11. November 2016

How To Exterminate The Fox Tapeworm In Your Area (E-Book)


It is the most dangerous parasite for humans in Europe and it exists in many countries in the northern hemisphere: the fox tapeworm causes the disease alveolar echinococcosis in humans and it is still spreading out. However, the disease is still rare and because of that, the politics in most countries will not fight the cause as the costs for prevention are too high. We can of course wait until scientific studies will hopefully bring better curative treatments in the future. Or we become active as citizens and conduct the prevention ourselves. You will learn how you can help in this e-book. In less than 50 pages you will also learn everything worth knowing about the fox tapeworm in a short and precise way.

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23. Oktober 2016

Nur für kurze Zeit gratis. Das E-Book: Der Fuchsbandwurm in Deutschland und wie wir ihn ausrotten können

Fuchsbau
(Foto: James Lindsey)


Jedes Jahr erkranken dutzende Menschen in Deutschland an der gefährlichsten Parasitenerkrankung in Europa, der alveolären Echinokokkose. Sie wird durch den Fuchsbandwurm ausgelöst und breitet sich, gemeinsam mit diesem, immer weiter aus. Weil die Krankheit dennoch sehr selten ist, wird die Bundes- und Länderpolitik, aufgrund der zu hohen Kosten, keine Ursachenbekämpfung durchführen. Natürlich können wir abwarten bis die Forschung hoffentlich bald bessere Heilmethoden liefert. Oder wir werden als Bürgerinnen und Bürger aktiv und nehmen die Prävention selbst in die Hand, indem wir gemeinsam den Fuchsbandwurm in Deutschland bekämpfen. Jeder kann mithelfen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem E-Book. Auf weniger als 50 Seiten wird zudem kurz und knapp alles Wissenswerte rund um den Fuchsbandwurm erklärt. 

Das E-Book "Der Fuchsbandwurm in Deutschland und wie wir ihn ausrotten können" ist jetzt auf Amazon für kurze Zeit gratis, hier erhältlich: Der Fuchsbandwurm in Deutschland und wie wir ihn ausrotten können von Anja Grabs

11. Juli 2016

Portugal in your face! Die Fußball-Europameisterschaft 2016

So jubelt Island:




Von Anfang an haben die Deutschen rumgejammert. Es gibt zu viele Mannschaften (außer Island) und der neue Turniermodus verdrängt die großen Favoriten, so dass ausgerechnet Portugal als Außenseiter mit diesem selbstverliebten Ronaldo gewonnen hat. Man hätte den Sieg im Finale so sehr Frankreich gegönnt. Schließlich ist Frankreich unser Nachbar und nach den Terroranschlägen hätte es Frankreich so gut getan zu gewinnen! Doch Moment, immer wenn es so einen allgemeinen Konsens gibt, wird es auch mal Zeit diese Kritikpunkte unter die Lupe zu nehmen, bevor man nur das nachplappert was alle anderen erzählen.

Zu viele Mannschaften
1996 wurde die Teilnehmerzahl von 8 auf 16 verdoppelt. Und in diesem Jahr wurde die Anzahl auf 24 erhöht. Es wurden 51 statt bisher 31 Spiele ausgetragen und die Endrunde dauerte daher eine Woche länger als sonst. Mehr Spiele, mehr Fußball, eine längere EM? Welcher Fußballfan kann das nicht gutheißen? Außenseiter, also die so genannten Underdogs sollten keine Chance haben zu gewinnen? Seit wann macht das denn einen Sport attraktiv? 

Zuerst einmal heißt es EUROPA-meisterschaft. Europa hat 49 Länder, so dass die UEFA die mögliche Qualifikation aller dieser Länder garantieren müsste. Politisch korrekt wäre sogar, England aus der EM auszuschließen, weil die englische Nationalmannschaft nicht das gesamte Vereinigte Königreich repräsentiert. Die Teilnahme für Nordirland und Wales dürfte dementsprechend auch nicht stattfinden. Und wer sich jetzt darüber wundert, was ich hier schreckliches erzähle (England soll nicht teilnehmen?!), dem sei gesagt, dass genau aus diesem Grund die englische sowie die walisische, schottische und nordirische Nationalmannschaft NICHT an den Fußballturnieren der Olympischen Sommerspiele teilnehmen dürfen. Es heißt schließlich VEREINIGTES Königreich und nicht geteiltes Königreich.

Und jedem, der sich in die isländische Mannschaft verliebt hat, sei gesagt, dass es genau das ist, was eine Erstteilnahme in so einem Turnier ausmacht. Man beschäftigt sich mit einer unbekannten Nationalmannschaft und dementsprechend mit einem ganzen Land. Eine bessere Werbung für ein Land gibt es nicht. So boomt der Tourismus in Island seit der EM mehr denn je. Kein Grund also die Anzahl der Mannschaften zu reduzieren.

Französische Fans
Spätestens als die französischen Fans bei der portugiesischen Nationalhymne gebuht haben, habe ich mich auf die Seite der Portugiesen geschlagen. Was stimmt mit diesen Fans nicht?
Als die Fanzone am Eiffelturm bereits völlig überfüllt war und niemand mehr hinein durfte, kam es zu Ausschreitungen zwischen jugendlichen Randalierern und der Polizei. Es gab ungefähr 50 Festnahmen. Und im Stadion? Da wurde erneut gebuht als Portugals bester Spieler, Cristiano Ronaldo, verletzt das Spiel unterbrechen musste. Es gibt einen gewissen Kodex, einen Respekt, den man der gegnerischen Mannschaft entgegenzubringen hat. Die Franzosen haben hier aus meiner Sicht versagt. Dieses Land ist im Moment so tief gespalten, dass auch ein Sieg hier nicht langfristig geholfen hätte.

Sie fanden es toll, dass die französischen Fans sowie die französische Nationalmannschaft den isländischen „Huh“ Schlachtruf (mehr schlecht als recht) kopiert hat? Dann lesen Sie mal diese beiden Zitate:

„Jesus Christus Frankreich...ihr habt uns besiegt, aber findet doch eure eigene Art zu feiern. #peinlich“ 
– Fan Initiative Icelandic Football

„Es war nett zu sehen, dass der französische Fußball-Verband unsere Anfeuerung in Marseille geehrt hat. Aber niemand kann es besser als Island.“ 
– isländischer Verband KSI

Cristiano Ronaldo
Das Finale war, bis auf das eine Tor, so langweilig, dass wir dankbar sein sollten, Ronaldo dabei zu haben. Seine Tränen als er ausscheiden musste, seine Tränen als Portugal gewonnen hat. Und vor allem sein Enthusiasmus sein Team zu unterstützen und temporär seinem Trainer dabei am Spielfeldrand zu assistieren. Er konnte überhaupt nicht anders, schließlich weiß er gar nicht, wie es ist auf der Bank zu sitzen. Und wer ihn als narzisstisch bezeichnet, der sollte mal eine Frau fragen, was sie von ihm hält, sobald er sein Trikot auszieht (ein bisschen Narzissmus schadet nie). Er ist ein Superstar, eine Ikone. Er vermarktet sich selbst perfekt und wenn ein bisschen Egozentrik hilft, warum nicht? Allen Kritikern sei gesagt, dass er zahlreiche Charityorganisationen unterstützt und keine Skandale á la Messi aufzuweisen hat (und trotzdem lieben alle Messi).

Allerhöchste Zeit also den Portugiesen ihren wohlverdienten Sieg zu gönnen (Oder haben Sie das Tor von Eder nicht gesehen?). 

Jetzt erholen wir uns erstmal ein bisschen von der EM und dann heißt es schon bald: Nach dem Fußball ist vor Olympia.

Zum Weiterlesen

17. Juni 2016

Die Karl-Marx-Allee in Berlin und der Aufstand des 17. Juni

Die Karl-Marx-Allee ist so breit, dass sie, obwohl sie von fast überdimensionierten und bis zu 13 Etagen hohen Häusern im Sozialistischen Klassizismus (Zuckerbäckerstil) gesäumt ist, einen geradezu befreienden offenen Eindruck hinterlässt. Sie sollte als Prachtstraße für Aufmärsche und Paraden genutzt werden. Erich Honecker stand dabei zum Beispiel auf einer Bühne vor dem Kino International, während das Volk am 1. Mai an ihm vorbeizog. 
Die großen Wohnungen in den Häusern sind bis heute heiß begehrt und haben damals so manchen "Westbesuch" beeindruckt. Sie sollten die Wohnverhältnisse revolutionieren und das kulturelle Niveau der "Arbeiterklasse" anheben. 

Diese Arbeiter wiederum sollten um 10% produktiver in ihrem vorgegebenen Zeitrahmen werden und begannen daher am 16. Juni 1953 auf den Großbaustellen dieser damaligen "Stalinallee" zu streiken, was am 17. Juni zu Demonstrationen in großen Teilen der Stadt und in der gesamten DDR führte und dabei immer politischer wurde. So wurde dabei der Rücktritt der Regierung und freie Wahlen gefordert. Unter anderem besetzten die Aufständischen zahlreiche Bürgermeistereien und Kreisratsgebäude. Daraufhin flüchtete die DDR Regierung nach Berlin-Karlshorst, um Schutz der sowjetischen Behörden zu erlangen. Die Aufstände wurden schließlich von der Sowjetarmee blutig niedergeschlagen. Es gab 55 Todesopfer und etwa 20 weitere ungeklärte Todesfälle. Über 1000 Menschen wurden inhaftiert. 

Strausberger Platz

"Stalinbauten" im Zuckerbäckerstil

Strausberger Platz

Das Restaurant "Haus Berlin" existierte schon zu DDR-Zeiten in einer oberen Etage. Heute ist es im Erdgeschoss.


Das legendäre Café Moskau steht heute unter Denkmalschutz.
Stalinallee, Berlin. Bauarbeiten 1953

Stalinallee, Berlin. 1959

Frankfurter Tor, Stalinallee, Berlin. 1959

Zahlreiche Geschäfte bereicherten die Stalinallee 1959 mit ihren noch jungen Linden.  Im Hintergrund das Frankfurter Tor.
Fotos: Anja Grabs (c) 

9. Mai 2016

Kleine Anfrage im Kreistag Oder-Spree zur Busverkehr Oder-Spree GmbH


Busverkehr Oder-Spree (BOS)
(Foto: www.ideengruen.de) 


Kleine Anfrage zur Busverkehr Oder-Spree GmbH vom 20.03.2016 
von 
Anja Grabs - Fraktion Bündnis 90/Die Grünen & Piraten

1. Frage: Der Nahverkehrsplan ÖPNV Oder-Spree läuft dieses Jahr aus. Wird es ab 2017 einen neuen Nahverkehrsplan geben?

Antwort:           

Der gegenwärtig noch gültige Nahverkehrsplan ist ein Rahmenplan, der durch den Kreistag beschlossen wurde. Die getroffenen inhaltlichen Vorgaben zur Erstellung von Beförderungsleistungen wirken über den Zeitraum 2012 bis 2016 hinaus und sind damit weiterhin ein verbindliches Dokument. Dieser Plan war Grundlage für die europaweite Ausschreibung der Busbeförderungsleistungen Oder/Spree Bus für den Zeitraum 2016 – 2026 mit sehr detaillierten Anforderungen in der Qualität und der Quantität. Diese Ausschreibung hat die BOS GmbH gewonnen. Vertraglich wurde fixiert, dass zukünftige Veränderungen im Beförderungsbedarf aufgegriffen und im Rahmen der bestellten Beförderungsleistungen realisiert werden. Der LOS ist Aufgabenträger für den übrigen ÖPNV (Bus und Straßenbahn) im Landkreis, das Land trägt die Verantwortung für den Schienenpersonennahverkehr.

2. Frage: Wurden die Fahrgäste bzw. potentiellen Fahrgäste in den letzten Jahren zu ihren Fahrgewohnheiten befragt?

Antwort:

Ja ständig, in der Regel über das Einnahmeaufteilungsverfahren des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg, was auch stets pressewirksam ist. Darüber hinaus erfolgten periodisch Schwerpunktzählungen der BOS GmbH auf einzelnen Bus-Linien. Weiterhin wurden Zählungen an Umsteigepunkte von der Schiene auf den Bus und umgekehrt veranlasst. Die Ergebnisse flossen in den Fahrplanungen der BOS GmbH mit ein.

3. Frage: Wie steht der Landkreis zur Anlage neuer Wohngebiete, bei denen bisher kein direkter Anschluss zum ÖPNV besteht?

Antwort:

Wie ihnen bekannt ist, werden solche Wohngebiete in der Regel über Bebauungspläne auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Bauleitplanung in unserem Kreis werden diese Planungen an die betroffenen Träger öffentlicher Belange gereicht zwecks Stellungnahme. In diesem Zusammenhang wird geprüft, ob eine vorhandene Erschließung zum Beispiel mit ÖPNV-Leistungen vorliegt oder nicht. Bei Nichtvorliegen wird auf die Anforderungen der Leistungsträger verwiesen, bei Busleistungen z.Bsp. auf notwendige Straßenbreiten bzw. mögliche Haltepunkte.

4. Frage: Gibt es Pläne die Flotte in umweltfreundlichere Fahrzeuge umzutauschen? Falls nicht, warum nicht?

Die Frage stellt sich so nicht. Fakt ist, in den Ausschreibungsunterlagen wurden detaillierte Festlegungen für die Neuanschaffung von Fahrzeugen vertraglich festgelegt.
Das bedeutet:

-       ab dem Jahr 2016 erstzugelassenen Fahrzeuge in Niederflurausrüstung müssen die Euro-VI-Norm besitzen  - höchste Abgasnorm!!!!!!
-       ab Auftragsbeginn der Einsatzanteil barrierefreier Fahrzeuge mind. 60% und ab 2022 mindestens 90%
-       Insgesamt wird bei Fahrzeugeinsatz und Fahrzeugbeschaffung auf die Einhaltung der EU-Fahr­zeugrichtlinie 2001/85/EG vom 20.11.2001 sowie der VDV-Empfehlungen Nr. 230 (von 09/2001) „Rahmenempfehlungen für Stadt-Niederflur-Linienbusse (SL III)“ sowie Nr. 231 (von 06/2004) „Rahmenempfehlungen für Überland-Niederflur-Linienbusse“ orientiert.

Das entspricht den gegenwärtigen Vorgaben in der EU.

5. Frage: Wie reagiert die BOS auf die ihr bekannte angespannte Situation der Schülerbeförderung zwischen Langewahl und Fürstenwalde? Sind hier mehr oder größere Busse geplant? Gibt es Busbegleiter?

Antwort:

Das Ergebnis ist ihnen bekannt. Die Geschäftsleitung hat verstärkte Kontrollen angeordnet und über einen längeren Zeitraum die Einstiegssituation speziell zwischen 7.30 und 7.40 Uhr in Langewahl durch internes und externes Personal prüfen lassen.

Ihre Aussage, dass Schüler zurückgelassen wurden, ist falsch.* Von Mitgliedern der Elterninitiative ist auch die Busbegleitung (Personal der BOS) bemerkt worden. Eine längere Begleitung über die TSZ GmbH aus Fürstenwalde konnte nicht finanziert werden, was ihnen auch bekannt ist. Es liegen auch dementsprechend keine Aussagen vom Amt Scharmützelsee vor.
Die zukünftigen Fahrplanungen sind vorbereitet und werden ab September umgesetzt. Die Beförderungsleistungen der Linie 431 und 403 in diesem Gebiet werden angepasst, dementsprechend auch die Buskapazitäten.

6. Frage: Welche Verträge wurden seit 2015 mit der BOS GmbH ausgehandelt? Was beinhalten diese und wie lange sind sie gültig?

Antwort: siehe Antwort zu Frage 1

gez.
M. Buhrke
Dezernent für Finanzen,
Ordnung und Innenverwaltung


Begründung der Anfrage:
Im Jahr 2015 hat sich in Langewahl eine Elterninitiative gegründet und zahlreiche Unterschriften für eine bessere Schülerbeförderung zwischen Langewahl und Fürstenwalde gesammelt. Monatelang wurden Schüler*innen in vollkommen überfüllten Bussen befördert. Teilweise mussten einige Schüler*innen an den Haltestellen zurückgelassen werden. Trotz zahlreicher Gespräche fand keine schnelle und zufriedenstellende Entspannung der Lage statt. 

*Anmerkung:
"Laut der Elterninitiative wurde diese überhaupt erst gegründet, weil Schüler an den Haltestellen zurückgelassen wurden. Davon wurde mir auch von mehreren Eltern vor Ort in Langewahl berichtet. Somit ist diese Aussage nicht falsch." - Anja Grabs

5. Mai 2016

Alter!


Sie sehen gut aus, sind sympathisch und selbstbewusst. Man kann sich ganz gut mit ihnen unterhalten und dann, irgendwann regen sie sich über irgendetwas auf und sagen „Alter!“

Autsch.

Sofort sinken sie in meinem Ansehen, ich bin geschockt und stufe ihre Intelligenz auf mindestens 100 IQ-Punkte herab. Vielleicht sogar noch mehr. Potentielles Aufkeimen einer zukünftigen Freundschaft ist jetzt im Keim erstickt. Es geht nicht, ich komme einfach nicht klar mit dieser niveaulosen Gossensprache. Dabei benutze ich gerne selbst Wörter wie „geil“, „krass“, „Scheiße“ etc.

Aber das Wort „Alter!“ war für mich schon in den 90er Jahren dermaßen aus der Mode gekommen, dass die Benutzung des Wortes bei über 30jährigen heute für mich unverzeihlich ist.

Man kann Wert auf Sprache legen. Muss man aber nicht.

Unsere Großeltern fanden es damals sogar amüsant, wenn wir mal „cool“ gesagt haben. Es wird immer Jugendsprache geben, die die ältere Generation nicht teilt. Weil Jugendsprache nur den einzigen Sinn hat: sich von Erwachsenen abzugrenzen.

Weil so viele Erwachsene heute „geil“ sagen, ist das Wort ebenfalls erwachsen geworden und kann kaum noch jemanden schocken, obgleich viele Eltern ihren Kindern auch heute noch dieses Wort verbieten. Und weil „geil“ so harmlos geworden ist, sprechen es Jugendliche heute gerne oft als „gei-ell“ aus, um sich erneut abzugrenzen, weil die Abgrenzung mit bewusst fehlerhafter Sprache sehr gut gelingt.

Das Wort „Alter!“ allerdings ist so, als würde man als über 40jähriger sagen: „Ich schwöre. Ey, krass Alter, ey. Voll fett.“ So eine Sprache kann man ernst nehmen, muss man aber nicht.

Als „Alter!“ in den 90ern von ursprünglich „Alter Schwede!“ reduziert wurde, gehörte es zu einem bestimmten Milieu. Es war nicht nur Jugendsprache sondern eindeutige Gossensprache, so dass nicht alle Jugendlichen es benutzten.

In der sinnfreien Enzyklopädie Stupidedia steht: „Das Wort Alter wird häufig von beruflich, gesellschaftlich oder kulturell abgegrenzten Menschengruppen, einem bestimmten sozialen Milieu oder einer Subkultur („Szene“) verwendet. Manche Rhetorikexperten bezeichnen Alter auch als das Ursprungswort der Sklavensprache.“

Ich habe heute erfahren, dass es einen Sportlehrer in Berlin gibt, der die Schüler fünf Liegestütze machen lässt, wenn sie „Alter!“ sagen. Ich bin sicher, dass er ihnen damit einen riesigen Gefallen tut, weil Erwachsene die heute IMMERNOCH „Alter!“ sagen, absolut keinen Schimmer davon haben wie unglaublich uncool, dämlich und niveaulos sie auf viele Menschen dabei wirken.

Noch was:
Um in den USA die Jugendsprache gesellschaftsfähig zu machen, legen die Amerikaner so großen Wert darauf sie zu verbieten, dass sie einfach von den Jugendlichen in der Aussprache verharmlost wird damit sie sie weiter benutzen können, ohne dafür gerügt zu werden. In dem christlichen Land wird bereits „Oh my God!“ als inakzeptable Blasphemie empfunden und so wird daraus dann „Oh my Gosh!“ oder aus „Shut the fuck up!“ wird „Shut the front door!". 

7. April 2016

Schulbusverkehr rund um Fürstenwalde: Grüner Druck zeigt Wirkung - Landrat kündigt Verbesserung an

Foto: ideengruen.de



Die massive Kritik von betroffenen Eltern am unzureichenden Schulbus-Verkehr rund um Fürstenwalde ist beim Landkreis Oder-Spree angekommen. Auf der Sitzung des Kreistages Oder-Spree am Mittwochabend in Beeskow zitierte Landrat Manfred Zalenga ein Schreiben von Michael Buhrke, Dezernent für Finanzen, Ordnung und Innenverwaltung im Landratsamt auf Anfrage von Anja Grabs, dass die Beförderungsleistungen der Linie 431 und 403 in diesem Gebiet angepasst werden und dementsprechend auch die Buskapazitäten. Zukünftige Fahrplanungen würden ab September umgesetzt. Die auf Druck der Elterninitiative aus Langewahl bei Fürstenwalde eingerichtete Busbegleitung für die Schüler werde allerdings seitens der TSZ GmbH aus Fürstenwalde nicht länger finanziert werden können, so Buhrke in seinem Schreiben.
Auch Landrat Manfred Zalenga bestätigte, dass im Moment keine Aussagen  vorliegen, dass es bestehende Probleme gibt.

„Wir hoffen, dass die nun vorgetragen Änderungen auch von Dauer sind und kein Strohfeuer“, sagte Anja Grabs, Mitglied der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen & Piraten Oder-Spree: „Der Kreis hat erkannt, dass es nichts bringt, wenn Probleme ausgeblendet werden“. Die grün-orangene Kreistagsfraktion setzte sich seit längerem für eine Verbesserung des Schulbusverkehrs in der Region ein.

Die Beförderung von Schülern rund um Fürstenwalde wird aus Kostengründen nicht mit eigenen Schulbussen betrieben, sondern auf den regulären Busverkehr verlagert. Insbesondere im Winter und bei schlechtem Wetter sind die Busse teilweise so überfüllt, dass Schulkinder nicht mehr einsteigen können. Wenn die Eltern keinen Transport organisieren können, bliebe den Schülern nichts weiter übrig als den über zwei Kilometer langen Weg mit ihren Schulranzen zu laufen, teilweise entlang der Hauptverkehrsstraße ohne befestigten Gehweg und über die Autobahnbrücke - kritisierte in der Vergangenheit die Elterninitiative aus Langewahl und überreichte im Herbst 2015 eine Petition an den Landkreis.

2. April 2016

Grüne besuchen Naturlandbetrieb


Am 2. April 2016 besuchte der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Oder-Spree das Schlossgut Alt Madlitz, um sich bei einer Führung durch die Betriebsleiterin Johanna von Münchhausen den ökologischen Landbau erläutern zu lassen. Der circa 1000 Hektar große Betrieb produziert nach den Naturland-Richtlinien ökologische Futter- und Lebensmittel, deren Produkte mit dem Naturland-Bio-Siegel versehen werden. 

Bei der Übernahme des landwirtschaftlichen Betriebes nach der Wiedervereinigung hat sich die Familie Finck von Finckenstein ganz bewusst gegen die vorhandene Rinderhaltung entschieden, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht nur in einem katastrophalen Zustand befand sondern auch ökonomisch nicht vertretbar war. Bis heute würde es sich hierbei um ein Minusgeschäft handeln, so dass hier auf eine betriebliche Tierhaltung verzichtet wird.

Die bündnisgrüne Sprecherin Anja Grabs stellte fest: „Wenn man einen landwirtschaftlichen Betrieb nicht von seinen Eltern übernimmt, entsteht der Vorteil, dass man mit viel Pragmatismus den Betrieb so umgestalten kann, dass er sich rentiert ohne dabei betriebsblind an Traditionen festzuhalten, die nicht mehr ökonomisch sind. So stellte dieser Betrieb nach einer anfänglichen konventionellen Landwirtschaft seine Ackerflächen im Jahr 2004 auf ökologischen Landbau um und erntete dabei zuerst viel Skepsis seitens der benachbarten Betriebe. Weil die Nachfrage von Milch in China sinkt und der Absatzmarkt in Russland wegfällt, wird in Deutschland zuviel Milch produziert und die Preise durch den Konkurrenzdruck gesenkt. Ich kann nur jedem Bauern in Deutschland, der einen Betrieb mit Rinderhaltung übernimmt dringend raten, sich an dem Schlossgut Alt Madlitz ein Beispiel zu nehmen und sich genau zu überlegen, ob sich eine Milchviehhaltung rechnet oder ob es sinnvoller ist auf eine ökologische Landwirtschaft ohne Rinder umzustellen. Zumal es für Bioprodukte eine kontinuierlich wachsende Nachfrage gibt.“

28. März 2016

Termine




Alle Termine im Kreistag Oder-Spree finden Sie: HIER

Spreetreiben (Neu Zittau bis Erkner)

Jedes Jahr am Ostersamstag begeben sich, nach einem Startschuss vom Bürgermeister, dutzende „Treiber“ in Neu Zittau in die Müggelspree, um sich von dort aus bis zum Strandbad Erkner im Wasser treiben zu lassen. Mithilfe von Neoprenanzügen schützen sie sich vor dem meist noch ziemlich kalten Wasser. Zusätzlich aufgesetzte lustige Hüte, Perücken oder sonstige witzige Kostüme geben dem Spreetreiben einen Humor, der durch reichlich Alkoholkonsum bei den Treibenden noch angeheizt wird. Und so ist die Stimmung immer ziemlich ausgelassen, wenn sich die Treiber in das kalte Wasser stürzen. Auch witzige Boote sind zu sehen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange man sich nur Treiben lässt und sich nicht mithilfe von motorisierten Booten fortbewegt. Tausende Schaulustige stehen dabei am Ufer und bewundern die Mutigen dafür, dass sie in das kalte Wasser gehen und amüsieren sich über die Kostüme und den Humor der Treiber, die den ein oder anderen witzigen Spruch ablassen. Veranstaltet wird das Spreetreiben vom Schwimm- und Tauchverein „Biber Erkner e.V.“, dessen zwei Biber-Maskottchen selbstverständlich ebenfalls in einem Boot mitfahren. Zwischendurch rufen die Treiber gerne „Biber, Biber, Biber...“. Extra aufgestellte Imbissbuden am Ufer sorgen für Getränke und Snacks. Am Abend gibt es am Strandbad Erkner meist ein Festzelt mit Musik und Osterfeuer. 

Info:
Startschuss fällt an der Brücke in Neu Zittau. Von da aus geht es bis zum Strandbad Erkner.
Tel. 03362/888404 (Marcel Matheis, Biber Erkner e.V.)
Reisezeit:
Jedes Jahr am Ostersamstag.



2013: Treiber

Gruppenfoto der Treiber. Schnee und Eis hält sie nicht vom Spreetreiben ab. 2013 war es so kalt, dass man lediglich kurz in Erkner ins Wasser gehen konnte.
2016: Bibermaskottchen und Treiber auf dem Weg von Neu Zittau nach Erkner.

19. März 2016

Die Bäume in Gosen-Neu Zittau (oder was davon übrig blieb)


„Ein Baum, kein Baum, ein Baum, kein Baum...“ 
– Bürgerin aus Burig über den Zustand der lückenhaften Alleen in der Gemeinde Gosen-Neu Zittau

In den 90er Jahren wurde in Gosen von einer Immobilienfirma mit dem Satz geworben „Im Grünen wohnen“. Und nun könnte man ganz subjektiv behaupten, dass man hier im „Grünen“ wohnt, einfach weil das hier ein Dorf in Brandenburg ist. Wir wohnen hier aber nicht „im“ Grünen sondern „umgeben“ von Grün. Die Gemeinde liegt eingebettet in zwei sehr schönen Naturschutzgebieten: das Naturschutzgebiet Gosener Wiesen und das Naturschutzgebiet Wernsdorfer See. Dazu kommen unter anderem der Seddinsee, der Wernsdorfer See, die Gosener Berge (mit Berliner Forsten) und der Mühlenberg in Neu Zittau (sandiger Magerrasen).  Uns fehlt es also hier überhaupt nicht an Natur. Oder?
Wie sieht es denn überhaupt innerorts aus? Also dort wo wir direkt wohnen, dort wo wir täglich die Straßen entlang gehen? Ein Spaziergang durch den Ort lässt einen Naturschützer fast verzweifeln, denn von „Grün“ kann hier überhaupt keine Rede sein.

Ich werde von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde immer wieder  zu Umweltfragen herangezogen. Da geht es vor allem um Ambrosia, aber natürlich auch um Bäume. Das Problem ist: Es gibt in unserer Gemeinde keinen einzigen Gemeindevertreter von Bündnis 90/Die Grünen. Somit gibt es hier auch keinen Umweltausschuss. Ich kann also dem Bürgermeister Empfehlungen aussprechen, aber Debatten in der Gemeindevertretung darf ich nicht führen, geschweige denn Anträge stellen und als Gast der Gemeindevertretung reicht die Redezeit einfach nicht aus. Bei der letzten Kommunalwahl haben mir 30 Stimmen (bzw. 10 Wähler*innen) für einen Sitz in der Gemeindevertretung gefehlt.

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Gosen-Neu Zittau,

selbst wenn Sie noch nie die Grünen gewählt haben und aus reiner Tradition (oder welcher Motivation auch immer) den großen Parteien im Land Brandenburg treu bleiben, kann ich Ihnen nur raten einen echten Unterschied zwischen Europa-, Bundestags-, Landtags-, Kreistags- und Kommunalwahl zu machen. Denn eins ist ganz klar: Wenn Sie möchten, dass unsere Gemeinde „grüner“ wird, dann nutzen Sie Ihre größtmögliche Macht auf die Politik aus und geben Sie bei der nächsten Kommunalwahl den Grünen Ihre Stimme. Wenn Sie sich aktiv für die Grünen in Gosen-Neu Zittau engagieren möchten, kontaktieren Sie mich bitte unter: kontakt@anja-grabs.de

Gosen

Gosener Eiche
Lesen Sie hier den aktuellsten Bericht: Gosener Eiche stirbt in den kommenden 20 Jahren ab

Gosener Friedhof
Zum ausführlichen Bericht geht es hier: Sommerlinden auf dem Gosener Friedhof

Eichwalder Straße
Die Eichwalder Straße ist mit verkehrsberuhigenden Baumscheiben versehen, in denen man zum Beispiel Eichen pflanzen könnte. In diesen Baumscheiben befinden sich aber Sträucher, so dass die Straße im Sommer voll besonnt ist. Meine Empfehlung: Die Sträucher entfernen und verschiedene Sorten einheimischer Eichen pflanzen. Der schönste Baum in dieser Straße befindet sich auf einem Privatgrundstück: ein alter Maulbeerbaum aus der damaligen Zeit der Seidenraupenzucht.

Wenn man Satellitenbilder vergleicht, erkennt man, dass im Bereich der Eichwalder Straße in den Gosener Bergen immer wieder illegale Kahlschläge (Brennholz?) vorgenommen wurden. Inwieweit der damalige Bürgermeister Horst Buch (SPD) diese Baumfällungen unterstützt bzw. geduldet hat, bleibt unklar.

Köpenicker Straße
Vor der Kirche sind noch sehr schöne alte Bäume vorhanden. Eine Pflanzung jüngerer Bäume daneben fand zwar statt, weist aber viel zu große Lücken auf.

Storkower Straße
Wenn die Gemeinde im Baumschutz versagt, wird manchmal von Bürger*innen in Eigeninitiative hier und da ein Baum vor das eigene Grundstück gepflanzt. Das ist gut so, denn sonst wäre auch diese Straße vollkommen kahl, obwohl sehr viele dafür vorgesehene Baumscheiben in die Straße eingearbeitet sind. So gibt es am Ende der Straße einen Maulbeerbaum, der jedes Jahr imposanter wird. In der Straße wurden einige Sorten Vogelbeeren gepflanzt. Vogelbeeren ziehen die höchste Anzahl von Tierarten an: Bienen, Schmetterlinge und sonstige zahlreiche Insekten und natürlich auch viele Vogelarten. Sie sind sozusagen der biologische Hotspot unter den Bäumen und weil sie nur 70 Jahre alt werden und dadurch keinen mächtigen Stamm haben, heben sie weder Pflastersteine hoch, noch tut es weh, wenn sie aufgrund von Bebauung wieder weichen müssen. Sie sind ideale Straßenbäume, die gut mit Feinstaub zurechtkommen. Meine Empfehlung: verschiedene Sorten einheimischer Vogelbeeren in die Baumscheiben und Randstreifen pflanzen.

Seestraße
Hier dürfte die SPD vollkommen versagt haben und beim Bau dieser Straße war leider kein Gemeindevertreter von Bündnis 90/Die Grünen abgeordnet. Sonst hätte dieser sicherlich bemängelt, dass beim Bau der Seestraße überhaupt keine Baumscheiben in die Straße eingearbeitet sind. So wird diese Straße auf alle Zeit vollkommen kahl bleiben. Schade!

Parkplatz ,-real Getränkemarkt
Er gehört nicht der Gemeinde und so habe ich in Absprache mit der Verwaltung vom Müggelpark in Eigenregie die Baumpfähle entfernt, die nach vielen Jahren nicht nur unansehnlich aussahen sondern den Bäumen mehr geschadet als genützt haben. Beim Pflanzen von Bäumen muss man sich immer fragen: Wer wird in ca. 3 Jahren die Baumpfähle entfernen?

Lindenweg
Namenstreu wurden hier Linden gepflanzt, die einen sehr guten Eindruck machen. Leider, wie so oft, mit viel zu großen Lücken dazwischen. Meine Empfehlung: In die Lücken weitere Linden nachpflanzen.

Neu Zittau

Kreuzung
Auf dem Baugrundstück an der Kreuzung steht ein sehr großer alter Baum, der aufgrund eines unsachgemäßen Schnittes vollkommen verstümmelt, seine ganze Würde verloren hat. Kommt man aus Wernsdorf und wartet an der Ampel ist das der erste Eindruck, den man von einem Baumzustand in Neu Zittau erhält. Meine Empfehlung an den Besitzer: den Baum fällen und an gleicher Stelle einen neuen pflanzen.

Karl-Liebknecht-Straße
Hier geht es zum ausführlichen Artikel der Bäume in dieser Straße: Die Pflege von Rosskastanien

Burig

Waldstraße
Hier erinnert nichts mehr an einen Wald. Meine Empfehlung an die Gemeinde: Den Bürger*innen in der Waldstraße die Erlaubnis erteilen in Eigenregie Bäume nachzupflanzen und nicht wie in der Vergangenheit diese Anfrage bürokratisieren und ablehnen. Das Gemeindeland gehört den Steuerzahler*innen!

Dieser Blogeintrag soll ein möglichst vollständiger Katalog der Straßenbäume in Gosen-Neu Zittau werden. Er wird dementsprechend Updates erhalten. Wenn Sie Hinweise (gerne mit Fotos) zu Bäumen in der Gemeinde haben, dann senden Sie diese bitte an: kontakt@anja-grabs.de

Sommerlinden auf dem Gosener Friedhof


Im November 2012. Bäume auf Friedhöfen dürfen meist ihr Höchstalter erreichen, da sie keiner Bebauung weichen müssen. Linden können 1.000 Jahre alt werden.

Aufgrund meiner Initiative und Organisation, ließ die Gemeinde am 16. November 2012 auf dem Gosener Friedhof vier Sommerlinden pflanzen. Die vorhandene alte und gut erhaltene Baumallee wurde so vervollständigt, so dass sie nun komplett vom Friedhofseingang zur Trauerhalle geht. Das Geld für die Pflanzung stand der Gemeinde zur Verfügung nachdem eine illegale Baumfällung in Gosen zu Bußgeldern führte, die dem Gemeindehaushalt zugeführt wurden.

Update im März 2016
Die Bäume sind alle angewachsen. Im März 2016 wurden die Stützpfähle entfernt. Vielen Dank an die Gemeindearbeiter, die die Bäume in der heißen Jahreszeit immer mal wieder gegossen haben.

14. März 2016

Fürst-Pückler-Park, Bad Muskau (Landkreis Görlitz, Sachsen)


"Wer mich ganz kennenlernen will muss meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz." 
- Fürst von Pückler-Muskau

Hermann von Pückler-Muskau war im Jahre 1785 der erstgeborene Sohn seiner 15jährigen Mutter, die sich bereits in einer ihr unerträglichen Ehe befand. In diesem Alter völlig überfordert mit dieser Situation behandelte sie ihn wie ein Spielzeug „ohne selbst zu wissen, warum sie mich bald schlug, bald liebkoste.“ Er wuchs mit seinen drei Schwestern und seinem Großvater im Hause, in der Standesherrschaft Muskau auf.

1817 heiratete er die reiche, geschiedene und neun Jahre ältere Lucie von Hardenberg, die ihm seine Berufung als Gartenkünstler finanzierte. 1826 ließen sie pro forma auf Lucies Idee hin scheiden damit er erneut reich heiraten sollte, um die Gartenkunst weiterhin finanzieren zu können. Die beiden blieben lebenslang freundschaftlich zusammen. 

Verschuldet reiste er von 1825 bis 1829 nach England, um sich eine reiche Braut zu suchen. Er fand keine Ehefrau, dennoch wurden seine Reiseberichte ein internationaler finanzieller Erfolg. Sodann wurde er zu einem Weltreisenden. 1837 kaufte er sich auf einem Sklavenmarkt in Kairo die 14jährige Machbuba als schöne Maitresse, die er mit nach Europa nahm. Sie starb innerhalb von einem Jahr und liegt heute noch in Bad Muskau begraben.

1845 verkaufte er die Standesherrschaft Muskau, weil er sich mit der Anlage seines ersten Parks finanziell übernommen hatte, und zog in sein Erbschloss Branitz bei Cottbus. Den Erlös verwendete er für den Umbau des Schlosses Branitz und für die Anlage des heutigen Fürst-Pückler-Parks.

Bis zu seinem Tod 1871 widmete er sich der Schriftstellerei. Er schrieb zehn Bücher und weil er kinderlos blieb, erbten sein Neffe und seine Nichte alles, wobei sein literarischer Nachlass an die Schriftstellerin Ludmilla Assing ging, mit der Auflage seine Biografie zu schreiben und ungedruckte Tagebücher und Briefe zu veröffentlichen, an denen sich bis heute zahlreiche Historiker erfreuen. 

Kavaliershaus: Die Fassade ist fertig. Innen herrscht Rohbau. Es wird ein Investor gesucht.

Blick vom Schloss in den englischen Landschaftspark, der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Sichtachse mit schöner Wasserspiegelung der Brücke. Blau war seine Lieblingsfarbe.

Die Blutbuche entdeckte er ausgewachsen, kaufte sie ein und transportierte sie sehr teuer und aufwendig, um sie in den Park zu pflanzen. In den alten Rest Stumpf pflanzte man vor einigen Jahren einen genetisch identischen Nachfolger.

Hinter der Neiße-Brücke liegt Polen. Zwei Drittel der Parkanlage befindet sich im heutigen Polen. Die Ausmaße der Parkanlage sind immens.

Orangerie

Schloss Muskau, das Neue Schloss.

Sichtachse

Sichtachse


Kein Café in Bad Muskau, wo man es nicht bekommt. Das Fürst-Pückler-Eis stammt von einem Königlich-Preußischen Hofkoch, der es dem Fürsten 1839 in einem Kochbuch widmete.

Im Hintergrund das Schloss. Zahlreiche Kieswege führen durch den Park. Ein geführter Spaziergang dauert 2 Stunden. Würde man den gesamten Park erkunden, wäre man 8 bis 9 Stunden unterwegs.
Fotos (c): Anja Grabs

9. März 2016

Landkreis Oder-Spree startet echte Energiewende

Vorbild Chicago: Gründach auf dessen Rathaus.                                                       (Foto: TonyTheTiger)


Der Landkreis Oder-Spree muss jedes seiner kreiseigenen neu zu bauenden Gebäude mit Photovoltaik und bei Bedarf Solarthermie ausstatten, wenn die Wirtschaftlichkeitsberechnung dafür positiv ausfällt. Ist dies nicht der Fall, kommt ein Gründach zum Einsatz, so dass alle neuen Dachflächen im Sinne der Energiewende sinnvoll und ökonomisch genutzt werden.

Dies wurde im Kreistag im Dezember 2015 aufgrund eines Antrages der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen & Piraten beschlossen und das erste davon betroffene Gebäude befindet sich derzeit in der Beratungsfolge des Kreistages: Der Neubau eines Verwaltungsgebäudes für das KWU Entsorgung in Fürstenwalde kommt am 6. April als Baubeschlussvorlage in den Kreistag und wurde bereits in der Planung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung für Photovoltaik unterzogen, die positiv ausfiel. Die Kosten dafür von 15.000 Euro werden sich nach 13 Jahren amortisieren, so dass ab diesem Zeitpunkt Stromkosten in erheblicher Höhe eingespart werden können.

Etwas Kritik kam dennoch von der bündisgrünen Abgeordneten Anja Grabs im Bauausschuss, die den Energiewendeantrag im Dezember initiiert hatte. „Das KWU Gebäude hat zwei Dachflächen, wovon die voll besonnte die Photovoltaikanlage erhält. Die zweite Dachfläche liegt im Schatten, so dass sie mit einem Gründach hätte ausgestattet werden können. Diese Möglichkeit hatte die Verwaltung zwar besprochen, sich dennoch dagegen entschieden, weil sie sich bei diesem Neubau auf die Photovoltaik konzentrieren möchte. Da es sich um ein Gebäude handelt und nicht um zwei, widerspricht das Amt dem damaligen Beschluss zwar nicht, hätte sich dennoch freiwillig für ein Gründach auf dem zweiten Dach entscheiden können. Bis Gründächer zur Normalität werden und die Stadtbilder und das Klima für jeden verbessern, dauert es eben noch seine Zeit.“, so Grabs.

27. Februar 2016

Der Berliner Dom

Erst 1905 fertiggestellt handelt es sich beim Berliner Dom um die größte Kirche Berlins. Er gehört zu den bedeutendsten und größten evangelischen Kirchen Deutschlands. 

Berliner Dom

Kuppel

Blick auf den Altar. Ungewohnt ist das fehlende Kirchenschiff: Die Kirche ist rund.


Altar


Kanzel

Trauernde am Prunksarg von König Friedrich I. (1657-1713)

Bienenvölker auf dem Dach des Berliner Doms

Blick vom Kuppeldach des Berliner Doms

Museumsinsel

Berliner Lustgarten, bestehend aus unspektakulären Rasenflächen.

Blick vom Kuppeldach auf die Baustelle des Berliner Stadtschlosses.
Fotos (c): Anja Grabs