Gosen-Neu Zittau

28. Januar 2014

Ambrosia auf dem Mühlenberg: Eine Gesundheitsgefahr für die Neu Zittauer? Begehung mit Anja Grabs am 18. Mai 2014


Wie gefährlich ist das Vorkommen von Ambrosia auf dem Mühlenberg? Was kann die Gemeinde zukünftig dagegen unternehmen?
Bei einer Begehung auf dem Mühlenberg, erläutert die Bündnisgrüne Bürgermeisterkandidatin Anja Grabs die Möglichkeiten der Gemeinde und Einwohner, Ambrosia zukünftig zu bekämpfen. 
Im Anschluss beantwortet sie gerne Fragen zu ihrer Kandidatur. 


Treffpunkt: Am Ende der Mühlenstraße in Neu Zittau
Am: 18. Mai 2014
Um: 14 Uhr

23. Januar 2014

Die Zukunft der Kitas in Gosen - Neu Zittau


von Anja Grabs (Bürgermeisterkandidatin, Bündnis 90/Die Grünen)

Am 23. Januar 2014 besuchte ich die Leiterin der Kita in Neu Zittau und erhielt von ihr eine Führung durch den Neubau. Wir besprachen die Vergangenheit, Gegenwart und vor allem die Zukunft der Kitas in der Gemeinde.

Zuerst einmal die Zahlen:

Gosen:            Kita Schlumpfenland
Alter: 1 - 6 Jahre
33 Plätze (zur Zeit alle belegt)

Neu Zittau:       Kita Rappelkiste
Alter: 3 - 6 Jahre
100 Plätze

Kita Krümelkiste (Neubau)
Alter: 9 Monate - 3 Jahre
50 Plätze

Hortbetreuung der Grundschule Neu Zittau
80 Plätze in der Kita Rappelkiste/Grundschule

Besonderheiten
Die Kita Schlumpfenland verfügt über eine eigene Küche in der noch selbst gekocht wird. In den anderen Kitas wird das Essen geliefert. In Neu Zittau gibt es eine Waldgruppe. Im Moment gibt es keine Warteliste, da genügend freie Kitaplätze in Neu Zittau zur Verfügung stehen.

Probleme
Weil Amtsdirektor Schröder eine unzureichende Beteiligung der Kita beim Neubau zuließ, sind Probleme entstanden, die man hätte verhindern können. So gibt es jetzt zum Beispiel 18 neue Türen mit 18 verschiedenen Schlössern, statt einem Generalschlüssel für alle Türen, um nur eine unnötige Belastung für die Erzieher zu nennen.

In der Kita Rappelkiste wurden seit 2008 die Wände nicht gestrichen, was man auch deutlich als Besucher erkennen kann. Grund: Obwohl die Gelder der Kita jedes Jahr zur Verfügung gestellt wurden, versäumte es der Bürgermeister immer wieder die Aufträge zu erteilen.

Die neue Kita Krümelkiste benötigt dringend einen eigenen Spielplatz. Eine Ausschreibung erfolgte nicht, Gelder stehen eigentlich zur Verfügung, doch Amtsdirektor Schröder blockierte das Vorhaben. Auch hier fehlt es an einem Bürgermeister, der sich gemeinsam mit der Gemeindevertretung für den Bau eines Spielplatzes einsetzt. Die Gemeinde wird nicht vom Amtsdirektor regiert sondern vom Bürgermeister und seinen Gemeindevertretern. Eine stärkere Bürgerbeteiligung ist aus meiner Sicht ebenfalls wünschenswert.

Die neue Kita Krümelkiste verfügt über keinen Schallschutz für den Innenbereich. Es hallt deutlich in den Räumen, was eine große Belastung für die Kinder und Erzieher darstellt. Das Jugendamt arbeitet derzeit an einer Lösung.

Zukunft
Ich spreche mich dafür aus, dass die bestehenden Kitas dauerhaft erhalten bleiben. Die genannten Probleme müssen umgehend von der Gemeinde gelöst werden. Die Kitas haben ein großes Potenzial: Sie könnten ein Zentrum der Familien für den Ort werden. Wie wäre es mit einem Beratungszentrum oder einem Elterncafé? Es gibt so viele Ideen, die wir als Gemeinde gemeinsam mit der Kita, der Grundschule, dem Jugendclub und den Eltern entwickeln können. Hierfür alle Beteiligten an einen Tisch bringen: Auch das sollte die Aufgabe der Gemeinde sein.

Geplanter Privatkindergarten in Gosen
Der Investor Edmund Heidner (Paasche AG) überlegt einen Privatkindergarten in der Straße Am Müggelpark in Gosen zu eröffnen. Anders als einige Gemeindevertreter lehne ich diese Idee nicht grundsätzlich ab, weil ich solch eine Einrichtung nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Kitas verstehe, sondern als Bereicherung für die Eltern, die dann selbst entscheiden können, welche Kita für ihre Kinder am besten geeignet ist. Darüber hinaus würden dadurch zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Will und kann die Gemeinde damit verbundene mögliche zukünftige finanzielle Risiken tragen? Benötigen wir weitere Kitaplätze? Wir dürfen als Gemeinde nicht investorhörig werden, aber grundsätzliches Nein-Sagen, weil es sich um etwas „Neues“ handelt, lehne ich ab. Die geplante Kita ist aus wissenschaftlicher Sicht interessant, weil neue Wege gegangen werden. EU Gelder werden für die ersten finanziellen Belastungen zur Verfügung gestellt. Noch handelt es sich lediglich um eine Idee des Investors, dennoch benötigen wir eine Grundsatzdebatte in der Gemeindevertretung, um Pro und Contra zu besprechen. Einfaches Kopfschütteln reicht hier nicht aus.

Liebe Eltern,
liebe Bürgerinnen und Bürger,

Sie haben die Wahl. Sie entscheiden, wer den künftigen Bürgermeisterposten besetzen soll. Wenn Sie sich eine Bürgermeisterin wünschen, die sich für die vorhandenen Probleme interessiert und sich mit vielen Ideen und Herzblut für die Kitas engagieren und regelmäßig alle Beteiligten an einen Tisch holen möchte, um gemeinsame Ideen zu entwickeln, damit das vorhandene Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, dann treffen Sie die richtige Wahl am 25. Mai 2014: Anja Grabs (Bündnis 90/Die Grünen).

22. Januar 2014

Schöneiche kämpft um Naturdenkmäler

Cerambyx cerdo (Cerambycidae) - Heldbock
Lebt ortstreu: Heldbock in Königs Wusterhausen.
(Foto: gbohne)


BEESKOW – Der Naturschutzaktiv Schöneiche e.V. kämpft gemeinsam mit der Naturschutzbeauftragten der Gemeinde, Frau Lübeck, um die Unterschutzstellung von insgesamt zwölf Bäumen und zwei Findlingen.

Am 22. Januar 2014 gaben Herr Dr. Cajar und Frau Lübeck dem Naturschutzbeirat vom Landkreis Oder-Spree Stellung zur geplanten „Verordnung über die Naturdenkmäler im Landkreis Oder-Spree“ ab. Die Verordnung sieht vor, noch in diesem Jahr die Anzahl der Naturdenkmäler im Landkreis von ursprünglich 255 auf 63 zu reduzieren.

Insbesondere alte Bäume, die ihren Status als Naturdenkmal verlieren und durch keine Baumschutzsatzung geschützt werden, können zukünftig ohne Unterschutzstellung problemlos und ohne Angabe von Gründen gefällt werden. Eine Entwicklung die Naturschützer besonders kritisch betrachten, da insbesondere der Erhalt von alten Bäumen, insbesondere von Höhlenbäumen sowie absterbenden und morschen Bäumen, wichtig für die Arterhaltung von seltenen Tieren ist. So ist zum Beispiel der Große Eichenbock eine Käferart, die ausschließlich kränkelnde und absterbende Stieleichen als Lebensraum bevorzugt und sich fast ausschließlich am Geburtsbaum aufhält. Wird der Baum gefällt, stirbt mit ihm das Vorkommen dieser Käferart an diesem Baum aus. Der Große Eichenbock, auch Heldbock genannt, ist in Deutschland mittlerweile vom Aussterben bedroht. Aus weiten Teilen Deutschlands ist er bereits vollkommen verschwunden.

Als Schutzobjekte gelten Bäume, Baumgruppen, Gehölzgruppen, Quellen und Findlinge. Für die neue Verordnung wurde vom Umweltamt zunächst eine Liste mit allen Naturdenkmälern erstellt, die in den Gesetzen seit 1930 schriftlich festgehalten wurden. Dann wurde geprüft welche Naturdenkmäler gestrichen werden können. Viele Naturdenkmäler waren schlicht und einfach nicht mehr vorhanden. Bäume wurden bereits gefällt oder waren vertrocknet oder abgestorben. Einige Wasserquellen sind mittlerweile versiegt. Manche schriftlich festgehaltenen Naturdenkmäler konnten nicht zugeordnet werden. Es gab zum Beispiel Angaben wie „die Eichen im Park“, wobei man heute nicht erkennen kann, welche Eichen eigentlich gemeint sind.

Naturdenkmäler sind Einzelschöpfungen der Natur oder Flächen bis zu fünf Hektar, deren Schutz aufgrund ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist. Sie müssen einen „Denkmalcharakter“ aufweisen. Umgangssprachlich kann man sagen: Man muss davor stehen und „wow“ sagen können. Ist ein alter und wirklich schöner Baum hinter einem Gebäude versteckt und von der Straße oder dem Gehweg nicht vollständig sichtbar, verliert er seinen Status als Naturdenkmal. Naturdenkmäler dienen nicht dem Arten- oder Biotopschutz. Sie sind insbesondere als touristische Highlights zu betrachten.

Es gibt aber auch andere Gründe, die Naturschützern immer wieder Kopfzerbrechen bereiten: Ist die Verkehrssicherheit eines Baumes nicht gewährleistet, verliert er ebenfalls seinen Schutzstatus. So verliert zum Beispiel die Gosener Eiche ihren Status als Naturdenkmal, weil ihre Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Gosener Eiche existiert heute ausschließlich deshalb, weil sie vor Jahren noch Naturdenkmal war und deshalb nicht gefällt werden durfte, als Bürgermeister Horst Buch im Rahmen der Neugestaltung des Buswendeplatzes, die Eiche fällen lassen wollte.

Die Kosten für die Pflegemaßnahmen, Haftung und Verkehrssicherung von Naturdenkmälern trägt der Landkreis. Er trägt auch dann die Kosten, wenn sich das Naturdenkmal auf einem Privatgrundstück befindet. Wenn das Umweltamt Pflegemaßnahmen an einem Baum auf einem Privatgrundstück durchführen möchte, um zum Beispiel die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten und ihm wird wiederholt kein Zugang vom Eigentümer gewährt, wird dem Baum auch dann der Schutzstatus entzogen.

Bis zum 7. Februar 2014 findet die Auslegung der Verordnung statt. Bis dahin können Bürger und Bürgerinnen Stellungnahmen beim Umweltamt einreichen.

In der Sitzung des Naturschutzbeirates wurde sich darauf geeinigt, dass Vertreter vom Umweltamt eine geführte Begehung mit Herrn Dr. Cajar vom Naturschutzaktiv in Schöneiche durchführen werden, um zu besprechen ob die geforderten Bäume zukünftig als Naturdenkmal aufgenommen werden können. Für die Findlinge sieht es allerdings schlecht aus. Ein Findling wurde circa 300 Meter von seinem ursprünglichen Ort wegbewegt. Naturdenkmäler sind jedoch keine beweglichen Dinge sondern dauerhaft bestehende Objekte. Die Markgrafensteine in den Rauener Bergen werden somit auch weiterhin zukünftig als Naturdenkmäler erhalten bleiben.

Wird der Status „Naturdenkmal“ vom Umweltamt nicht gestattet, bleibt den Gemeinden noch die Unterschutzstellung ihrer Bäume in ihren eigenen Baumschutzsatzungen. Die Kosten für Haftung, Verkehrssicherung und Pflegemaßnahmen trägt die Gemeinde dann allerdings selbst.

14. Januar 2014

Was machen eigentlich Bündnis 90/Die Grünen...


...in Schöneiche und Umgebung? Finden Sie es heraus:

am 23. Januar 2014, um 19:30 Uhr
Anja Grabs (Bürgermeisterkandidatin, Gosen – Neu Zittau) persönlich kennenlernen:
im
Tannenhof
Friedrichshagener Str. 23
15566 Schöneiche bei Berlin

am 23. Januar 2014, um 20 Uhr
Öffentliche Mitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen. Gäste sind herzlich eingeladen:
im
Tannenhof
Friedrichshagener Str. 23
15566 Schöneiche bei Berlin

am 29. Januar 2014, um 19 Uhr
Stammtisch von Bündnis 90/Die Grünen
Öffentliches Treffen vom Grünen Ortsverband Schöneiche. Gäste sind herzlich eingeladen.
Restaurant Erlkönig
Rahnsdorfer Str. 27
15566 Schöneiche bei Berlin

Eine coole Truppe: Aktive Grüne Mitglieder beim Bundestagswahlkampf im letzten Jahr in Schöneiche
(Foto: Anja Grabs)

13. Januar 2014

Kommunalwahl Gosen - Neu Zittau: Organiska bittet Grabs um Rücktritt


Der Bürgermeisterkandidat André Organiska (CDU) sowie der Gemeindevertreterkandidat Dieter Eichner (CDU) baten Anja Grabs (Bürgermeisterkandidatin, Bündnis 90/Die Grünen) um eine Rücknahme ihrer Kandidatur. Grund: Sie würde Organiska die Stimmen entziehen, die er für eine notwendige Mehrheit benötige, woraufhin sie erwiderte, dass dies ihre große Hoffnung sei, schließlich kämpfe sie wie alle Kandidaten um die Mehrheit der Stimmen.

Demokratie ist, wenn man trotzdem lacht:
Die Reaktion des Parteifreundes Thomas Dyhr gibt es: HIER