Gestern sah ich mir nach Jahren wieder den Film "Slumdog Millionaire" im TV an. Vor allem, weil ich über ein Jahr lang Bollywood-Dance getanzt habe und daher ein großer Fan von indischen Filmen bin. Und dann erinnerte ich mich: Ich kenne keinen Film, der eine bessere Kameraführung hat. Unter anderem werden die Kinder auf Augenhöhe oder unter Augenhöhe gefilmt und völlig neue Blickwinkel auf Szenen benutzt. Dabei finde ich nicht, dass man hauptsächlich in die Szene eintaucht (was man auch tut). Vielmehr wirken die Szenen dadurch "cool" und das zu schaffen ist eine wahre Kunst. Und so hat er unter anderem wegen "Beste Kamera" Oscars kassiert. Acht Stück an der Zahl. Deswegen will ich hier mal eine Hommage abgeben an diesen Film, der mit einer Szene beginnt, die voller Energie steckt und dessen Musik die Bilder nicht besser unterstreichen könnte. Es beginnt mit den Slum-Kindern, die vor der Polizei fliehen und dessen Song ich so sehr liebe (Achten Sie auf den Blickwinkel vor dem Hund, der aufsieht, als die Kinder vorbeilaufen):
Ich bin Naturschutzhelferin im Landkreis Oder-Spree und spezialisiert auf Natur-, Umwelt-, Klima- und Artenschutz. Abonnieren Sie meinen Blog, um auf dem Laufenden zu bleiben!
19. Dezember 2012
16. Dezember 2012
Das Leben des Gerhart Hauptmann in Erkner
Gab es eine Verbindung zwischen Gerhart Hauptmann und der NSDAP? Wie war
Gerhart Hauptmann als Mensch? Diese und weitere Fragen beantworten
hier:
Sein Biograf (Prof. Dr. Rüdiger Bernhardt) sowie seine Enkelin (Ingeborg Hauptmann).
Kappstrom TV ist ein erweitertes Angebot der Lokalzeitung Kappstrom für den Südosten Brandenburgs.
Dieser Kanal lebt vom Mitmachen: Teilen Sie uns Ihre Vorschläge für Berichterstattungen mit: info@kappstrom.de
Moderation: Anja Grabs
Kamera & Schnitt: André Organiska
Sein Biograf (Prof. Dr. Rüdiger Bernhardt) sowie seine Enkelin (Ingeborg Hauptmann).
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Moderation: Anja Grabs
Kamera & Schnitt: André Organiska
6. Dezember 2012
Die Grenze zwischen Gosen und Berlin (Glosse up for grabs)
Vor über 200 Jahren nutzten die Wernsdorfer Fischer den Kappstrom, um ihre Fische bis nach Berlin auf dem Wasserweg transportieren zu können. Die Gosener wollten hier aber keine fröhlichen Fischer sehen und so bauten sie regelmäßig Dämme, um die Wernsdorfer auf ihren Handelswegen zu schikanieren. Dies führte zu einem Dauerkrieg. Gosen war auch immer gegen Neu Zittau und Neu Zittau wiederum gegen Gosen und beide Orte gemeinsam aber immer im Team gegen Wernsdorf. Warum weiß man nicht.
Später wurde Gosen zum geheimen Heimatort der Stasi, weil man sich in den Gosener Bergen verstecken konnte und trotzdem ruck zuck in Berlin war. Soviel erstmal zur vergangenen Infrastruktur von Gosen.
Vor kurzem erst sollte die Fahlenbergbrücke zwischen Gosen und Berlin saniert werden, aber während der Bauarbeiten merkte man, dass dies nicht geht. Die marode Brücke müsste komplett abgerissen werden und neu aufgebaut werden. Das würde bedeuten, dass, im wahrsten Sinne des Wortes, die Brücke zwischen Gosen und Berlin zerstört werden würde. Wie lange der Neubau der Brücke dauern würde ist ungewiss. Man müsste riesige Umleitungen fahren, um einen Eingang nach Berlin zu finden. Die Infrastruktur wäre stark zerstört. Vorsichtshalber fragte der Kappstrom beim Bauunternehmen nach und erhielt die Antwort: „Niemand hat die Absicht, eine Brücke abzureißen!“
Parallel zu der Angst die Brücke zu Berlin zu verlieren, reduziert sich der Busverkehr auf ein absolutes Minimum. Es gibt in einem Zeitraum von 12 Monaten im Durchschnitt insgesamt nur 2,3 Fahrgäste und man fragt sich, wie sich das rentieren soll. Schließlich kostet das Dixieklo neben der Bushaltestelle „Gosen, Eiche“ auch Geld. Und so werden die Zeiten zwischen den Fahrzeiten vergrößert und die Anzahl der erscheinenden Busse verringert und sobald es dunkel wird werden die Bordsteine hochgeklappt, die Laternen ausgepustet und der letzte Bus darf nach Hause fahren, aber nicht bevor sich Fuchs und Hase Gute Nacht gesagt haben.
Und weil Gosen seit seiner Gründung keine Verbindung zu Berlin aufbauen wollte, tut man heute auch so, als ob die Busse hier nur noch als eine Fata-Morgana-Erscheinung auftauchen, da ihre Existenz so unwichtig ist, wie Wasser in der Wüste. Und da das Ableben der Busverbindungen zu Berlin vorprogrammiert ist, dürfen die Bushaltestellen bereits jetzt langsam vergammeln, da man sie zukünftig eh abreißen wird. Es soll Ortsbeiräte geben, die seit Beginn ihrer Amtszeit (die in 1,5 Jahren rum ist) nicht in der Lage sind, eine einzige Bushaltestelle sanieren zu lassen. Die Angst vor erneutem Vandalismus kann so lähmend sein, dass man den ersten Schritt zur Besserung nicht wagen will. Und so werden 99.99 % der Einwohner dafür bestraft, dass weniger als 0,1 % der Einwohner eventuell, vielleicht potentiellen Vandalismus ausüben könnten, obwohl die Gemeinde durch Nichtstun die Vandalisten bestrafen will und nicht die Mehrheit der Einwohner.
Und so klebt seit über 250 Jahren Gosen an Berlin dran und trotzdem haben die meisten Berliner noch nie von unserem Ort gehört. Niemand ist eine Insel, außer Gosen.
Jetzt Neu: Kappstrom TV
Es gibt Dinge, die kann man nicht in Worte fassen. Und so gründeten wir Kappstrom TV als Lokalnachrichtensender für den Südosten Brandenburgs. Sie können den Kanal abonnieren und erhalten dann umgehend eine Benachrichtigung per E-mail, wenn neue Nachrichtensendungen hochgeladen werden.
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Und hier unser 1. Video:
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24. Oktober 2012
Ideen aus dem Ortsbeirat (Glosse up for grabs)
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| Foto: Graeme Weatherston/freedigitalphotos.net |
Es gibt ein Fahrzeug, welches sich die Gemeinde mit der
Gosener Feuerwehr teilt. So kam es also schon vor, dass die Gemeindearbeiter
das Fahrzeug nicht nur verschrammt haben und einen Schaden an der Stoßstange
verursacht haben. (Dafür sind ja schließlich Stoßstangen da: wenn man einen
Schaden haben will, dann schließlich dort), sondern die Gemeindearbeiter haben
gutgelaunt Schokolade im Auto gegessen und diese dann großzügig auf den Sitzen
verteilt. Die Kameraden der Feuerwehr fanden diese Aktionen nicht so lustig,
Schrammen und kaputte Stoßstangen okay, aber Schokolade auf den Sitzen: muss
das denn sein? Und so reinigten die Kameraden die Schokositzplätze und suchten
den Verursacher. Die Suche war leider erfolglos. Niemand will Jemanden beim
Schokoladenverzehr beobachtet haben und außerdem sind hier eh alle auf Diät.
Wenn Sie also einen Gemeindearbeiter in den Sommermonaten beim Schokoladeessen
auf dem Rücksitz vom Gemeinde/Feuerwehrauto gesehen haben, dann rufen Sie bitte
folgende Nummer mit Hinweisen zum Tathergang an: 112.
In der Zwischenzeit pflegen und hegen die Kameraden das
Fahrzeug weiter und haben bis zum nächsten Schokoladenstreich ein Blaulicht
angeschafft. Der Clou ist, dass das Blaulicht ein Kabel hat, das nur die Feuerwehr
benutzen kann, so dass das Blaulicht nur von autorisierten Personen benutzt
wird.
Zitat eines Ortsbeirates: „Damit damit kein Unfug betrieben
werden kann.“
Unfug mit Blaulicht? Als ich diese vollkommen neue und noch
nie zuvor gehörte Idee von dem Ortsbeirat hörte, eröffneten sich mir völlig
neue Lebensweisen und vor meinem geistigen Auge sah ich schokoladeessende
Gemeindearbeiter, die sich einen Spaß daraus machen, wenn sie mal wieder eine
langweilige Fahrt erledigen müssen. Was wäre wenn ich mir auch ein Blaulicht
anschaffe und somit nie wieder zu spät komme? Bei 240 km/h durch 30er Zonen
durchbrettern? Kein Problem mit einem Blaulicht! Weil die anderen Autos Platz
machen, hat man immer freie Fahrt. Rote Ampeln? Ebenfalls kein Problem! Die
Strafen sind erstaunlich überschaubar und wurden mir auch umgehend von Insidern
vorgetragen. Die Namen der Insider werde ich hier nicht verraten, aber wenn Sie
mal ein PKW mit Blaulicht sehen kann ich Ihnen nur eins mitteilen: Da sitzen
vielleicht gar keine Polizisten drin! Zusätzlich zu einem Standardbetrag (man
stelle sich die Grundgebühr bei Handys vor) von ca. 35 Euro erhält man die
üblichen Strafen für die begangenen Vergehen: Also Punkte in Flensburg und
Geldstrafen für zu schnelles Fahren zum Beispiel. Wenn man zusätzlich zum
Blaulicht benutzen und zu schnellem Fahren auch noch über rote Ampeln gefahren
ist und sich plötzlich in einer gefährlichen Verfolgungsjagd mit der Polizei
wiederfindet, kann da strafrechtlich Einiges zusammenkommen. Dann gilt es nur noch
eines abzuwägen: Das Risiko mit Führerscheinentzug und ein Umzug nach
Berlin-Moabit in Kauf nehmen und dafür pünktlich am Ziel anzukommen, auch wenn
man erst zwei Minuten vor dem Termin von Gosen zum Beispiel nach
Eisenhüttenstadt fährt? Wenn Ihnen die deutsche Pünktlichkeit am Herzen liegt,
kennen Sie die Antwort. Blaulichter kann man übrigens online bestellen.
13. Oktober 2012
Insektenhotels sind kein Artenschutz
Insektenwände, die gern auch als „Wildbienenhotels“
bezeichnet werden, spielen keine Rolle im Artenschutz bei Wildbienen, so Prof.
Dr. Holger H. Dathe im Gespräch mit der Naturschutzbeirätin Anja Grabs.
Der Entomologe (Insektenkundler) war bis 2010 Direktor des
Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg, welches eine der
großen Sammlungen von Wildbienen weltweit beherbergt. Als Sohn von Heinrich
Dathe, dem langjährigen Tierparkdirektor von Berlin, studierte er zuerst
Biologie an der Humboldt-Universität Berlin, um dann später dort als Dozent das
Fach Tierphysiologie/Verhaltensbiologie zu unterrichten. Zu seinen
wissenschaftlichen Arbeitsgebieten gehört unter anderem der Artenschutz von
Wildbienen mit einem besonderen Augenmerk auf die Maskenbienen (Hylaeus sp.). Im Jahr 2000 verfasste er gemeinsam mit
Christoph Saure die Rote Liste der Bienen des Landes Brandenburg. Die Beiden
stellten insgesamt 383 Arten für Berlin und Brandenburg fest, das sind rund 70
% der aus Deutschland insgesamt bekannten 550 Arten. Diese große Anzahl weist
deutlich auf eine hohe ökologische Bedeutung dieser Tiere für die Erhaltung der
Vielfalt von Wildpflanzen hin, denn sie tragen wesentlich zu deren Bestäubung
bei.
Anja Grabs interessiert sich insbesondere für den
praktischen Wildbienenschutz. Sie organisierte 2009 eine Fotokartierung von
Wildbienen in Brandenburg für Naturfreunde (www.wildbienen.blogspot.de).
Kritisch beobachtet sie seit Jahren die Versuche von
Naturschützern, etwas für die Wildbienen zu tun. In den meisten Fällen werden
dazu Insektenwände an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen wie auch
im Privatbereich aufgestellt. „Insektenwände sind eine nützliche Maßnahme – für
den Menschen“, so Dathe. Sie bieten einzigartige Möglichkeiten zur eigenen
Beobachtung. Auf einprägsame Weise kann so die Motivation gefördert werden,
sich intensiver mit Wildbienen auseinanderzusetzen. Ohne Zweifel sind diese
künstlichen Nistwände wichtig für die Umweltbildung. Im direkten Schutz von
bedrohten Wildbienenarten aber, spielen sie keine Rolle. Im Bundesgebiet gelten
derzeit 52 % der Wildbienenarten als bestandsgefährdet, und 25 Arten sind
direkt vom Aussterben bedroht. In die Nistwände gehen nur einige der
zahlreichen Arten, und das sind meist häufige Kulturfolger. Ungefähr drei
Viertel aller Arten in Deutschland nisten im Boden. Das wesentlichste Mittel
zum Schutz nützlicher Insekten ist der Biotopschutz und allgemeine
Umweltschutz.
Während es für Schmetterlingskundler gut organisierte
Plattformen gibt, in die man auch als Laie problemlos einsteigen und sich am
Monitoring beteiligen kann, wird es für Wildbienenfreunde schon schwieriger, da
zur genauen Artfeststellung von Wildbienen die Beobachtung in der Natur nicht
ausreicht. Die Zahl der Arten ist groß, viele sind körperlich klein und
unterscheiden sich nur an wenig deutlichen Merkmalen. Für eine sichere
Identifikation muss man die meisten Tiere, mit Ausnahme der Hummeln und weniger
anderer Arten, unter einem Mikroskop untersuchen. Um die Tiere einzufangen, zu
töten und zu präparieren ist eine amtliche Ausnahmegenehmigung erforderlich.
Auch die Schaffung einer eigenen Vergleichssammlung wäre hilfreich. Anders als
bei Schmetterlingen und Käfern gibt es für aktive Sammler von Wildbienen jedoch
keine Weiterbildungen, etwa durch örtliche Vereine, so dass man sich sein
Wissen autodidaktisch aneignen muss.
Das Senckenberg Deutsche Entomologische Institut in
Müncheberg bietet hier eine Anlaufstelle für Freizeitforscher. Eine
Bildbestimmung wie bei Faltern ist für Bienenarten kaum möglich, und auch in
die Bestimmungstabellen muss man sich erst einarbeiten. Die Hauptmethode bei
der Identifikation von Bienen besteht im Vergleichen mit sicher bestimmten
Exemplaren. In dem Institut erhält man nicht nur Zugang zu der großen
Wildbienensammlung, man kann darüber hinaus auch vorhandene Mikroskope sowie
Bestimmungsliteratur aus der Bibliothek vor Ort nutzen. Wenn man sich am
Monitoring von Wildbienen beteiligen möchte, kann man sich gerne an das
Institut in Müncheberg wenden (www.senckenberg.de).
Derzeit hat die internationale Naturschutzorganisation IUCN von Brüssel aus
eine europaweiten Vernetzung von Schutzmaßnahmen für Bienen eingeleitet.
Wer Freude an der Naturbeobachtung hat, gern Naturmotive
fotografiert und sich bilden möchte, wird am Aufstellen von Insektenwänden
profitieren. Viel wichtiger für die wilden Bienen selbst sind der Verzicht auf
Herbizide sowie das Umwandeln von monotonen Rasenflächen in artenreiche Wildblumenwiesen durch ein- oder zweimaliges Mähen im Jahr, so waren sich die
beiden Liebhaber der Wildbienen einig.
![]() |
| Prof. Dr. Holger H. Dathe vor einem Teil der Wildbienensammlung im SENCKENBERG Deutsche Entomologische Institut |
7. Oktober 2012
Der Kappstrom (Zeitung)
Kappstrom
Der Kappstrom ist eine monatlich erscheinende Regionalzeitung und erscheint in der Gemeinde Gosen – Neu Zittau im Land Brandenburg mit den Ortsteilen Gosen, Neu Zittau, Burig und Steinfurt. Die Auflage liegt bei 1.500 Exemplaren.
Gründung
Gegründet wurde die Zeitung im Dezember 2009 von den Gosenern André und Christina Organiska sowie Anja Grabs aus der Motivation heraus, Informationen zum Ort und der Umgebung zur Verfügung zu stellen. Sie bildet eine Alternative zum, durch die Gemeinde im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit erscheinenden, "Gosen-Neu Zittauer" (auch Storchenblatt genannt). Aus Sicht der Gründer fand dort keine kritische Auseinandersetzung mit kommunalpolitischen Themen statt. Die erste Ausgabe des Kappstrom erschien im Januar 2010.
Name
Da der Kappstrom sich entlang der Grenze zwischen den 2003 im Zuge der Gemeindegebietsreform zwangsvereinten Gemeinden Gosen und Neu Zittau schlängelt, soll der Name ein zusammenführendes Symbol darstellen und das weitere Zusammenwachsen der unterschiedlichen Ortsteile unterstützen. Die Idee für den Namen "Kappstrom" stammt von Anja Grabs, da sie zur Zeit der Zeitungsgründung im Rahmen der Naturschutzarbeit gemeinsam mit dem Wasser- und Landschaftspflegeverband Untere Spree eine Debatte anregte, ob der Kappstrom renaturiert werden kann (worüber der Kappstrom dann berichtete). Der Kappstrom bezeichnet einen künstlich angelegten Wassergraben in Gosen – Neu Zittau, welcher früher eine Verbindung zur Spree (und somit nach Berlin) für die Wernsdorfer Fischer herstellte. Später diente er der Landwirtschaft (Rinderhaltung), auch der Entwässerung der Gosener Wiesen.
Café Kappstrom
Die Redaktionssitzung findet einmal im Monat öffentlich statt. Dort können sich interessierte Leser an der Diskussion beteiligen und mitbestimmen, welche Themen in den kommenden Ausgaben veröffentlicht werden. Dabei versucht die Redaktion gezielt die Bürger zu motivieren, selbst Leserartikel zu verfassen und einzureichen. Es handelt sich um ein unkonventionelles Treffen zwischen Redaktion und Lesern, wobei Kritik und Anregungen gerne aufgenommen werden. In der Regel werden alle eingereichten Leserartikel sowie Leserbriefe abgedruckt.
Inhalte
Diese sind bestimmt von Berichten und Einschätzungen über Zusammenkünfte des Ortsparlaments, der Vereine und sonstiger Einrichtungen. Veröffentlicht werden Details von Vorgängen, als auch kritische Begleitung von verschiedensten Themen. Ein Veranstaltungskalender rundet das Angebot des Kappstrom ab.
Glosse up for grabs
Es erscheint von Anja Grabs in jeder Ausgabe die „Glosse up for grabs“ als provokanter und satirischer Meinungsbeitrag.
Finanzierung
Recherche, Gestaltung, Druck und Vertrieb kann nur teilweise aus Verkäufen und Werbeanzeigen finanziert werden. Die Redaktion arbeitet ehrenamtlich. Die Zeitung wird in verschiedenen Einrichtungen in Gosen – Neu Zittau angeboten und kann abonniert werden. Eine Ausgabe kostet zur Zeit 50 Cent.
Politische Richtung
Die Redaktion unterstützt demokratische Strukturen und deren Ausbau. Rechts- und Linksextremismus lehnt sie ab.
Webseite
Hier geht es zu: www.kappstrom.de
Der Kappstrom ist eine monatlich erscheinende Regionalzeitung und erscheint in der Gemeinde Gosen – Neu Zittau im Land Brandenburg mit den Ortsteilen Gosen, Neu Zittau, Burig und Steinfurt. Die Auflage liegt bei 1.500 Exemplaren.
Gründung
Gegründet wurde die Zeitung im Dezember 2009 von den Gosenern André und Christina Organiska sowie Anja Grabs aus der Motivation heraus, Informationen zum Ort und der Umgebung zur Verfügung zu stellen. Sie bildet eine Alternative zum, durch die Gemeinde im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit erscheinenden, "Gosen-Neu Zittauer" (auch Storchenblatt genannt). Aus Sicht der Gründer fand dort keine kritische Auseinandersetzung mit kommunalpolitischen Themen statt. Die erste Ausgabe des Kappstrom erschien im Januar 2010.
Name
Da der Kappstrom sich entlang der Grenze zwischen den 2003 im Zuge der Gemeindegebietsreform zwangsvereinten Gemeinden Gosen und Neu Zittau schlängelt, soll der Name ein zusammenführendes Symbol darstellen und das weitere Zusammenwachsen der unterschiedlichen Ortsteile unterstützen. Die Idee für den Namen "Kappstrom" stammt von Anja Grabs, da sie zur Zeit der Zeitungsgründung im Rahmen der Naturschutzarbeit gemeinsam mit dem Wasser- und Landschaftspflegeverband Untere Spree eine Debatte anregte, ob der Kappstrom renaturiert werden kann (worüber der Kappstrom dann berichtete). Der Kappstrom bezeichnet einen künstlich angelegten Wassergraben in Gosen – Neu Zittau, welcher früher eine Verbindung zur Spree (und somit nach Berlin) für die Wernsdorfer Fischer herstellte. Später diente er der Landwirtschaft (Rinderhaltung), auch der Entwässerung der Gosener Wiesen.
Café Kappstrom
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Hier geht es zu: www.kappstrom.de
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