Gosen-Neu Zittau

1. Februar 2016

Fürstenwalder Neujahrsemfang der Bündnisgrünen und Piraten: Handtücher-Aktion für Flüchtlinge „toller Erfolg“

Sabine Niels begrüßte die Gäste                                                                                                                     (Foto: www.ideengruen.de) 

Als einen „tollen Erfolg“ bezeichnete die Fraktionsvorsitzende Sabine Niels der grün-orangenen Fraktion im Kreistag Oder-Spree den Aufruf,  Kleidung, Handtücher und Spielzeug für die Kinder, Frauen und Männer in den Flüchtlingsunterkünften als Spende zum Neujahrsempfang mitzubringen. Der traditionelle Neujahrsempfang der Grünen am Samstag, den 30. Januar im Fürstenwalder Haus am Spreebogen wurde in diesem Jahr von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen & Piraten im Kreistag Oder-Spree ausgerichtet. „Die Resonanz war überwältigend“, sagte Niels. Die Spenden sollen nun zeitnah an die Flüchtlinge übergeben werden. Als umstrittene Zwischenlösung plant der Kreis, ab Februar mehr als 350 Flüchtlinge in einer Fabrikhalle der ehemaligen Solarfirma Odersun in einem Industriegebiet am Rande Fürstenwalde unterzubringen. 

Neben der Situation der Flüchtlinge wurde auch das Thema Altanschließer auf dem Empfang diskutiert. So hatte die  Stadtverordnetenversammlung Fürstenwalde am 28.Januar, unterstützt von Bündnisgrünen und dem Bündnis Fürstenwalder Zukunft (BFZ )/Piraten, einen Schritt zur Rückzahlung von Altanschließerbeiträgen gemacht. Der Schlüssel zur Lösung des Altanschließerproblems liegt aber in Potsdam, sagte der Fürstenwalder Stadtverordnete und Jurist Jens-Olaf Zänker:  Landesregierung und  Landtag haben durch Änderung des Kommunalabgabengesetzes die Voraussetzung verfassungswidriger Beitragserhebung geschaffen. Nach Meinung von Zänker sei auch das Land in der Pflicht, zur Lösung des Problems beizutragen.  

Auch in diesem Jahr wolle sich die Kreistagsfraktion weiterhin für eine bessere Kinderbetreuung stark machen, sagte Niels in Beisein der Landesvorsitzenden des Verband der Kindertagespflege Brandenburg Ingrid Pliske-Winter: „Der Landkreis darf nicht die individuelle Betreuung von Kindern weiter so stiefmütterlich behandeln“, forderte Niels. Im vergangenen Herbst verabschiedete der Kreis eine umstrittene Reform zur Kindertagespflege, die de facto Gehälter in Nähe vom Hartz IV-Niveau bedeutet.

10. Dezember 2015

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen & Piraten erhalten Sitze in allen Ausschüssen

v.l.n.r.: Thomas Fischer, Sabine Niels, Frank Behr, Anja Grabs
(Foto: privat)

Bei der über fünfstündigen konstituierenden Sitzung wurde über alle organisatorischen Fragen im Kreistag für die kommende Legislatur abgestimmt.
(Foto: Thomas Fischer)


BEESKOW – Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen & Piraten im Kreistag Oder-Spree konnte bei der konstituierenden Sitzung am 24. Juni in allen Ausschüssen des Landkreises Sitze erhalten.

Die Fraktion besteht aus den bündnisgrünen Sabine Niels, Thomas Fischer und Anja Grabs sowie dem Piraten Frank Behr.

Die Sitzverteilung lautet wie folgt:

1) Haushalt und Finanzen: Frank Behr
2) Soziales und Gesundheit: Sabine Niels
3) Bildung, Kultur und Sport: Thomas Fischer
4) Bauen, Umwelt und Verkehr: Anja Grabs
5) Ordnung, Recht, Landwirtschaft und Wirtschaft: Thomas Fischer
6) Jugendhilfeausschuss: Frank Behr

Frank Behr wird die Fraktion in der Regionalen Planungsgemeinschaft vertreten, während Thomas Fischer Mitglied im Zweckverband der Sparkasse wird. Mitglied im Beirat für Beschäftigung des Jobcenters bleibt nach wie vor Sabine Niels. Thomas Fischer wurde 4. Stellvertreter des Kreistagsvorsitzenden und wird demnach künftig bei vorbereitenden geschäftsführenden Sitzungen mitwirken.

Die Fraktion ist zurzeit auf der Suche nach sachkundigen Einwohnern. Sachkundige Einwohner sind beratend in den Ausschüssen tätig, stimmen aber nicht mit ab. Interessenten können sich bei Anja Grabs melden: kontakt@anja-grabs.de.

Die Fraktion wird künftige Fraktionssitzungen öffentlich abhalten „Damit wir unserem Wahlversprechen bürgernah und transparent zu sein nachkommen können.“, so Grabs.

Update 2015
Durch die Übernahme durch Frauke Petry, hat die AfD zahlreiche Mitglieder verloren. Und so sind drei ehemalige AfD Abgeordnete im Kreistag Oder-Spree zur Fraktion BVB/Freie Wähler gewechselt (ein Risiko, dass jeder Wähler trägt, wenn man eine Liste statt eine Partei wählt, da man bei einer Partei stets besser weiß "woran man ist" als bei einer Liste). Durch das Anwachsen der Fraktion BVB-Freie Wähler, haben sich die Ausschusssitze so verändert, dass unsere Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ihre Sitze in den Ausschüssen verloren hat. Nichtsdestotrotz haben wir uns intern darauf verständigt, dass wir weiterhin an unseren "gewohnten" o.g. Ausschüssen teilnehmen, da wir dort trotzdem alle Rechte bis auf das Stimmrecht beibehalten. Wir dürfen dort also weiterhin reden und auch Anträge stellen, was wir auch fleißig in Anspruch nehmen.

Update 2017
Frank Behr hat ohne Angabe von Gründen die Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen & Piraten" verlassen. Laut Hauptsatzung des Kreistages besteht eine Fraktion aus mindestens vier Mitgliedern, so dass die Fraktion aufgelöst ist und es den drei Bündnisgrünen dadurch unmöglich ist Anträge zu stellen ohne Partner im Kreistag zu finden. Dieser Partner muss entweder eine andere Fraktion sein oder es stellen 10 % der Mitglieder im Kreistag (sechs Personen inklusive der Grünen) den Antrag.  

3. Dezember 2015

Bündnisgrüne setzen sich durch: Neubauten des Kreises Oder-Spree müssen Erneuerbare integrieren

Kreistag Oder-Spree                                                                                                                                            (Foto: Grüne Oder-Spree)


Alle Neubauten des Kreises Oder-Spree müssen in Zukunft den Einbau von Photovoltaik und bei Bedarf Solarthermie einplanen. Nur im Falle von negativer Wirtschaftlichkeit dürfe davon Abstand genommen werden, in solch einem Fall wird dann bei Dachneigungen bis zu 30 Grad ein Gründach eingesetzt. Ein entsprechender Antrag der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen & Piraten fand am Mittwoch eine stabile Mehrheit der Mitglieder des Kreistags aus allen Fraktionen. Der Einbau führe nicht nur zu geringeren Stromkosten, sondern der Kreis engagiert sich dadurch auch aktiv für den Klimaschutz, sagte Fraktionsmitglied Anja Grabs auf der Sitzung des Kreistages in Beeskow.  Auch die Schaffung von bepflanzten Dächern - die so genannte Dachbegrünung - wirke sich ökologisch und bauphysikalisch gleichermaßen positiv aus. Sie schütze die Dachhaut vor Einflüssen, die zu akuten Schäden und zu einer Beschleunigung des Alterungsprozesses führen können. Der Aufbau der Vegetation, leistet zudem einen hohen Beitrag zum Schutz des Gebäudes gegen Wärmeverluste. Vor allem aber spart die Dachbegrünung enorme Energiekosten bei der Klimatisierung von Gebäuden während des Sommers, erklärte das ehemalige Mitglied des Naturschutzbeirates des Landkreises.

1. Dezember 2015

Ausbau von Erneuerbaren Energien im Kreistag Oder-Spree: Bündnisgrüne nehmen erneuten Anlauf

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Ein extensiv begrüntes Parkhausdach                                                              (Foto: Martin Kraft)


Seit mehreren Monaten kämpft die Fraktion der Bündnisgrünen/Piraten für einen Antrag Gründächer und Solaranlagen auf den Dächern von Neubauten des Kreises Oder-Spree zu ermöglichen. Nachdem der Antrag auf der letzten Sitzung des Kreistages nochmals zur Diskussion in den Ausschuss verwiesen worden war, scheint jetzt eine Einigung gefunden zu sein. „Im Bauausschuss wurde sich auf eine modifizierte Fassung geeignet“, berichtet Fraktionsmitglied Anja Grabs. Der Einbau von Photovoltaik, Solarthermie und Gründächern soll demnach auf Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Sei diese negativ, muss das dem Bauausschuss vorlegt werden. „Wir gehen davon aus, dass der Antrag am Mittwoch bei der Kreistagssitzung endgültig abgestimmt wird“, sagt Grabs.

…………………….

Ausbau von Photovoltaik, Solarthermie und Gründächern im Landkreis Oder-Spree

Beschlussvorschlag:

Der Kreistag beschließt den Ausbau von Photovoltaik und bei Bedarf Solarthermie mit den dazugehörenden Energiespeichern im Landkreis Oder-Spree auf seinen zukünftig zu bauenden und derzeit noch ungeplanten kommunalen Gebäuden. 

Liegt eine negative Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Solaranlage vor, ist diese mit dem Baubeschluss dem Bauausschuss vorzulegen. In diesem Fall sollte bei Dachneigungen von 0° bis 30° ein Gründach zum Einsatz kommen.

Optional kann eine Kombination aus Dachbegrünung und Solaranlage als ökologischste Form der Dachnutzung erfolgen.

Sachdarstellung:

Laut dem Regionalen Energiekonzept Oderland-Spree (REK) aus dem Jahr 2013, existieren in der Region „sehr große Potenziale im Bereich der Photovoltaik, vor allem auf Dächern.“ während das „Potential der Solarthermie fast ungenutzt“ ist.

Kommt eine Dachbegrünung zum Einsatz wird zudem positiv auf die Versiegelung der zu bebauenden Fläche reagiert.

Finanzielle Auswirkungen:

Photovoltaik, Solarthermie und Energiespeicher: Nur anfangs, da sich die Investitionskosten amortisieren und kein Ausbau ohne positive Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgt.

Dachbegrünung: Ja. Es entstehen einige finanzielle Vorteile gegenüber herkömmlichen Dächern.

21. November 2015

SPD gibt Biber in Brandenburg zum Abschuss frei

Biber                                                (Foto: Patrick Seifert)


von Anja Grabs 

30. April 2015
Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) gibt jetzt den Biber in Konfliktfällen zum Abschuss frei. 

Was er nicht weiß: Durch den Abschuss des Bibers rückt unverzüglich ein neues Tier in das freigewordene Territorium nach. Der Abschuss ist demnach keine Lösung und muss schon aus ethischen Gründen verhindert werden, da der erlegte Biber nicht auf dem Speiseteller sondern im Mülleimer des Menschen landet. 

Ich begrüße die Einstellung von zwei Bibermanagern in Brandenburg, aber sie sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Der Biber lebt jetzt dauerhaft in Brandenburg und benötigt ein gut funktionierendes Management. 

Die Biberzahlen in Brandenburg haben jetzt, aufgrund des bisherigen Tötungsverbotes, ihren Höchststand erreicht und sind mittlerweile leicht rückläufig. Es gibt keinen Bedarf die Bestandszahlen künstlich durch Tötung zu kontrollieren. Die Natur reguliert sich von selbst. 

Eine Panikmache vor dem Biber, der laut Biberverordnung „eine Gefahr für Leib und Leben“ darstellen kann ist kontraproduktiv in der jetzigen Phase, in der Erfahrungen im artgerechten Umgang mit dem Biber in Konfliktfällen gesammelt werden. 

Sind beispielsweise Hochwasserschutzanlagen durch den Biber beschädigt, kommt die darauf folgende Freigabe zum Abschuss einer Rache an dem Tier gleich, was als Armutszeugnis für die wichtigen naturschutzfachlichen Aufgaben des Ministers gesehen werden kann.

Die Biberverordnung

Update am 21. November 2015
Laut Umweltminister Jörg Vogelsänder sind 20 Anträge aus dem Landkreis Märkisch Oderland für Maßnahmen gegen Biber und ihre Bauten positiv entschieden worden. 

10. November 2015

Die Zitadelle Spandau, Berlin

Die Zitadelle Spandau ist eine der bedeutendsten und besterhaltenden Festungen der Hochrenaissance in Europa. Sie wurde 1594 fertiggestellt und befindet sich am gegenüberliegenden Havelufer der Spandauer Altstadt. Die Zitadelle ist eines der wichtigsten Winterquartiere für Fledermäuse in Europa.

Zitadelle Spandau mit dem einzigen Brückenzugang über dem Wassergraben. Das Wasser gehört zum Spandauer See/Krienecke.

Havel

Beispielhafter Naturschutz. Statt den Baum zu fällen, wurde er mit Hilfe von Krücken standsicher gemacht. Siehe nächstes Foto.


Blick vom Juliusturm.
Fotos (c): Anja Grabs

8. November 2015

Meine Katze spricht russisch (Glosse up for grabs)


Foto: chanpipat/freedigitalphotos.net
Mein E-mail Konto bei Yahoo wurde geknackt und nachdem in einer Nacht über 100 E-mails (Gott sei dank nicht 1001) an meine Kontakte aus dem Adressbuch herausgingen, bin ich weniger über den Vorgang des sich einhackens auf meinem Account geschockt. Auch der Inhalt der E-mails in denen stand: „I recommend this site: www......“ überrascht mich überhaupt nicht. Mit lustig klingenden Webseitenadressen versuchen Hacker, Internetuser dorthin zu locken und versprechen ihnen dann dort jede Menge Geld zu verdienen. Wir kennen das ja schon aus manchen Zeitungen. Unter der Anzeigenrubrik stehen dann Texte wie: „Verdienen Sie jede Menge Schotter, durch absolutes Nichtstun.“ Klingt vertrauenserweckend und seriös.
Was also tun, wenn man eine E-mail von einem Bekannten bekommt, in dem ein Link eingefügt ist ohne weitere Erklärungen. Hier ein paar Hinweise, wie eine unseriöse Mail aussieht:

  1. Keine Betreffzeile
  2. Kein Satz vom Versender in dem in der Muttersprache so was steht wie: „Hey Alter, das ist ne geile Seite, musst Du anklicken!“
  3. Ein Link der lautet www.mycattalks.ru à Offensichtlich hat hier der Versender eine Katze, die nicht nur sprechen kann, sondern auch noch in Russland lebt. Falls dies aber nicht auf Ihren Bekannten zutrifft, dann sollte man das Anklicken lieber sein lassen oder den Versender nochmal direkt darauf ansprechen.

Ein Vorteil von gehackten E-mailaccounts ist, dass der Hacker auch E-mails an Leute schickt mit denen man seit Ewigkeiten nichts mehr zu tun hatte. Plötzlich tauchen diese Menschen wieder aus der Versenkung auf und schicken mir Mails, in denen sie fragen wie es denn so geht und was es Neues gibt und ob ich jetzt wirklich in Russland lebe und mir dort eine Katze angeschafft habe. Von Männern bekam ich gutgemeinte Ratschläge wie: „Ach lassen Sie doch mal Ihr Virusprogramm in Ruhe durchlaufen. Vielleicht hilft das ja.“

Falls Ihr Mailprogramm mal geknackt werden sollte, dann kann ich Ihnen aus Erfahrung nur einen einzigen Tipp geben: Ändern Sie Ihr Passwort. Das war’s. Mehr muss man nicht tun und alles ist wieder in Ordnung (zumindest für ein paar Wochen). Die vielen SMS, die Sie nachts erhalten haben und in denen steht: „Ich habe gerade von Dir eine komische Mail erhalten. Was ist da los? Ist da ein Hacker am Werk? Ich war mir nicht sicher und habe den Link erstmal angeklickt...“, können Sie dann auch löschen. Bei Yahoo direkt anrufen bringt nichts, weil man zwar im Callcenter von dem automatischen Anrufbeantworter durch das Telefonsystem navigiert wird. Wenn man dort aber nach 3 Stunden diesen Punkt erreicht hat: „Klicken Sie die 5 für alle weiteren Anfragen.“ Und wenn man dann die 5 geklickt hat, ertönt dies: Tut, tut, tut, tut, tut.
Internetgiganten bieten eben keinen Raum für Telefonate.
Keine Panik, das Internet bleibt nach wie vor was es ist: Das Internet: nicht mehr und auch nicht weniger und vor allem nichts, was man überbewerten sollte.

Was ist die Glosse up for grabs?