neu Zittau und ist nach dem letzten Landtagswahljahr vor fünf Jahren, dieses Jahr erneut grüne Direktkandidatin im Wahlkreis 27 (Königs Wusterhausen, Storkow (Mark), Tauche, Amt Scharmützelsee und Amt Spreenhagen). Als Umweltexpertin ist sie spezialisiert auf den Natur-, Arten- und Umweltschutz. „Ich möchte mich für den Alleenschutz in Brandenburg stark machen. Die Alleenkonzeption des Landes muss dringend evaluiert werden, weil ihr Ziel jährlich 5.000 Bäume zu pflanzen seit nunmehr acht Jahren in Folge verfehlt wurde. Der Wildbienenschutz und allgemeine Artenschutz für Insekten kann relativ simpel und sehr kosteneinsparend vom Land durchgeführt werden, auch dafür möchte ich mich im Landtag einsetzen. Darüber hinaus müssen die Roten Listen des Landes schnellstmöglich aktualisiert werden. Erste Erfolge dafür konnten wir Grüne schon dafür gewinnen, allerdings fehlt es weiterhin an einer Roten Liste für Säugetiere. In Zeiten des Windkraftausbaus mit seinen Auswirkungen auf Fledermäuse sowie in der jahrelang laufenden Debatte um den Wolf, können wir als Land überhaupt keine Aussagen über tatsächliche Populationen unserer Säugetierarten machen. Somit können auch keine echten Debatten geführt werden, denn wenn wir nicht wissen, wie sich die Arten ausbreiten oder zurück gehen, können wir auch keine Ratespiele dazu betreiben.“

26. Juni 2019

Kreisgrüne in Oder-Spree erhalten mehr Sitze als erhofft

Keine Fotobeschreibung verfügbar.
Kreistag Oder-Spree


BEESKOW - Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Oder-Spree hat zur konstituierenden Sitzung am 25. Juni 2019 mehr Sitze erhalten, als sie sich erhofft hat. „Wir sind mehr als zufrieden mit dem Ergebnis und gehen jetzt voller Tatendrang in die neue Legislatur.“, sagt die Fraktionsvorsitzende Anja Grabs. Die Fraktion hat mit ihren fünf Mitgliedern Sitze in allen Fachausschüssen erhalten. Darüber hinaus stellt Oliver Heisel einen Stellvertreter des Kreistagsvorsitzenden. Außerdem sind die Grünen in den Zweckverbänden der Sparkasse Oder-Spree, der Abfallbehandlung „Nuthe Spree“ sowie in der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree vertreten. „Bezüglich der Ausschusswahlen wäre eine Personenwahl besser gewesen, statt einer Blockwahl. Sie ist zwar zeitaufwendiger, aber auch demokratischer und sie zwingt niemanden in die Position über Sitze abzustimmen mit denen man einerseits einverstanden ist, andererseits aber andere Personen dort noch lieber gesehen hätte. Das Wahlergebnis wäre komplett anders und viel demokratischer ausgefallen.“, so Heisel.

Die Sitze der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Oder-Spree

Bild könnte enthalten: 5 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen, im Freien und Natur
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Oder-Spree
v.l.n.r.: Oliver Schink, Erdmute Scheufele, Carolin Hilschenz, Anja Grabs, Oliver Heisel



Am 26. Juni 2019 fand die konstituierende Sitzung des Kreistages Oder-Spree statt. Folgende Sitze erhielt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Oder-Spree. Sie ist in allen Fachausschüssen vertreten:

3. Stellvertreter des Kreistagsvorsitzenden:               
Oliver Heisel

Kreisausschuss:              
Oliver Heisel, stellv. Anja Grabs

Ausschuss für Haushalt, Finanzen/Beteiligungen:              
Oliver Heisel, stellv. Carolin Hilschenz

Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Migration:               
Oliver Schink, stellv. Erdmute Scheufele
sachkundige Einwohnerin: Christina Kampf

Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport:                            
Oliver Schink, stellv. Erdmute Scheufele

Ausschuss für Bauen, Ordnung und Umwelt:              
Anja Grabs, stellv. Carolin Hilschenz, Sachkundiger Einwohner: Bernd Saliter

Ausschuss für Ländliche Entwicklung und Kreisentwicklung:               
Carolin Hilschenz, stellv. Oliver Heisel
sachkundiger Einwohner: Jeroen Kuiper

Werksausschuss Kommunales Wirtschaftsunternehmen Entsorgung:               
Erdmute Scheufele, stellv. Oliver Schink

Jugendhilfeausschuss:               
Erdmute Scheufele, stellv. Oliver Schink

Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree:              
Carolin Hilschenz, Ralf Schmilewski

Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Oder-Spree:               
Oliver Schink, stellv. Oliver Heisel

Zweckverbandsversammlung des Zweckverbandes Abfallbehandlung „Nuthe Spree“:
Erdmute Scheufele, stellv. Oliver Schink

Unterarbeitsgruppe 2 - Nachhaltige Entwicklung der Raum- und Siedlungsstruktur, Landwirtschaft, Klimaschutz und Energie:
Anja Grabs


24. Juni 2019

Ambrosiabekämpfung: Grüne fordern klare Zuständigkeit und finanzielle Unterstützung

Ambrosia
Zum alljährlichen Ambrosia-Ausreißtag fand nicht nur in Vetschau, sondern auch in Neu Zittau bei Erkner am Samstag ein Arbeitseinsatz von Freiwilligen statt. Im berlinnahen Neu Zittau wie auch in der Spreewaldregion Vetschau breitet sich die hochallergene Ambrosia seit Jahren rasant aus.  

„Ambrosia ist eine invasive, aus Nordamerika stammende Pflanze. Sie gehört zu den stärksten Allergie-Auslösern und kann zu Asthma führen. In Neu Zittau hat sich die Pflanze vor allem durch illegal entsorgte Gartenabfälle, die Vogelfutter mit Ambrosiasamen beinhalteten, auf weit über 4.000 Quadratmeter ausgebreitet. Das Ambrosiavorkommen verdrängt den Magerrasen dort, der ein Rückzugsgebiet für gefährdete Tier- und Pflanzenarten darstellt.“ sagt Anja Grabs.

Seit Jahren fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag mehr Unterstützung der Landesregierung für die von Ambrosia betroffenen Kommunen. Im April beauftragte der Landtag die Landesregierung einen Verordnungsentwurf  auf Grundlage des Ordnungsbehördengesetz (§ 25 Abs. 1) zum Beginn der Blütezeit der Ambrosia vorzulegen. Der bündnisgrüne Antrag „Ambrosiabekämpfung: Auf Geld kommt’s an“ mit der Forderung die Grundlagen für eine finanzielle Förderung von Kommunen und Landwirten zur Ambrosiabekämpfung zu schaffen wurde mehrheitlich abgelehnt. Dazu sagt der umwelt- und agrarpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

„Der Verordnungsentwurf ist ein wichtiger Schritt zur Ambrosiabekämpfung und ich kann mir vorstellen, dass die KommunalvertreterInnen wie auch wir sehnsüchtig den schon lang überfälligen Verordnungsentwurf erwarten. Einige Tage hat die Landesregierung noch Zeit, dann muss sie liefern. Wir erwarten, dass der Verordnungsentwurf die Zuständigkeiten eindeutig regelt und für Betroffene wie für die zuständigen Verwaltungsstellen praktikable Vorgehensweisen bereithält, damit das Schwarze-Peter-Spiel der Zuständigkeiten nach Jahren endlich ein Ende hat.

Nichtsdestotrotz fehlt es nach wie vor an einer finanziellen Unterstützung für Kommunen, aber auch für Landwirte, um Ambrosia wirksam zu bekämpfen. Erst zu den letzten Haushaltverhandlungen in 2018 wurde der bündnisgrüne Antrag für einen eigenen Haushaltstitel zur Ambrosiabekämpfung von der Landesregierung erneut abgelehnt. Abseits von für die Kommunen bürokratisch aufwendigen Lottomitteln, scheut die Landesregierung bis heute eine klare Zusage zur finanziellen Unterstützung der Kommunen. Eine jahrelang praktizierte finanzielle Unterstützung über Lottomittel erfüllt aus meiner Sicht nicht das Anliegen der Niederlausitzer Kommunen. Bis auf die Einrichtung und Absicherung der Koordinierungsstelle zur Ambrosiabekämpfung konnte die Landesregierung keine substantiellen Fortschritte für die wirksame Bekämpfung der Ambrosia erreichen.“, so Benjamin Raschke.

23. Juni 2019

Voller Erfolg - Ambrosia Arbeitseinsatz in Neu Zittau 2019

Bild könnte enthalten: Himmel, Pflanze, Baum und im Freien
Ambrosia 
In einem über zweistündigen Arbeitseinsatz konnten Helferinnen und Helfer aus Neu Zittau, Gosen und Umgebung am Internationalen Ambrosiatag, den 22. Juni 2019, einen großen Teil des Ambrosiavorkommens auf dem Mühlenberg in Neu Zittau bekämpfen.

Die Pflanzen der Ambrosia psilostachya (Ausdauerndes Traubenkraut) wurden mitsamt der Wurzel rausgerissen und in einem Transporter der Gemeinde gesammelt und fachgerecht entsorgt.

Ambrosia gehört zu den stärksten Allergie-Auslösern und kann zu Asthma führen. Auf dem Mühlenberg hat sich die Pflanze vor allem durch illegal entsorgte Gartenabfälle, die Vogelfutter mit Ambrosiasamen beinhalteten, auf weit über 4.000 Quadratmeter ausgebreitet. Das Ambrosiavorkommen verdrängt den Magerrasen auf dem Mühlenberg, der ein Rückzugsgebiet für gefährdete Tier- und Pflanzenarten darstellt.

Die Organisatorin und bündnisgrüne Kreistagsabgeordnete Anja Grabs ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Mein Dank gilt den Helferinnen und Helfern sowie Bürgermeister Schwedowski. Wichtig ist die Bürgerinnen und Bürger darauf zu sensibilisieren, wie sehr illegal entsorgte Gartenabfälle die Natur zerstören können, sie gehören zu den stärksten von den Menschen selbst verursachten Problemen in der freien Naturlandschaft. Diese Aktion ist sehr nachhaltig, einige Freiwillige werden hier auf eigene Faust zurückkehren und einen sehr wichtigen Beitrag für den Natur- und Artenschutz leisten. Ich werde mich darüber hinaus dafür einsetzen, dass die Gemeinde dauerhaft jedes Jahr im Juni auf diesem selten gewordenen Magerrasen aktiv wird.“

17. Juni 2019

Kommunalwahlergebnisse Gosen - Neu Zittau 2019

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die lachen
Jörg Vogelsänger gratuliert Thomas Schwedowski zur Wiederwahl.
Ehrenamtlicher Bürgermeister:

Thomas Schwedowski, 775 Stimmen, 46,4%
Frank Nakoinz, 370 Stimmen, 22,1%
Günter Sierakowski, 360 Stimmen, 21,5%
Anja Grabs, 166 Stimmen, 9,9%

- Hinweis:
Stichwahl zwischen Thomas Schwedowski und Frank Nakoinz. (s. unten)

------------------------
Gemeindevertretung (16 Sitze):

Thomas Schwedowski (SPD), 721 Stimmen (evtl. durch Nachrücker ersetzt)
Andreas Heibuch (SPD), 459 Stimmen
Lutz Fleischfresser (SPD), 164 Stimmen
Lutz Rothe (SPD), 52 Stimmen
Bernd Krüger (SPD), 40 Stimmen

Roland Dahlke (Die Linke), 260 Stimmen

André Organiska (CDU), 136 Stimmen

Frank Nakoinz (Freie Wähler), 187 Stimmen

Anja Grabs (B90/ Die Grünen), 243 Stimmen

Detlef Wiese (Feuerwehr Gosen), 223 Stimmen
Jörg Breuer (Feuerwehr Gosen), 175 Stimmen
Aline Bauer (Feuerwehr Gosen), 101 Stimmen

Mathias Hey (Feuerwehr Neu Zittau), 130 Stimmen

Thomas Schölzchen (Förderverein Dorfkirche Gosen), 124 Stimmen

Günter Sierakowski (bürgernah), 273 Stimmen
Daniela Klaus (bürgernah), 137 Stimmen


------------------------
Ortsbeirat Gosen (3 Sitze):

Thomas Schwedowski (SPD), 701 Stimmen (evtl. durch Nachrücker ersetzt)
Detlef Wiese (Feuerwehr Gosen), 522 Stimmen
Thomas Schölzchen (Förderverein Dorfkirche Gosen), 165 Stimmen


Ortsvorsteher: Detlef Wiese


Ortsbeirat Neu Zittau (3 Sitze):

Andreas Heibuch (SPD), 655 Stimmen
Roland Dahlke (Die Linke), 225 Stimmen
Günter Sierakowski (bürgernah), 332 Stimmen


Ortsvorsteher: Günter Sierakowski

- Hinweis:
Aus den jeweils drei gewählten Mitgliedern des Ortsbeirates wird in der ersten Sitzung des Gremiums untereinander mehrheitlich der jeweilige Ortsvorsteher gewählt.


Die Stichwahl für das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Gosen-Neu Zittau vom 16.06.2019 ergab folgendes Ergebnis:

Stand 16.06.2019, Quelle Amt Spreenhagen

Wahlberechtigte: 2.751
Wähler: 1.070 
Wahlbeteiligung: 33,0 %
Ungültige Stimmen: 5 

Thomas Schwedowski (SPD): 582 (54,6%)
Frank Nakoinz (Freie Wähler): 483 (45,4%)