Gosen-Neu Zittau

29. September 2018

Freies Spreeufer für Alle

Freies Spreeufer für Alle                                                                                              Foto: Johannes Schnee

Am Mischfutterwerk von Fürstenwalde                                                                     Foto: Johannes Schnee


Teilnehmer des Stadtverbandes Bündnis 90/Die Grünen sowie der NaturFreunde und die Kreistagsabgeordnete Anja Grabs erkundeten am 22.09.2018 die Spree auf dem Wasser.

Diese Kajaktour passierte die Schleuse und führte an Treidelbrücke, Jagdschloss und verlassener Baumwollspinnerei vorbei. Gewendet wurde nahe der ehemaligen Kabelwerke, wo auch illegal Abfall gelagert wird.

Auf der Strecke wurde vielfach reizvolle Natur vorgefunden.
»Die Spree ist in der Stadt an zu vielen Uferabschnitten wegen Bebauung oder Zäunen für Bevölkerung und Tourismus unzugänglich. Dazu kommt, dass sie durch illegale Abfallablagerung bedroht wird. Der Bereich um die Treidelbrücke fiel uns als städtisches Kleinod auf. Wir unterstützen, in diesem Bereich einen Uferweg zu öffnen«, fasste der Stadtverordnete Jens-Olaf Zänker das Tourergebnis zusammen.

27. September 2018

Der Buchsbaumzünsler in Gosen-Neu Zittau

Buchsbaumzünsler als Raupe                                                                                          Foto: Wim Rubers
Buchsbaumzünsler als Schmetterling                                                                        Foto: Hubert Berberich


Seit ein paar Tagen wird jeden Vormittag auf dem Friedhof in Gosen ein Feuer in einer Tonne gemacht, was zu einer Rauchbelästigung führt. Ich halte überhaupt nichts von dem Verbrennen von Gartenabfällen, so dass ich mich vor Ort erkundigt habe, was hier verbrannt wird und vor allem warum? 

Auf dem Friedhof wurden an einer Urnenwiese Buchsbäume mit Raupen befallen. Diese Büsche wurden daraufhin herausgerissen und jetzt nach Anweisung, von einem Gemeindearbeiter verbrannt. Die Frau des Bürgermeisters wies zudem an, stattdessen Lebensbäume nachzupflanzen. Ich halte überhaupt nichts vom Pflanzen von Lebensbäumen und habe darüber auch schonmal gebloggt: Thujahecken sind uncool

Aber der Reihe nach. Bei den Raupen handelt es sich um den Buchsbaumzünsler, der sich deutschlandweit ausgebreitet hat. Es handelt sich um eine eingeschleppte Art, die dem Buchsbaum sehr zu schaffen macht. Die Raupen schaffen es, Buchsbaumbüsche vollkommen kahl zu fressen. Die natürlichen Feinde dieser Raupen sind einige Vogelarten und Wespen. 

Wie bekämpft man nun den Buchsbaumzünsler?

Verbrennen
Auf keinen Fall sollte man Gartenabfälle jeglicher Art verbrennen, da dies zu einer extremen Rauchbelästigung führt und vollkommen unnötig ist.

Insektizide
Jeder mit normalem Menschenverstand, sollte die Finger von jeglichen Insektiziden lassen. Auf seinem privatem Grundstück kann man nicht ernsthaft Gift ausbringen wollen, das nicht nur unsere Natur und Umwelt sondern auch uns selbst, am Ende der Nahrungskette, belastet.

Entfernen
Man kann die gesamten Pflanzen herausnehmen, in Müllsäcken fest verschließen und über den Hausmüll entsorgen. Zum Nachpflanzen eignen sich einheimische Sträucher, wie zum Beispiel Eiben.

Stehen lassen
Handelt es sich um einen hundertjährigen Buchs, der "schon immer da war" und an dem das Herz hängt? Man möchte sich nicht von der Pflanze trennen? Kein Problem, Man kann der Natur ihren Lauf lassen und beobachten, wie Vögel und Wespen sich an den Raupen zu schaffen machen. Man kann im Garten eine Vogelschutzhecke aus einheimischen Wildgehölzen pflanzen, um natürliche Feinde des Buchsbaumzünslers zu fördern. 

Aus meiner Sicht haben LEBENSbäume (Thuja) auf Friedhöfen, wo TOTENruhe gehalten wird, überhaupt nichts zu suchen. Es fehlt nach wie vor an einem bündnisgrünen Gemeindevertreter in Gosen-Neu Zittau, der über ein grundlegendes Fachwissen über Natur- und Umweltschutz verfügt. Ich werde nächstes Jahr wieder für die Grünen, als Gemeindevertreterin kandidieren.

Zum Weiterlesen
Thujahecken sind uncool

Bündnis 90/Die Grünen in Gosen-Neu Zittau
Wann: 24. Oktober 2018 von 21.00 bis 22.00 Uhr
Ort: Solino im Märkischen Hof, Gosen
Im Anschluss der Gemeindevertretersitzung in Gosen (die um 19 Uhr im Brandenburgraum stattfindet), treffen wir uns im Solino, um diese auszuwerten. Ich stehe Rede und Antwort zu meiner Arbeit im Kreistag und wir sprechen über die Kommunalwahl 2019. 

30. August 2018

Aktiv sein und mitgestalten - wie kann ich mich in Erkner einmischen?

Freitag, 21. September 2018 19 Uhr
Bildungszentrum Erkner

Kommunalpolitik für Alle

"Kommunalpolitik legt den Nährboden für ein reiches Gemeindeleben. Besondere Orte entstehen, wenn Kommunalpolitik eng mit den Bürger*innen der Kommune verbunden ist und die Einwohner*innen ihre Stadt oder Gemeinde als ein gemeinsames Projekt begreifen und gestalten." (Dr. Gerhard Kalinka, Kreistagsfraktion Teltow-Fläming)
 
Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Einwohner*innen, die Erkner mitgestalten  und sich informieren wollen, wie sie sich einbringen können. Mitglieder anderer Parteien und Gruppierungen sind ebenfalls herzlich willkommen.
 
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass am 26. Mai 2019 die Kreistage und Gemeindevertretungen neu gewählt werden, gibt das Seminar einen ersten Eindruck von den Aufgabenstellungen, Rollen

und Gremien in der Kommunalpolitik. Ansgar Gusy, Geschäftsführer der GBK, wird in einer kurzen Einführung die Aufgaben der Kommunen vorstellen und die Arbeit in kommunalen Parlamenten  skizzieren. Eine Kreistagsabgeordnete und ein Mitglied des Kreisverbandes werden von ihren Erfahrungen berichten.

In der anschließenden Diskussion können die Teilnehmer*innen Fragen stellen, wichtige Punkte sammeln und gemeinsame Perspektiven besprechen.


Ablauf

19.30 Uhr Begrüßung
Erdmute Scheufele, Bündnis 90/Die Grünen

19.40 Die Aufgaben der Kommunen
Ansgar Gusy
Geschäftsführer der Grün-Bürgerbewegten Kommunalpolitik Brandenburg

19.50 Bericht aus dem Kreistag
Anja Grabs, Mitglied im Kreistag für Bündnis 90/ Die Grünen

 
20.10 Kommunale Politik in Erkner

20.25 Gemeinsame Diskussion und Themensammlung

 
Tagungsort
Bildungszentrum Erkner,
Seestraße 39, Erkner

Der Teilnahme ist frei.
Anmeldung bitte unter: anmeldung@gbk-brandenburg.de
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber zur besseren Planung erwünscht.

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.

Grün-Bürgerbewegte Kommunalpolitik Brandenburg e.V.
Dortustraße 52, 14467 Potsdam
Tel. 0331- 5824606
www.gbk-brandenburg.de

2. August 2018

Mülllager in Fürstenwalde: Grüne fordern Brandschau und koordiniertes Vorgehen von Land und Kreis

Bild könnte enthalten: 4 Personen, Personen, die stehen und im Freien
Benjamin Raschke beim Interview auf seiner Sommertour "Abfuhr für illegalen Müll".
V.l.n.r.: Heide Schinowski, Anja Grabs
Ganz rechts: Jens-Olaf Zänker

(Foto: ideengrün)

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen und im Freien
v.l.n.r.: Benjamin Raschke, Heide Schinowski, Jens-Olaf Zänker

Im Rahmen seiner Sommertour „Abfuhr für illegalen Müll“ besuchte der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke das illegale Abfalllager am Tränkeweg in Fürstenwalde. An der Begehung der öffentlich zugänglichen Bereiche nahmen neben den bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke und Heide Schinowsky auch das Mitglied des Kreistages Oder-Spree Anja Grabs, der Fürstenwalder Stadtverordnete Jens-Olaf Zänker und der stellvertretende Bürgermeister von Fürstenwalde Christfried Tschepe teil. Auf dem direkt an der Spree gelegenen Gelände lagern mehr als 10.000 Tonnen illegaler Müll, darunter auch gefährliche Abfälle wie Asbest sowie  große Öltanks. Die Beräumung wird auch dadurch erschwert, das die illegale Halde mehrere Grundstücke mit unterschiedlichen Eigentümern umfasst, der Müll von mehreren Betreiberfirmen stammt und je nach Fall das Land oder der Landkreis zuständig ist.
„Mit dem Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen Land und Kreis muss endlich Schluss sein. Ich schließe mich ausdrücklich der Forderung der Stadt Fürstenwalde nach einem „zentrierten Verfahren“ an: Das Land Brandenburg muss die Koordination übernehmen, damit es hier vorangeht. Das Gelände muss allein schon wegen der hohen Brandlast vor Zugang geschützt und dann gründlich untersucht werden. Wie bei vielen illegalen Halden im Land hat das Land offenbar keinen Überblick über die Gefährlichkeit. Allein durch die Schweröltanks und die vermutlich nicht fachgerechte Beräumung des ölhaltigen Trafohäuschens sehe ich hier das Grundwasser in Gefahr. Das muss umgehend geprüft werden.“ fordert Raschke in Fürstenwalde.

Dieser Forderung unterstrich auch das Mitglied des Kreistages Oder-Spree, Anja Grabs: „Für die Septembersitzung des Kreistages in Beeskow werden wir einen entsprechenden Antrag vorbereiten“, kündigte die Kreispolitikerin an.

Der Fürstenwalder Stadtverordnete Jens-Olaf Zänker wies insbesondere auf die drohende Brandgefahr: „Wie überall im Land ist es knochentrocken auf dem Gelände. Ein Funke genügt und Fürstenwalde könnte eine Katastrophe drohen“. Laut einer Hausmitteilung der Fürstenwalder Feuerwehr ist bei einem Brand auf der Kippe mit einer hohen Rauchgasbelastung zu rechnen. Aufgrund des Mülls auf dem Gelände müsse mit gesundheitsgefährdenden Substanzen im Qualm wie Blausäure, Dioxin oder Chlorwasserstoff gerechnet werden. „Der Schutz der Bevölkerung muss oberste Priorität haben. Mir ist vollkommen unklar, warum der SPD-Umweltminister Jörg Vogelsänger die Stadt mit dem Problem allein lässt“, kritisierte Zänker.

Grundsätzlich müsse sich auch etwa an unserer Wirtschaftsweise ändern, meinte die wirtschaftspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky: „Eine Billig-Billig-Mentalität rächt sich immer. Fürstenwalde ist nur ein Beispiel dafür“. So lagern auf dem Gelände tonnenweise Sperrmüll und Matratzen, die vom kreiseigenen Unternehmen vor ca. 10 Jahren entsorgt werden sollten. Den Auftrag erhielt damals einer der umstrittenen Betreiber des Mülllagers am Tränkeweg, weil er offensichtlich dem Kreis das günstigste Angebot machte. „Wenn der Betreiber sich aus dem Staub macht, muss der Kreis als damaliger Auftraggeber dafür aufkommen. Den Schaden wird dann der Steuerzahler im Landkreis Oder-Spree haben“, so Schinowsky. 

26. April 2018

Zerstörte Gelbe Säcke: ALBA Berlin GmbH darf nichts liegen lassen

Die Firma ALBA Berlin GmbH darf keine Abfälle liegen lassen.

In der Vergangenheit trat immer wieder das Problem auf, dass Gelbe Säcke von Wildtieren zerstört wurden und somit der Leichtverpackungsmüll in der Gemeinde zerstreut wurde. 

Nachdem die bündnisgrüne Kreistagsabgeordnete Anja Grabs sich mehrfach bei der ALBA Berlin GmbH sowie beim Grünen Punkt über die Umweltverschmutzung beschwert hatte, lenkte das Unternehmen jetzt ein und wird seine Mitarbeiter erneut dafür sensibilisieren, nicht nur intakte Gelbe Säcke einzusammeln sondern auch zerstreuten Müll mitzunehmen.

Die Säcke müssen bis 6 Uhr morgens bereit stehen und werden vom Unternehmen zwischen 6 und 21 Uhr abgeholt. Dieses Zeitfenster zu verkleinern, damit Wildtiere nicht den ganzen Tag Zeit haben, die Säcke zu zerstören, ist auf Anfrage von Grabs nicht möglich. "Grund hierfür ist, dass sich nicht hinreichend gesichert planen lässt, wie die im Schichtbetrieb gefahrenen Sammeltouren abgearbeitet werden können.", so ALBA.

Sollte das Problem weiter bestehen, dass der Müll aus zerstörten Säcken nicht von den Fahrern eingesammelt wird, empfiehlt Anja Grabs, sich direkt mit ALBA in Verbindung zu setzen:

Stephan Rabl, ALBA group plc & Co. KG
stephan.rabl@albagroup.de
Tel. 030 - 35182-5560

15. April 2018

Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Oder-Spree

Jeroen Kuiper, Anja Grabs und Bernd Saliter (v.l.n.r.)
(Foto: Anna Kruse)

Weil Thomas Fischer seit Februar für den Landkreis Oder-Spree arbeitet und demnach nicht mehr als Abgeordneter im Kreistag tätig sein darf, rückt für ihn Jeroen Kuiper aus Woltersdorf nach. Kuiper wird am 20. Juni 2018 im Kreistag vereidigt.

So erreichen Sie die bündnisgrünen im Kreistag:

Anja Grabs, Gosen-Neu Zittau, kontakt@anja-grabs.de
Bernd Saliter, Fürstenwalde, salbe1@arcor.de
Jeroen Kuiper, Woltersdorf, mail@jeroenkuiper.net

14. April 2018

Lieber Gelbe Tonne statt Gelber Säcke

Gar nicht ihre Aufgabe. Einzelne Bürger müssen zum Besen greifen.
(Foto: Claudia Stockrahm)


Die Bürgerinnen und Bürger von Gosen-Neu Zittau möchten lieber Gelbe Tonnen, statt Säcke benutzen. Dies ergab eine Facebook-Umfrage der bündnisgrünen Kreistagsabgeordneten Anja Grabs. Von den 58 Teilnehmern stimmten 69 % für die Gelbe Tonne, 22 % dagegen und 9 % gaben an, dass es ihnen egal ist, ob Säcke oder Tonnen benutzt werden.

Durch die Benutzung der Gelben Säcke kommt es immer wieder zu Problemen. Weil sie bis 6 Uhr morgens bereit gestellt werden müssen, aber oft erst am späten Nachmittag zwischen 16.30 und 17.00 Uhr abgeholt werden, gibt das Vögeln die Möglichkeit, den ganzen Tag die Säcke auseinander zu reißen, um nach Futter zu suchen. So verstreut sich der leichte Verpackungsmüll überall und wird vom Wind durch die Gemeinde getragen. 

Einzelne Bürger greifen zum Besen, obwohl dies gar nicht ihre Aufgabe ist. Die Verantwortung liegt nämlich bei der ALBA Berlin GmbH, die für die Entsorgung der Gelben Säcke zuständig ist. Die Firma ALBA Berlin verweist auf das Kommunale Wirtschaftsunternehmen welches die Nutzung Gelber Säcke für den Entsorgungszeitraum von 2016 bis 2018 vorgesehen hat. "Eine Frechheit ist, dass ALBA Berlin sich nicht um die daraus entstehenden Probleme kümmert, sondern weiterhin extrem dünne Säcke verwendet und eine Bereitstellung der Säcke ab 6 Uhr erwartet, obwohl sie im vornherein wissen müsste um welche Uhrzeit sie die Gemeinden anfährt und daraus flexiblere Bereitstellzeiten für die jeweiligen Orte veröffentlichen könnte.", so Anja Grabs.

Ab 2019 wird es das neue Verpackungsgesetz geben, welches die Kommunen ermächtigt, selbstständig nicht nur darüber zu entscheiden, ob Säcke oder Tonnen verwendet werden, sondern auch um welchen Zeitraum es sich bei der Entsorgung handeln soll. "Dann wird man hoffentlich auf die Probleme in Gosen-Neu Zittau reagieren und Gelbe Tonnen einführen.", äußerte sich Grabs.

Stand der Umfrage: 14. April 2018