2. September 2019

Vielen Dank!

Anja Grabs                                                                                                              (Foto: www.ideengruen.de)


Vielen Dank an alle meine Wählerinnen und Wähler für das entgegengebrachte Vertrauen! 
In Rauen erhielt ich 10,1 % und in Reichenwalde 10,5 % Erststimmen. Vielen Dank dafür! Und auch sonst bin ich mit dem Wahlergebnis zufrieden. Die Grünen Sitze erhöhen sich im Landtag von 6 auf 10 Sitzen. Aus unserer Region zieht Isabell Hiekel vom Regionalverband Beeskow in den Landtag ein. Sie ist Expertin im Moorschutz. Moorschutz gehört zu den wichtigsten Klimaschutzaufgaben des Landes und wurde bisher im Landtag noch zu sehr vernachlässigt. Ich habe große Hoffnung, dass sich in diesem Bereich jetzt etwas ändern wird.

Ergebnis der GRÜNEN im Wahlkreis 27:
Erststimme für Anja Grabs: 8,3% (3,7% Gewinn zu 2014)
Zweitstimme für die Landesliste der GRÜNEN: 9,6% (4,8% Gewinn zu 2014)

Wahlkreissieger ist Ludwig Scheetz von der SPD. Herzlichen Glückwunsch!

2. Juli 2019

Anja Grabs zieht als Direktkandidatin in den Landtagswahlkampf

Anja Grabs
(Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kurzeder)

Anja Grabs (38) lebt in Gosen-Neu Zittau und ist nach dem letzten Landtagswahljahr vor fünf Jahren, dieses Jahr erneut grüne Direktkandidatin im Wahlkreis 27 (Königs Wusterhausen, Storkow (Mark), Tauche, Amt Scharmützelsee und Amt Spreenhagen). Als Umweltexpertin ist sie spezialisiert auf den Natur-, Arten- und Umweltschutz. „Ich möchte mich für den Alleenschutz in Brandenburg stark machen. Die Alleenkonzeption des Landes muss dringend evaluiert werden, weil ihr Ziel jährlich 5.000 Bäume zu pflanzen seit nunmehr acht Jahren in Folge verfehlt wurde. Der Wildbienenschutz und allgemeine Artenschutz für Insekten kann relativ simpel und sehr kosteneinsparend vom Land durchgeführt werden, auch dafür möchte ich mich im Landtag einsetzen. Darüber hinaus müssen die Roten Listen des Landes schnellstmöglich aktualisiert werden. Erste Erfolge dafür konnten wir Grüne schon dafür gewinnen, allerdings fehlt es weiterhin an einer Roten Liste für Säugetiere. In Zeiten des Windkraftausbaus mit seinen Auswirkungen auf Fledermäuse sowie in der jahrelang laufenden Debatte um den Wolf, können wir als Land überhaupt keine Aussagen über tatsächliche Populationen unserer Säugetierarten machen. Somit können auch keine echten Debatten geführt werden, denn wenn wir nicht wissen, wie sich die Arten ausbreiten oder zurück gehen, können wir auch keine Ratespiele dazu betreiben.“

26. Juni 2019

Kreisgrüne in Oder-Spree erhalten mehr Sitze als erhofft

Keine Fotobeschreibung verfügbar.
Kreistag Oder-Spree


BEESKOW - Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Oder-Spree hat zur konstituierenden Sitzung am 25. Juni 2019 mehr Sitze erhalten, als sie sich erhofft hat. „Wir sind mehr als zufrieden mit dem Ergebnis und gehen jetzt voller Tatendrang in die neue Legislatur.“, sagt die Fraktionsvorsitzende Anja Grabs. Die Fraktion hat mit ihren fünf Mitgliedern Sitze in allen Fachausschüssen erhalten. Darüber hinaus stellt Oliver Heisel einen Stellvertreter des Kreistagsvorsitzenden. Außerdem sind die Grünen in den Zweckverbänden der Sparkasse Oder-Spree, der Abfallbehandlung „Nuthe Spree“ sowie in der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree vertreten. „Bezüglich der Ausschusswahlen wäre eine Personenwahl besser gewesen, statt einer Blockwahl. Sie ist zwar zeitaufwendiger, aber auch demokratischer und sie zwingt niemanden in die Position über Sitze abzustimmen mit denen man einerseits einverstanden ist, andererseits aber andere Personen dort noch lieber gesehen hätte. Das Wahlergebnis wäre komplett anders und viel demokratischer ausgefallen.“, so Heisel.

Die Sitze der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Oder-Spree

Bild könnte enthalten: 5 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen, im Freien und Natur
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Oder-Spree
v.l.n.r.: Oliver Schink, Erdmute Scheufele, Carolin Hilschenz, Anja Grabs, Oliver Heisel



Am 26. Juni 2019 fand die konstituierende Sitzung des Kreistages Oder-Spree statt. Folgende Sitze erhielt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Oder-Spree. Sie ist in allen Fachausschüssen vertreten:

3. Stellvertreter des Kreistagsvorsitzenden:               
Oliver Heisel

Kreisausschuss:              
Oliver Heisel, stellv. Anja Grabs

Ausschuss für Haushalt, Finanzen/Beteiligungen:              
Oliver Heisel, stellv. Carolin Hilschenz

Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Migration:               
Oliver Schink, stellv. Erdmute Scheufele
sachkundige Einwohnerin: Christina Kampf

Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport:                            
Oliver Schink, stellv. Erdmute Scheufele

Ausschuss für Bauen, Ordnung und Umwelt:              
Anja Grabs, stellv. Carolin Hilschenz, Sachkundiger Einwohner: Bernd Saliter

Ausschuss für Ländliche Entwicklung und Kreisentwicklung:               
Carolin Hilschenz, stellv. Oliver Heisel

Werksausschuss Kommunales Wirtschaftsunternehmen Entsorgung:               
Erdmute Scheufele, stellv. Oliver Schink

Jugendhilfeausschuss:               
Erdmute Scheufele, stellv. Oliver Schink

Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree:              
Carolin Hilschenz, Ralf Schmilewski

Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Oder-Spree:               
Oliver Schink, stellv. Oliver Heisel

Zweckverbandsversammlung des Zweckverbandes Abfallbehandlung „Nuthe Spree“:
Erdmute Scheufele, stellv. Oliver Schink


24. Juni 2019

Ambrosiabekämpfung: Grüne fordern klare Zuständigkeit und finanzielle Unterstützung

Ambrosia
Zum alljährlichen Ambrosia-Ausreißtag fand nicht nur in Vetschau, sondern auch in Neu Zittau bei Erkner am Samstag ein Arbeitseinsatz von Freiwilligen statt. Im berlinnahen Neu Zittau wie auch in der Spreewaldregion Vetschau breitet sich die hochallergene Ambrosia seit Jahren rasant aus.  

„Ambrosia ist eine invasive, aus Nordamerika stammende Pflanze. Sie gehört zu den stärksten Allergie-Auslösern und kann zu Asthma führen. In Neu Zittau hat sich die Pflanze vor allem durch illegal entsorgte Gartenabfälle, die Vogelfutter mit Ambrosiasamen beinhalteten, auf weit über 4.000 Quadratmeter ausgebreitet. Das Ambrosiavorkommen verdrängt den Magerrasen dort, der ein Rückzugsgebiet für gefährdete Tier- und Pflanzenarten darstellt.“ sagt Anja Grabs.

Seit Jahren fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag mehr Unterstützung der Landesregierung für die von Ambrosia betroffenen Kommunen. Im April beauftragte der Landtag die Landesregierung einen Verordnungsentwurf  auf Grundlage des Ordnungsbehördengesetz (§ 25 Abs. 1) zum Beginn der Blütezeit der Ambrosia vorzulegen. Der bündnisgrüne Antrag „Ambrosiabekämpfung: Auf Geld kommt’s an“ mit der Forderung die Grundlagen für eine finanzielle Förderung von Kommunen und Landwirten zur Ambrosiabekämpfung zu schaffen wurde mehrheitlich abgelehnt. Dazu sagt der umwelt- und agrarpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

„Der Verordnungsentwurf ist ein wichtiger Schritt zur Ambrosiabekämpfung und ich kann mir vorstellen, dass die KommunalvertreterInnen wie auch wir sehnsüchtig den schon lang überfälligen Verordnungsentwurf erwarten. Einige Tage hat die Landesregierung noch Zeit, dann muss sie liefern. Wir erwarten, dass der Verordnungsentwurf die Zuständigkeiten eindeutig regelt und für Betroffene wie für die zuständigen Verwaltungsstellen praktikable Vorgehensweisen bereithält, damit das Schwarze-Peter-Spiel der Zuständigkeiten nach Jahren endlich ein Ende hat.

Nichtsdestotrotz fehlt es nach wie vor an einer finanziellen Unterstützung für Kommunen, aber auch für Landwirte, um Ambrosia wirksam zu bekämpfen. Erst zu den letzten Haushaltverhandlungen in 2018 wurde der bündnisgrüne Antrag für einen eigenen Haushaltstitel zur Ambrosiabekämpfung von der Landesregierung erneut abgelehnt. Abseits von für die Kommunen bürokratisch aufwendigen Lottomitteln, scheut die Landesregierung bis heute eine klare Zusage zur finanziellen Unterstützung der Kommunen. Eine jahrelang praktizierte finanzielle Unterstützung über Lottomittel erfüllt aus meiner Sicht nicht das Anliegen der Niederlausitzer Kommunen. Bis auf die Einrichtung und Absicherung der Koordinierungsstelle zur Ambrosiabekämpfung konnte die Landesregierung keine substantiellen Fortschritte für die wirksame Bekämpfung der Ambrosia erreichen.“, so Benjamin Raschke.

23. Juni 2019

Voller Erfolg - Ambrosia Arbeitseinsatz in Neu Zittau 2019

Bild könnte enthalten: Himmel, Pflanze, Baum und im Freien
Ambrosia 
In einem über zweistündigen Arbeitseinsatz konnten Helferinnen und Helfer aus Neu Zittau, Gosen und Umgebung am Internationalen Ambrosiatag, den 22. Juni 2019, einen großen Teil des Ambrosiavorkommens auf dem Mühlenberg in Neu Zittau bekämpfen.

Die Pflanzen der Ambrosia psilostachya (Ausdauerndes Traubenkraut) wurden mitsamt der Wurzel rausgerissen und in einem Transporter der Gemeinde gesammelt und fachgerecht entsorgt.

Ambrosia gehört zu den stärksten Allergie-Auslösern und kann zu Asthma führen. Auf dem Mühlenberg hat sich die Pflanze vor allem durch illegal entsorgte Gartenabfälle, die Vogelfutter mit Ambrosiasamen beinhalteten, auf weit über 4.000 Quadratmeter ausgebreitet. Das Ambrosiavorkommen verdrängt den Magerrasen auf dem Mühlenberg, der ein Rückzugsgebiet für gefährdete Tier- und Pflanzenarten darstellt.

Die Organisatorin und bündnisgrüne Kreistagsabgeordnete Anja Grabs ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Mein Dank gilt den Helferinnen und Helfern sowie Bürgermeister Schwedowski. Wichtig ist die Bürgerinnen und Bürger darauf zu sensibilisieren, wie sehr illegal entsorgte Gartenabfälle die Natur zerstören können, sie gehören zu den stärksten von den Menschen selbst verursachten Problemen in der freien Naturlandschaft. Diese Aktion ist sehr nachhaltig, einige Freiwillige werden hier auf eigene Faust zurückkehren und einen sehr wichtigen Beitrag für den Natur- und Artenschutz leisten. Ich werde mich darüber hinaus dafür einsetzen, dass die Gemeinde dauerhaft jedes Jahr im Juni auf diesem selten gewordenen Magerrasen aktiv wird.“

17. Juni 2019

Kommunalwahlergebnisse Gosen - Neu Zittau 2019

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die lachen
Jörg Vogelsänger gratuliert Thomas Schwedowski zur Wiederwahl.
Ehrenamtlicher Bürgermeister:

Thomas Schwedowski, 775 Stimmen, 46,4%
Frank Nakoinz, 370 Stimmen, 22,1%
Günter Sierakowski, 360 Stimmen, 21,5%
Anja Grabs, 166 Stimmen, 9,9%

- Hinweis:
Stichwahl zwischen Thomas Schwedowski und Frank Nakoinz. (s. unten)

------------------------
Gemeindevertretung (16 Sitze):

Thomas Schwedowski (SPD), 721 Stimmen (evtl. durch Nachrücker ersetzt)
Andreas Heibuch (SPD), 459 Stimmen
Lutz Fleischfresser (SPD), 164 Stimmen
Lutz Rothe (SPD), 52 Stimmen
Bernd Krüger (SPD), 40 Stimmen

Roland Dahlke (Die Linke), 260 Stimmen

André Organiska (CDU), 136 Stimmen

Frank Nakoinz (Freie Wähler), 187 Stimmen

Anja Grabs (B90/ Die Grünen), 243 Stimmen

Detlef Wiese (Feuerwehr Gosen), 223 Stimmen
Jörg Breuer (Feuerwehr Gosen), 175 Stimmen
Aline Bauer (Feuerwehr Gosen), 101 Stimmen

Mathias Hey (Feuerwehr Neu Zittau), 130 Stimmen

Thomas Schölzchen (Förderverein Dorfkirche Gosen), 124 Stimmen

Günter Sierakowski (bürgernah), 273 Stimmen
Daniela Klaus (bürgernah), 137 Stimmen


------------------------
Ortsbeirat Gosen (3 Sitze):

Thomas Schwedowski (SPD), 701 Stimmen (evtl. durch Nachrücker ersetzt)
Detlef Wiese (Feuerwehr Gosen), 522 Stimmen
Thomas Schölzchen (Förderverein Dorfkirche Gosen), 165 Stimmen


Ortsvorsteher: Detlef Wiese


Ortsbeirat Neu Zittau (3 Sitze):

Andreas Heibuch (SPD), 655 Stimmen
Roland Dahlke (Die Linke), 225 Stimmen
Günter Sierakowski (bürgernah), 332 Stimmen


Ortsvorsteher: Günter Sierakowski

- Hinweis:
Aus den jeweils drei gewählten Mitgliedern des Ortsbeirates wird in der ersten Sitzung des Gremiums untereinander mehrheitlich der jeweilige Ortsvorsteher gewählt.


Die Stichwahl für das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Gosen-Neu Zittau vom 16.06.2019 ergab folgendes Ergebnis:

Stand 16.06.2019, Quelle Amt Spreenhagen

Wahlberechtigte: 2.751
Wähler: 1.070 
Wahlbeteiligung: 33,0 %
Ungültige Stimmen: 5 

Thomas Schwedowski (SPD): 582 (54,6%)
Frank Nakoinz (Freie Wähler): 483 (45,4%)

13. Juni 2019

Grabs führt Grüne Fraktion im Kreistag

Bild könnte enthalten: 5 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen, im Freien und Natur
Grüne Fraktion im Kreistag Oder-Spree
v.l.n.r.: Oliver Schink, Erdmute Scheufele, Carolin Hilschenz, Anja Grabs, Oliver Heisel

Fürstenwalde – Die Bündnisgrünen im Kreistag Oder-Spree haben während Ihrer konstituierenden Fraktionssitzung am 13. Juni 2019 in Fürstenwalde, Anja Grabs aus Gosen-Neu Zittau zur Fraktionsvorsitzenden gewählt.

„Wir streben danach, noch viel sichtbarer in der Kreispolitik zu werden“, meint Grabs. „Wir wollen eigene Schwerpunkte setzen, zum Beispiel wenn es um Umwelt- und Klimaschutz oder die Stärkung des ländlichen Raumes geht. Wir werden dafür deutlich öfter schriftliche Anfragen an die Verwaltung stellen und streben genauso wie bisher, ein konstruktives Miteinander mit allen Fraktionen im Kreistag an.“

Die von 3 auf 5 Mitglieder gewachsene bündnisgrüne Fraktion besteht außer Grabs aus Oliver Heisel aus Tempelberg, Erdmute Scheufele aus Erkner, Oliver Schink aus Bad Saarow und Carolin Hilschenz aus Ratzdorf. Als Fraktionsgeschäftsführer wurde Jeroen Kuiper (Woltersdorf) gewählt. Als sachkundigen Einwohner für den Umweltausschuss möchte die Fraktion Bernd Saliter aus Fürstenwalde einsetzen.

11. Juni 2019

Solarenergie auf landeseigenen Gebäuden - in Brandenburg absolute Ausnahme

Nur knapp drei Prozent (2,84) der landeseigenen Gebäude sind mit Photovoltaik (2,34 %) und Solarthermie mit Speichern (0,49 %) ausgestattet. Photovoltaik mit Speichern 
werden im Landeseigentum überhaupt nicht verwendet. Dies ist das Ergebnis einer Kleinen Anfrage des umweltpolitischen Sprechers der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Benjamin Raschke. Er kommentiert es wie folgt:
„Hier wird ein großes Potential verschenkt, das für den dringend nötigen Solarenergie-Ausbau genutzt werden sollte. In Brandenburg liegt die jährliche solare Einstrahlung (mit rund 1015 bis 1060 kWh/m²) über dem Potential der meisten westlichen Bundesländer. Während Berlin gerade mit einem Solarzentrum und einem neuen Ausbauplan zur SolarCity wird, vergibt Brandenburg Chancen, seinen Strom erneuerbar zu machen. Das ist schon rein ökonomisch betrachtet nicht nachzuvollziehen. Aber auch der Ausbau von Gründächern, die man mit Photovoltaik kombinieren kann, muss vorangetrieben werden. Für mehr Klima- und Artenschutz und in Anbetracht der extremen voranschreitenden Versiegelung.“

Nach Angaben der Landesregierung wird in nur 23 von 811 landeseigenen Gebäuden die Sonnenenergie für die Strom- oder Wärmeerzeugung genutzt. Weitere 23 Gebäude sind mit wasserauffangenden und verschattenden Gründächern ausgestattet.

Der Landkreis Oder-Spree regelt das bisher besser als die Landesregierung: Landkreis Oder-Spree startet echte Energiewende

7. Juni 2019

GRÜNE und CDU unterstützen Schwedowski zur Stichwahl


Anja Grabs (B90/GRÜNE) und André Organiska (CDU) unterstützen die Kandidatur von Thomas Schwedowski (SPD) zur Stichwahl am 16.06.2019, für die Wahl zum ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Gosen-Neu Zittau.

Er war bereits in der letzten Legislaturperiode Bürgermeister der Gemeinde, zuvor Ortsvorsteher des Ortsteiles Gosen und viele Jahre Gemeindevertreter im Ortsparlament. In den vielen Jahren war für Grabs und Organiska erkennbar, dass Schwedowski intensiv im Amt arbeite und sich für die Gemeinde einsetze, auch unter dem Eingehen auf  Kompromisse bei Nutzung erlangter Erfahrung und Kompetenz. Das es nicht allen recht gemacht werden kann, ist bei der Vielzahl von Akteuren in der Gemeinde klar. Auch sind Verbesserungen immer möglich. Dazu ist Unterstützung nötig. 

So ist es Grabs ein Anliegen, „dass ökologische Themen Berücksichtigung finden“. Dazu sieht sie eine „große Bereitschaft bei Schwedowski“. Die aktuelle Verkehrssituation für den Individualverkehr sowie dem öffentlichen Nahverkehr sieht Organiska als Thema für die Zukunft: „Da wurde in Sachen Radweg zwischen Erkner und Neu Zittau deutlich, dass erkennbare Nichtabstimmung von Baumaßnahmen zwischen Berlin und Brandenburg zu großen Problemen führen wird“. Ebenso ist  für Organiska das Thema Lärmschutz zum BER mit „Einforderung von Kompensationen beim Flughafenbetreiber“ ein wichtiges Thema. Auch hier sieht Organiska eine starke Kompetenz bei Schwedowski.

28. Mai 2019

Sitzverteilung im Kreistag Oder-Spree - Kommunalwahl 2019

SPD:
Mathias Papendieck (3097 Stimmen),
Pamela Eichmann (1785),
Ronny Wuttke (1695),
Dr. Franz H. Berger (2161),
Juliane Meyer (1048),
Ralf Umbreit (1948),
Barbara Buhrke (1473),
Jochen Mangelsdorf (1282),
Holger Wachsmann (3269),
Ingrid Siebke, (1164)

Die Linke:
Dr. Artur Pech (3509),
Tobias Thieme (2290),
Rita-Sybille Heinrich (2034),
Stephan Wende (2924),
Bettina Lehmann (998),
Dr. Eberhard Sradnick (2586),
Dr. Astrid Böger (2482),
Dr. Bernd Stiller (2360),
Dr. Jörg Mernitz (2517)

CDU:
Achim Schneider (1972),
Dr. Daniel Rosentreter (1818),
Karin Lehmann (1715),
Julia von Stünzner (1203),
Andreas Gliese (3685),
Eberhard Birnack (1972),
Christian Schroeder (1698),
Günter Luhn (2020);

BVB/Freie Wähler:
Dr. Philip Zeschmann (4124),
Jörg Westphal (540),
Kai Hamacher (1503),
Thomas Hilpmann (1052),
Thoralf Schapke (683)

AfD:
Hildegard Vera Kaethner (3955),
Markus Schmidt (3285),
Jürgen Gebauer (4263),
Lars Aulich (2124),
Axel Fachtan (7661),
Uwe Woweries (2445),
Tamara Stahl (2065),
Egon Niemack (3684),
Torsten Neumann (2318),
Maik Diepold (1457)

Grüne/B90:
Anja Grabs (2493),
Erdmute Scheufele (1565),
Oliver Heisel (2111),
Oliver Schink (1519),
Carolin Hilschenz (873)

FDP:
Reinhard Ksink (1911),
Klaus Losensky (862),
Dietmar Baesler (1335)

NDP:
Klaus Beier (1268)

B-J-A:
Holger Einhorn (1499),
Hartmut Noppe (1352)

BVFO:
Erich Opitz (1017)

Piraten:
Dr. Felix Mühlberg (1303)

27. Mai 2019

Kommunalwahl 2019 - Vielen Dank!

"Ich werde mich die kommenden 5 Jahre vor allem für den Klimaschutz stark machen." - Anja Grabs
Foto: Markus Pichlmaier


Vielen herzlichen Dank an alle Wählerinnen und Wähler für ihr Vertrauen! Ich habe mich sehr über meine Wahlergebnisse gefreut und alle meine persönlichen Ziele erreicht. 

Ich wurde in den Kreistag Oder-Spree wiedergewählt und in die Gemeindevertretung Gosen-Neu Zittau neu gewählt.

Hier meine Ergebnisse und ein Vergleich zur Kommunalwahl 2014:

Bürgermeisterwahl
2014:   96 Stimmen, 7,1 % (nicht gewählt)
2019: 166 Stimmen, 9,9 % (nicht gewählt) - Gewinn: 2,8 %

Ortsbeiratswahl
2014: 90 Stimmen (nicht gewählt)
2019: 185 Stimmen (nicht gewählt) - Gewinn: 106 %

Gemeindevertreterwahl
2014: 150 Stimmen (nicht gewählt)
2019: 243 Stimmen (gewählt) - Gewinn: 62 %

Kreistagswahl
2014: 2.005 Stimmen (gewählt)
2019: 2.493 Stimmen (gewählt) - Gewinn: 24 %

Zur Bürgermeisterwahl in Gosen-Neu Zittau wird es eine Stichwahl zwischen Thomas Schwedowski und Frank Nakoinz geben, wobei ich Thomas Schwedowski meine Stimme geben werde.

25. Mai 2019

Stimmenvergabe zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019

Anja Grabs                                                                                                               (Foto: www.ideengruen.de)


Lieber Unterstützerinnen und Unterstützer,

mein Motto für diese Wahl lautet: "Mehr Ökologie für die Zukunft unserer Kinder!"

Ich trete am 26. Mai 2019 zur Kommunalwahl für folgende Mandate an:

Für Gosen-Neu Zittau:
- Gemeindevertretung (3 Stimmen)
- Ortsbeirat (3 Stimmen)
- Bürgermeisterin (1 Stimme)

Für den Kreistag Oder-Spree: (3 Stimmen)

Ich bin derzeit abgeordnet im Kreistag Oder-Spree und bitte erneut um eine volle Unterstützung mit allen drei Stimmen.

Für die Gemeindevertretung in Gosen-Neu Zittau haben mir bei der letzten Wahl 28 Stimmen gefehlt, dies entspricht bei vollen Stimmenvergaben lediglich 10 Wähler/Wählerinnen. Ich hatte die Wahl also knapp verloren und bitte dieses mal um volle Unterstützung mit allen drei Stimmen.

Falls noch nicht geschehen, freue ich mich über weitere Newsletter-Abonnentinnen/Abonnenten! Dort berichte ich regelmäßig über meine politische Arbeit.

Fragen zu meinen Kandidaturen beantworte ich gerne über kontakt@anja-grabs.de !



19. Mai 2019

Neues Schlumpfenland soll Kneipp Kita werden

Wandspielzeug im Kindergarten Rappelkiste in Neu Zittau.                                           
   (Foto: Anja Grabs)

Lustiger Wasserhahn am Kinderwaschbecken im Kindergarten Rappelkiste in Neu Zittau.
(Foto: Anja Grabs)

von Anja Grabs


GOSEN - 2,1 Mio. Euro sind für den Kita Neubau in Gosen im Haushalt eingestellt. Während Amtsdirektor Schröder in diesem Jahr vor allem mit einzuholenden Genehmigungen rechnet, könnte es vielleicht nächstes Jahr schon mit dem Bau losgehen. Der momentan genutzte Kindergarten "Schlumpfenland" wird in Zukunft nicht mehr die Kapazitäten erfüllen. Das Haus wurde ursprünglich nicht als Kindergarten gebaut, was sich in dem vielleicht größten Nachteil widerspiegelt: der Flur mit Garderoben für die Kinder ist zu eng. Ein Containerbau, der "Bungalow" genannt wird, bietet zudem keine Dauerlösung für die Zukunft. Im Moment ist das Schlumpfenland trotzdem allseits beliebt bei den Kindern, Eltern und Erzieherinnen. Es ist mit nur 33 Kitaplätzen sehr familiär gehalten. Der größte Pluspunkt bietet die zentrale Küche im Hauptgebäude, in der noch selbst alles frisch gekocht wird. Die Erzieherinnen haben bereits viele Jahre Erfahrungen im Beruf gesammelt und legen Wert auf ein gutes Miteinander im Team. Die Arbeitsatmosphäre ist angenehm, was man auch als Eltern merkt. Da stört dann auch kein enger Flur mehr, denn das wichtigste für die Kinder werden immer die lieben Erzieherinnen sein, die sich täglich viel Mühe geben, allen eine schöne Zeit zu gestalten, in der sich die Kinder optimal entwickeln können.

Der neue Kindergarten wird direkt in den Ortskern, hinter dem Bauhof der Gemeinde gebaut. Laut Konzeptentwurf soll es im Außengelände Bäume und Sträucher geben. Sandkisten, Matschanlage, Schaukeln, Rutschen, Dreiräder, Roller und viele Sandspielsachen kommen dazu. Zum Toben ist eine große Spiel- und Liegewiese für die Kinder vorgesehen, auf der man Kinderzelte aufstellen könnte. Ein Barfußpfad bietet besondere motorische und erlebbare Naturerfahrungen für die Kinder. Kräuter- und Obstgärtchen als Riech- und Schmeckbeet sowie ein Minibiotop sollen den Garten ergänzen.

Ein separates Saunahaus sowie ein Bad mit Kneippbecken für Kinder sollen Wohlbefinden stärken und die Anfälligkeit der Kinder gegenüber Infektionskrankheiten senken.

Mit 60 Kindergartenplätzen ist Gosen dann auch in Zukunft gut aufgestellt.

Das Konzept lehnt sich an die Arbeitsweise des "Lebensbezogenen Ansatzes" von Norbert Huppertz. Der "lebensbezogene Ansatz" ist ein Bildungsansatz, in dessen Zentrum das Leben des Kindes steht und die zentrale Methode dieses Ansatzes ist: "Das Erleben von Bildung mit allen Sinnen unseres Körpers."

Weitere pädagogische Ansätze, wie Situationsansatz, Fröbelpädagogik und Gesunde Kita, werden in den Alltag einbezogen. Das Freispiel, gezielte pädagogische Angebote und die Projektarbeit werden als pädagogische Mittel eingesetzt.

Eine eigene Küche wird es im neuen Kindergarten nicht geben, das Essen wird dann immer geliefert. Es gilt dann einen guten Lieferdienst zu finden. Es gibt Lieferdienste, die das Essen in Töpfen statt in nicht wiederverwendbaren Assietten anliefern und bei denen es Fleisch einmal die Woche, statt fast jeden Tag, gibt. Bezahlbare Qualität muss hier an oberster Priorität stehen.

Der Kindergartenbau wird das größte und wichtigste Bauprojekt der Gemeinde Gosen-Neu Zittau in den kommenden fünf Jahren sein. Es liegt an der neu gewählten Gemeindevertretung daraus etwas Großartiges für die Kinder zu machen und dementsprechend Gelder für den Kindergarten in die kommenden Haushalte einzustellen. Hier darf nicht am falschen Ende gespart werden.

Falls ich in die Gemeindevertretung gewählt werde, werde ich mich kontinuierlich für die Kinder der ganzen Gemeinde stark machen. 


9. Mai 2019

Diese Baumarten sind im Land Brandenburg bedroht

Vogel-Kirsche (Prunus avium)
Foto: JMK

Laut Roter Liste der Gefäßpflanzen Brandenburgs (die aktuellste Liste stammt leider bereits aus dem Jahr 2006) sind die folgenden Baumarten in Brandenburg bedroht. Ziel für Brandenburger Kommunen und dem Land Brandenburg sollte daher sein, die zu pflanzenden Bäume vorwiegend bis ausschließlich aus dieser Liste auszuwählen.

Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht)
Abies alba - Weißtanne: bildet im Süden Brandenburgs die natürliche, nördliche Verbreitungsgrenze

Kategorie 2 (stark gefährdet)
Picea abies - Gemeine Fichte
Populus nigra - Schwarz-Pappel
Prunus avium - Vogel-Kirsche: Von ihr stammen unsere kultivierten Kirschbäume ab.
Salix rosmarinifolia - Rosmarin-Weide
Ulmus minor - Feldulme 

Kategorie 3 (gefährdet)
Juniperus communis - Gemeiner Walcholder
Salix aurita - Ohr-Weide
Salix myrsinifolia - Schwarz-Weide 
Salix repens - Kriech-Weide
Ulmus glabra - Bergulme 

Vorwarnstufe
Salix alba - Silber-Weide: Gut für das Heranziehen von Kopfweiden geeignet. Kopfweiden müssen alle 3 bis 10 Jahre geschnitten werden und bieten guten Unterschlupf für Fledermäuse und Lebensraum für zahlreiche Insektenarten.
Salix pentandra - Lorbeer-Weide
Ulmus laevis - Flatterulme 

Kategorie G (gefährdet ohne Kategorie)
Acer campestre - Feldahorn
Malus sylvestries - Holzapfel: Keine wirtschaftliche Bedeutung, durch die Verbreitung des Kulturapfels. Der Saft eignet sich dennoch in geringer Menge zum Beimischen von Kultur-Apfelsäften.
Quercus pubescens - Flaumeiche: Wärmeliebender Baum. Kommt evtl. gut mit dem Klimawandel in Deutschland zurecht.
Salix fragilis - Bruch-Weide
Salix repens L. subsp. dunensis - Dünen-Kriech-Weide

6. Mai 2019

Frauen in die Politik!

Kreistagabgeordnete Anja Grabs zur Ausstellungseröffnung "Frauenalltag – Frauenarbeit – Frauenrechte" in Beeskow



Anja Grabs, Abgeordnete im Kreistag Oder-Spree für Bündnis 90/Die Grünen begrüßt Initiativen wie die vom Gleichstellungsbüro initiierte Ausstellung. "Es ist wichtig, auf das Engagement und die Rechte von Frauen hinzuweisen. Doch es geht am Ende um Taten! Leider sieht die Realität in der politischen Arbeit noch ganz anders aus: Der Frauenanteil der aktuellen Kandidatinnen für den Kreistag liegt bei knapp 27% - Dabei stellen Frauen 50% der Bevölkerung. Das kann so nicht bleiben!"

Kreissprecher Stefan Brandes freut sich: "Wir Bündnisgrünen sind mit einem Frauenanteil von 40% schon deutlich dichter an unserem Ziel „Die Hälfte der Macht den Frauen“ als alle anderen." Linke, SPD und CDU folgen mit 28%, Schlusslicht ist die Liste Bauern, Jäger, Angler mit einer reinen Männerliste. 
Eine Quotenregelung ist das eine, um den Frauenanteil zu erhöhen. Andere Maßnahmen sind außerdem wichtig. "Unser Landesverband unterstützt das Engagement von Frauen vorbildlich mit einem jährlich stattfindenden Mentoring-Programm", berichtet Erdmute Scheufele, die dieses Jahr erstmals zur Kommunalwahl antritt. Die Vernetzung und Coachingangebote haben ihr für die Gründung eines Ortsverbands in Erkner maßgeblich den Rücken gestärkt.
Außerdem müssen die Rahmenbedingungen in den Blick genommen werden, unter denen politische Arbeit heute stattfindet. Anja Grabs meint dazu, der Kreistag könnte noch mütterfreundlicher werden. "Mit Wickeltischen und Stillraum, zum Beispiel. Ich werde mich in der kommenden Legislatur dafür einsetzen."

3. Mai 2019

30. April 2019

Alle warten auf Grün - Kleine Anfrage zum Ampelchaos in Neu Zittau

Seit mehreren Wochen ist der Verkehr in Neu Zittau, durch den Neubau der Salvador Allende Brücke in Köpenick, überaus belastet. Es kommt zu Staus, die mitunter eine halbe Stunde dauern, wenn man von Erkner oder von Wernsdorf mit dem Auto fährt. Den Bau der Ampel hatte ich damals abgelehnt. Besser wäre das Aufkaufen des unbebauten Eckgrundstückes gewesen, um so einen Kreisverkehr installieren zu können, der einen besseren Verkehrsfluss bieten würde.

Zusätzlich zu diesem erhöhten Verkehrsaufkommen, kam jetzt in den vergangenen Tagen eine zusätzliche Verkehrsbelastung, durch eine Baustellenampel zwischen Neu Zittau und Erkner, die zu einem Verkehrskollaps führte. Ein bis zwei Stunden benötigte man nun, um von Gosen nach Erkner zu kommen. Bei einem Telefonat mit André Organiska (CDU), erklärte er, dass er den Landesbetrieb Straßenwesen mal anrufen werde, bezüglich der Baustellenampel. Mittlerweile hat sich dieses Verkehrschaos wieder etwas beruhigt. 

Folgende Antwort  bekam ich auf meinen Kleine Anfrage am 7. März 2019:

Begründung meiner Kleinen Anfrage:
Im Feierabendverkehr steht man oftmals eine halbe Stunde im Stau, der sich von Erkner bis zur Ampel in Neu Zittau hinzieht. Dadurch wird die Feinstaubbelastung in Neu Zittau zu dieser Zeit extrem erhöht und gleichzeitig die Lebensqualität durch die Warterei verringert. Die Kreisverkehre in Erkner sind ein gutes Beispiel dafür, dass auch hoch aufkommender Verkehr relativ flüssig und ohne Stau voran gehen kann. Würde der Verkehr an diesen Stellen in Erkner mit Ampeln geregelt werden, käme es dort täglich zu einem Verkehrskollaps.


1. Wurde die Ampel in Neu Zittau anfangs "intelligent" geschaltet, also je nach Verkehrsaufkommen? Ist das immernoch der Fall und falls nein, warum nicht?


Die LSA ist verkehrsabhängig geschaltet.


2. Sogenannte Minikreisverkehre haben einen Durchmesser zwischen 13 und 22 Metern. Wäre der Bau eines Minikreisverkehres an dieser Kreuzung möglich?


Nein.

Die geometrischen Abmessungen würden zwar den Einsatz eines Minikreisverkehrs zulassen. Die geringste Fahrbahnbreite an diesem Knotenpunkt beträgt knapp 13,0 m. Jedoch ist weiterhin zu betrachten, dass Minikreisverkehre bei mehr als 18.000 Kfz/Tag ihre Kapazitätsgrenze erreichen. An diesem Knotenpunkt beträgt die Summe der im Jahr 2015 gezählten Verkehrsströme mehr als 25.000 Kfz/Tag. Die Anwendung von Minikreisverkehren erfordert zur Sicherung der Erkennbarkeit und zur sicheren Führung des Fußgängerverkehrs die Ausstattung aller Zu- und Ausfahrten mit Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen), die bisher von den Unteren Straßenverkehrsbehörden abgelehnt werden.


3. Sogenannte "Kleine Kreisverkehre" haben einen Durchmesser zwischen 26 und 50 Metern. Wäre der Bau eines Kleinen Kreisverkehres an dieser Kreuzung möglich?


Nein.

Die baulichen Gegebenheiten sprechen dagegen, d. h. es ist kein ausreichender Platz für einen Kleinen Kreisverkehr vorhanden. Die Kapazitätsgrenze bei der Gesamt-Verkehrsstärke an diesem Knotenpunkt ist mit 25.000 Kfz/Tag ebenfalls für Kleine Kreisverkehre erreicht.


4. Ist es möglich Grünpfeile anzubringen? Insbesondere von Erkner nach Neu Zittau kommend, aber auch von Wernsdorf nach Neu Zittau kommend, könnte der Verkehr damit erheblich entlastet werden.


Nein.

Es ist nicht möglich VZ 720 StVO (Grünpfeil) anzubringen. Auf Grund der Schleppkurven würde der Begegnungsverkehr von größeren Fahrzeugen nicht mehr funktionieren. Außerdem sind die Sichtbeziehungen nicht gegeben, die Bebauung ist zu eng.


5. Warum wurde die Ampel damals dort hingestellt?


Der Knotenpunkt war eine Unfallhäufungsstelle.


6. Wird die Ampel nachts abgeschaltet? Wenn ja, für welchen Zeitraum?


Die Ampel wird nachts nicht abgeschaltet. Laut VwV-StVO §37 Absatz 2 14 VI sollen LSA Anlagen i.d.R. auch nachts in Betrieb bleiben.

7. Ist es sinnvoll die Schaltzeiten zu verlängern, damit beim Stau nicht so viel Zeit für das Anfahren verbraucht wird? Jetzt können im Schnitt ca. 5 Autos fahren und dann ist schon wieder rot. 

Ob sich eine Veränderung der Schaltzeiten positiv auswirken würde, kann nicht ohne weiteres beantwortet werden. Die Äste des Knotenpunktes sind alle etwa gleichmäßig stark belastet. Würde man die Freigabe einer Fahrtrichtung verlängern, könnte das zu einen erheblichen Nachteil für die anderen Fahrtrichtungen werden bzw. könnten sich dann auch die Wartezeiten der Fußgänger verschlechtern.

8. Fällt Ihnen vielleicht noch etwas ein, wie man die Ampel optimieren kann, damit zum Feierabendverkehr der Verkehr etwas flüssiger wird?

In diesem Jahr ist durch den Landesbetrieb geplant, eine Verkehrsuntersuchung an diesem Knotenpunkt durchzuführen. Hierfür wird das aktuelle Unfallgeschehen ausgewertet und eine Verkehrszählung durchgeführt. Die Verkehrstechnischen Unterlagen der Lichtsignalanlage werden daraufhin geprüft und Vorschläge erarbeitet, die Schaltzeiten der einzelnen Fahrzeugströme zu optimieren.

Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Dienststätte Frankfurt (Oder)

Müllroser Chaussee 51
15236 Frankfurt (Oder)

27. April 2019

Kandidat*innen für die Kommunalwahl in Gosen-Neu Zittau und Europawahl am 26. Mai 2019

In diesem Amtsblatt:


sind alle Kandidat*innen für die Kommunalwahl in Gosen-Neu Zittau aufgelistet. Gewählt wird ein Bürgermeister oder Bürgermeisterin. Ortsbeiräte für jeweils Gosen und Neu Zittau sowie Gemeindevertreter*innen.

Die Kandidat*innen für die Kreistagswahl (Gosen-Neu Zittau liegt im Wahlkreis 1) sind in diesem Amtsblatt veröffentlicht:

https://www.landkreis-oder-spree.de/media/custom/2689_2251_1.PDF?1554379259

Die Kandidierenden zur Europawahl sind hier veröffentlicht:

https://www.europawahl-bw.de/kandidaten.html

Briefwahl ist auch möglich!

26. April 2019

Wildbienen Vortrag in Beeskow am 14. Mai 2019

Die Artenvielfalt schwindet – auch bei uns in Brandenburg. Die Zahl der Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer nimmt Jahr für Jahr ab. Die Insekten fehlen in der Nahrungskette vieler Tiere und uns als wichtige Bestäuber für unsere Kulturpflanzen. Mit einer Volksinitiative haben die Umweltverbände die Initiative ergriffen und fordern einen Politikwechsel in der Landwirtschaft – für die Insekten, für die Artenvielfalt, für gesundes Essen. Wir wollen diese Volksinitiative unterstützen, über Hintergründe informieren, mit Ihnen diskutieren und Unterschriften für die Artenvielfalt sammeln. 

Der Regionalverband Beeskow von Bündnis90/Die Grünen und der Kreisverband Beeskow des NABU laden deshalb ein zu einer gemeinsamen Veranstaltung 

am 14. Mai um 18.30 Uhr in die 
Stadtbibliothek (Kupferschmiede) in 
Beeskow, Mauerstraße 28.

Als Fachreferentin begrüßen wir Annelie Krämer von der Fachgruppe Entomologie des NABU Berlin zum Thema: „Unsere wilden Bestäuber – Wildbienen und andere Helfer im Garten“. 

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen! 

Sind Glühwürmchen ausgestorben?

Weibchen des Großen Leuchtkäfers (Lampyris noctiluca)
(Foto: Wikimedia commons)

Ich habe noch nie Glühwürmchen gesehen und frage mich schon, wie das sein kann, weil ich mich doch quasi andauernd in der Natur aufhalte? Ich kenne Glühwürmchen nur vom Hören/Sagen und möchte dieses Naturschauspiel auch so gerne mal miterleben. Sind Glühwürmchen die erste Tierart, von deren Existenz uns nur unsere Eltern und Großeltern erzählen können? Zum Glück nicht. 

Man kann Glühwürmchen fördern, indem man ihnen ihre Nahrung im eigenen Garten belässt: Schnecken. Der Kleine und Große Leuchtkäfer ernährt sich von kleinen Nackt- und Gehäuseschnecken und die dritte hier vorkommene Art, der Kurzflügel-Leuchtkäfer, ernährt sich von Regenwürmern. 

Welcher Gärtner würde jetzt für Glühwürmchen Schnecken im eigenen Garten fördern? Ich kenne keinen Gärtner, der Schnecken gut und wichtig findet. Leider fressen meine Hühner sämtliche Schnecken im Garten auf, so dass ich keine Möglichkeit finde, Schnecken besonders zu fördern. Mein Naturgarten mit Kompost, Totholzhaufen & Co. ist pestizidfrei. Nie würde ich Schneckenkorn einsetzen. Und meine Hühner sind eher an Schnecken interessiert, als daran, Glühwürmchen ihre Nahrung zu belassen. 

Schneckenkorn sollte, so wie jedes andere Gift, im eigenen Garten vollkommen tabu sein. Leere Schneckenhäuser sollte man übrigens ebenfalls nicht entsorgen, sondern einfach an Ort und Stelle liegen lassen, sie dienen Wildbienenarten (wie z.B. der Zweifarbigen Schneckenhausbiene, als Nistplatz.) Auf Schneckenhäuser spezialisierte Wildbienen sind in der Regel selten. 

Räumt der Mensch auch das letzte leere Schneckenhaus noch im Garten weg? Vielleicht. 

Nutzt er Schneckenkorn? Definitiv. 

Schneckenkorn kann aber für Kinder und Säugetiere tödlich enden. Bei unsachgemäßer Anwendung kann es das Grundwasser belasten. Zudem zieht es zahlreiche Schnecken aus der Umgebung an, die dann eventuell vor Ort Schneckengelege hinterlassen, so dass der Kreislauf der ungewollten Schnecken im Garten nie abreißt.  


In Deutschland gibt es drei Glühwürmchen-Arten, deren Vorkommen in dieser Karte verzeichnet sind:
(Quelle: https://www.lampyridae.lima-city.de/survey_results.html)

Fazit: Schnecken einfach mal Schnecken sein lassen damit Glühwürmchen noch Nahrung finden.


14. April 2019

Das Löcknitztal im Landkreis Oder-Spree und der Naturschutzhelfertag 2019

Bild könnte enthalten: Pflanze, im Freien und Natur
Frauenmantel mit Wassertropfen
(Foto: Anja Grabs)
Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, steht, im Freien und Natur
Moorexpertin Isabell Hiekel mit einem Handmoorbohrer
(Foto: Anja Grabs)
Bild könnte enthalten: Pflanze, im Freien und Natur
Die Orchideenart Knabenkraut
(Foto: Anja Grabs)
Bild könnte enthalten: Baum, Pflanze, Gras, Himmel, im Freien und Natur
Kalkdurchströmungsmoor im Löcknitztal. Der Boden schwingt, wenn man hier drauf hüpft.(Foto: Anja Grabs)
Bild könnte enthalten: Baum, Himmel, im Freien und Natur
Trockenrasen in unmittelbarer Nähe vom Feuchtbiotop. Viele seltene Tierarten benötigen beide Biotoptypen.(Foto: Anja Grabs)
Bild könnte enthalten: Baum, Pflanze, Himmel, im Freien, Natur und Wasser
Löcknitz mit angrenzendem Moor links und rechts. Der Biber fühlt sich hier besonders wohl.
(Foto: Anja Grabs)

Bild könnte enthalten: Pflanze, Blume, Natur und im Freien
Milzkraut 
(Foto: Anja Grabs)

Am 14. April 2019 trafen sich zahlreiche Naturschutzhelfer*innen zum Naturschutzhelfertag, der vom Naturschutzbeirat und der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oder-Spree organisiert wurde. Ich wurde eingeladen, weil ich Naturschutzhelferin des Landkreises bin. Früher habe ich fünf Jahre im Naturschutzbeirat die untere Naturschutzbehörde des Landkreises beraten. Ich bin spezialisiert auf den Wildbienenschutz im Land Brandenburg. 

Vorträge gab es von Dr. Gelbrecht zum Thema Schmetterlingsschutz in Brandenburg sowie von Isabell Hiekel zum Thema Moorschutz.

Nach der Workshopmethode des World-Café, wurden an sieben Thementischen verschiedene Naturschutzthemen vertieft. Danach konnte man zwischen zwei Exkursionen wählen: Moore und Schmetterlinge sowie Frühblüher im Löcknitztal.

Ich habe mir vor Ort ein paar stichpunktartige Notizen gemacht, die für mich persönlich interessant waren bzw. von denen ich denke, dass sie für Leser*innen dieses Blogs interessant sein könnten und keinesfalls das ganze Spektrum an Sichtweisen widerspiegeln:

Buchsbaumzünsler
Sollte man auf keinen Fall mit Pestiziden bekämpfen, sondern einfach abwarten und der Natur ihren Lauf lassen. Nach wenigen Jahren löst sich das Problem mit den natürlichen Gegenspielern von selbst.

Lichtverschmutzung
Es gibt für den öffentlichen Raum insektenfreundliche Leuchten (mit rötlichem Licht), die sich für Straßenlaternen eignen.

Mähen für Blumenwiesen
Am besten mäht man ab Oktober einmal jährlich und räumt das Mähgut ab. Das Abräumen vom Mähgut ist essenziell für die Entstehung von Blumenwiesen (Abmagerung des Bodens).

Verkehrssicherheit
Oft wird gegen Blumenwiesen am Straßenrand damit argumentiert, dass Autofahrer die Rehe nicht erkennen können. So hoch werden Blumenwiesen allerdings gar nicht, dass sie ein Reh verdecken können. Es fehlt hier an Pilotprojekten und Erfahrungswerten.

Blühstreifen
Blühstreifen sind Todesstreifen an Flächen, auf denen Pestizide zum Einsatz kommen. Blühstreifen sind keine Lösung für die Insektenvielfalt. Insekten benötigen vor allem "Fläche".

Landwirtschaft
Es gibt zu viele Regelungen, die es schwierig machen Dinge vernünftig umzusetzen.

Wald im Landkreis Oder-Spree
Nimmt 35 % der Fläche ein. 
Probleme wie Dürren, Stürme, Waldbrände etc. können nur mit einem umfassenden Waldumbau eingedämmt werden.

Insekten
Es fehlt an einem Wissenstransfer: Es gibt zu viele Schottergärten. Gartenbesitzer*innen wissen oft gar nicht, wie schädlich es für die Natur ist, sie so zu versiegeln.

Wettbewerbe
Blühende Dörfer wären eine gute Variante für Kommunen oder Landkreise, den Insektenschutz voran zu bringen.

Moorschutz
Auf torfhaltige Blumenerde muss unbedingt verzichtet werden! Isabell Hiekel sagt dazu: "Kompost ist ein toller Lebensraum." Niemand benötigt Blumenerde, die mit Torf angereichert ist.
Die Nutzung von nassem Mahdgut ist möglich. Vieles wird dazu aktuell erforscht.
Es gibt eine ganz neue Förderrichtlinie für Moorschonende Technik.
Es gibt die Möglichkeit eine Moorfläche aufzugeben, dann entsteht eventuell ein Erlenbruchwald, welcher dem Moor nicht schadet, sondern das Endstadium eines Moores darstellt.
Entwässerungssysteme müssen für einen Moorschutz deaktiviert werden.
Gosener Wiesen sind Feuchtwiesen auf Moorboden.
Feuchtwiesen wachsen auf Mooren. 

Weiße Flecken
Die Untere Naturschutzbehörde arbeitet derzeit an der Idee, die landkreiseigene Baumschutzssatzung so zu ändern, dass sie für diejenigen Kommunen gilt, die keine eigene Baumschutzsatzung erstellt haben.

Alleestraße
Die Untere Naturschutzbehörde arbeitet an der Idee einer Alleestraße durch den Landkreis.

Schmetterlinge
Es gibt ca. 2.500 Arten in Brandenburg!
Thymian Spanner ist fast ausgestorben. Die letzten Vorkommen sind hier bei uns in ganz Mitteleuropa. In Polen sind sie bereits verschollen.
Thymian Bläuling ist fast weg in Brandenburg.
Hochmoor Scheckenfalter: nur noch ein Vorkommen in Brandenburg.
Thymian und Oregano eignen sich im eigenen Garten ideal für Schmetterlinge.

Baumschutz
Bei der Ausschreibung muss darauf geachtet werden, dass nicht weniger als 10 Wässerungsgaben gemacht werden und dabei muss auf die Herkunft des Wassers geachtet werden (nicht dass dadurch ein Fließ austrocknet).

Zitat des Tages:

"Manchmal fahre ich morgens zur Arbeit und sehe am Straßenrand einen wunderschönen Baum und wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, steht dort ein Kleiderständer."

- Katrin Schulz, Sachgebietsleiterin uNB über den aktuellen Trend, Bäume an Straßenrändern zu köpfen und ihnen damit jede Würde zu nehmen.