Gosen-Neu Zittau

21. Mai 2024

Warum ich 2024 nicht kandidiere

Anja Grabs

Ich habe für die Kommunalwahl 2024 nicht kandidiert und gebe somit meine Mandate als Fraktionsvorsitzende im Kreistag Oder-Spree sowie als Fraktionsvorsitzende in der Gemeindevertretung Gosen-Neu Zittau für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ab.

Ich lege aus familiären Gründen eine politische Pause ein, könnte mir aber gut vorstellen in Zukunft wieder als Bürgermeisterin für Gosen-Neu Zittau zu kandidieren. 

Während es für den Kreistag genügend GRÜNE Kandidatinnen und Kandidaten gibt, mache ich mir Sorgen für die Gemeindevertretung in Gosen-Neu Zittau. Es gibt hier Niemanden, der für DIE GRÜNEN antritt, was bedeutet, dass es sehr schwer sein wird, überhaupt jemanden zu finden, der sich für die Umweltpolitik in der Gemeinde einsetzen wird. 

In den vergangenen Jahren, war es zum Beispiel kein Problem (nachdem ich das beantragt habe) genügend Geld in den Haushalt der Gemeinde einzustellen, um Straßenbäume zu pflanzen. Es mangelte hier lediglich an der Umsetzung, aufgrund fehlenden Interesses und fehlender Erfahrung seitens einiger Gemeindevertreter, was total schade ist, wenn man bedenkt, dass die Gemeindevertretung ja die finanziellen Mittel dafür abgesegnet hat. Genutzt wurden sie (fast) gar nicht. Wie viele Stunden haben wir im Umweltausschuss (dessen Gründung ich initiiert habe) über einzelne Bäume geredet, die man pflanzen könnte...mehr als Gerede gab es leider nicht. So blieb man beim "wir haben das schon immer so gemacht": also maximal drei Bäume im Jahr pflanzen, die dann nicht gewässert werden und wieder eingehen. Dies sieht man leider auch, wenn man durch die Straßen unserer Gemeinde geht und sie mal mit anderen Gemeinden vergleicht: Es gibt hier zwar genügend Grünflächen an den Straßen (z.B. direkt vor der Kirche in Gosen), die aber nicht bepflanzt werden.

Dabei könnte man hier noch so viel mehr umweltpolitisch erreichen: Zum Beispiel Solaranlagen auf den kommunalen Dächern (Kitas, Hortgebäude, Schule etc.) anbringen oder klimaneutrale Gemeinde werden (German Zero). Ich hoffe sehr, dass sich die zukünftige Gemeindevertretung des Umwelt-, Arten- und Klimaschutzes der Gemeinde annimmt. Sehr gerne stehe ich für Anregungen und Ideen zur Verfügung. Ich werde versuchen so gut es geht mich außerparlamentarisch, vor allem mit Öffentlichkeitsarbeit, einzubringen.


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